Zahlen und Geld abheben im Ausland

Nützliche Tipps rund ums Bezahlen und Bargeld beziehen im Ausland mit der Maestro-Karte («EC-Karte») und der Kreditkarte.

Welches ist das beste Reisezahlungsmittel im Ausland? Grundsätzlich hat man die Wahl zwischen der Bezahlung mit der Debitkarte (am häufigsten ist die Maestro-Karte), mit der Kreditkarte oder mit Bargeld in der Fremdwährung.

Im Ausland Bezahlen mit der Maestro-Karte

Finanzinstitute verlangen in der Regel einen fixen und/oder einen absoluten Gebührenbetrag für Zahlungen mit der Debitkarte («EC-Karte») in der Fremdwährung. Am häufigsten ist die Maestro-Karte von MasterCard, daneben setzt sich zumindest in Europa zunehmend die V-Pay-Karte von Visa durch. Mit der PostFinance Card sind keine Bezahlungen im Ausland möglich, nur Bargeldbezüge.

Die Kosten für die entsprechenden Maestro- oder V-Pay-Transaktionen werden im Rahmen des Privatkontos oder Bankpakets ausgewiesen, an dem Ihre Bankkarte «angehängt» ist.

Kosten der Auslandzahlungen mit der Debitkarte: 1 bis 1.5% des Kaufbetrags oder zwischen 1 und 2.50 Franken pro Transaktion. Auch eine Kombination von beiden Gebührenarten ist gebräuchlich. Häufig sind zum Beispiel 1.50 Franken pro Kauf und zusätzlich 0.5% des Kaufbetrags. Hinzu kommen die Aufschläge auf den Umrechnungskurs.

Im Ausland Bargeld beziehen mit der Debitkarte

Bargeldbezüge im Ausland sind leider auch mit der Maestro-Karte oder V-Pay-Karte nicht kostenlos. Bankomat-Bezüge im Ausland schlagen je nach Anbieter mit 3 bis 5 Franken zu Buche – dazu kommen bei einigen Anbietern weitere prozentuale Gebühren zwischen 0.25 bis zu 0.8 Prozent hinzu.

Doch damit nicht genug: Je nach Bankomat können weitere Fremdgebühren der Bankomaten-Betreiber addiert werden. Achten Sie hier darauf, dass Sie wenn möglich keine Geldautomaten von Drittanbietern wie Travelex nutzen, die häufig erhebliche Gebühren auf den Kurs schlagen.

Ebenfalls teuer können Bargeldbezüge am Schalter werden.

Im Ausland mit der Kreditkarte bezahlen

Für Auslandseinkäufe mit der Kreditkarte in Fremdwährungen werden Bearbeitungsgebühren sowie Devisenumrechnungsgebühren der Kreditkarten-Herausgeber fällig. Die Bearbeitungsgebühren unterscheiden sich von Kreditkarte zu Kreditkarte und variieren von 1.2% bis zu 2.5%.

Im Ausland mit der Kreditkarte Bargeld beziehen

Bargeld beziehen mit der Kreditkarte im Ausland kann richtig ins Geld gehen: Es werden bis zu 4 Prozent des Bargeldbetrags als Gebühren fällig, bei Mindestkosten von bis zu 10 Franken. Dazu kommen allfällige Fremdgebühren durch die Bankomaten-Betreiber sowie die Aufschläge der Kreditkarten-Herausgeber auf den Umrechnungskurs.

Tipps für das Bezahlen im Ausland

Je nach Karte und Bank kann die Maestro-Karte oder aber Ihre Kreditkarte die bessere Wahl sein. Die Faustregel: Kreditkarten sind für kleinere Beträge vorzuziehen, während Debitkarten für die grösseren Beträge die günstigere Wahl sind.

Berücksichtigen Sie hier beim Vergleich auch allfällige Bonus- und Cashback-Programme Ihrer Kreditkarte.

Tipps für das Geld-Abheben im Ausland

Beziehen Sie Ihr Bargeld wenn möglich nie mit der Kreditkarte, sondern nur mit Ihrer Debitkarte (das heisst Ihrer Maestro-, V-Pay- oder PostFinance-Karte) am Bankomaten. Beachten Sie aber, dass auch mit der Maestro-Karte Gebühren anfallen.

Am besten informieren Sie sich im Voraus vor Ihrer Abreise bei Ihrer Bank oder im Internet, an welchen Automaten Sie während Ihres Auslandaufenthalts am günstigsten Geld beziehen können.

Zum Beispiel könnte Ihre Bank Partnerinstitute im Land haben, bei denen Sie Ihr Bargeld günstiger abheben können.

Übrigens: Wenn Sie eine persönliche Analyse Ihrer Karten möchten, schreiben Sie uns doch einfach eine kurze E-Mail an info«@»moneyland.ch.

Ihre Moneyland-Redaktion

Weiterführende Informationen:
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Kreditkarten: Fremdwährungsgebühren
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