Das Deponieren von Wertschriften kann je nach Bank teuer werden - ein unabhängiger Vergleich lohnt sich.

Depotgebühren sind Gebühren, die eine Bank ihren Kunden für die Verwahrung der Wertpapiere in Rechnung stellt. Die Deponierung der Wertpapiere kann beispielsweise im Rahmen einer Trading-Dienstleistung oder einer Vermögensverwaltung erfolgen.

Grosse Kostenunterschiede je nach Depotbank

Je nach Depotbank können für die Verwahrung der Wertschriften hohe Kosten anfallen. Ein Vergleich lohnt sich, bevor man sich für eine Depotbank entscheidet.

Mit dem Trading-Vergleich auf moneyland.ch können Sie nicht nur Trading-Gebühren, sondern auch Depotgebühren ohne Aufwand interaktiv vergleichen: Einfach unter Profile «Individuelle Angaben» wählen und nur die Höhe der Depots (ohne Wertschriftentransaktionen) ausfüllen. Auch die Mehrwertsteuern in der Höhe von 8% auf den Depotgebühren werden automatisch vom Moneyland-Rechner berücksichtigt.

Unterschiedliche Depotgebühren je nach Wertschriften-Typ

Je nach Wertschriften-Typ können bei einigen Anbietern unterschiedliche Depotgebühren anfallen. So verrechnen einige Anbieter für bankeigene Produkte sowie Kassenobligationen reduzierte Depotkosten.

Manche Anbieter unterscheiden zusätzlich zwischen im Inland und im Ausland verwahrten Wertschriften, wobei für im Ausland deponierte Wertschriften in aller Regel ein Aufpreis verlangt wird. Kunden mit Domizil im Ausland zahlen bei vielen Banken zudem einen weiteren Aufpreis.

Tausende von Franken Sparpotenzial

Pro Jahr können für höhere Wertschriftenbeträge rasch einmal Kosten in der Höhe von Tausenden von Franken entstehen. So verlangt die UBS happige 0.35 Prozent für einen Betrag bis 10 Mio. Franken und sogar 0.55 Prozent im Fall von ausländisch verwahrten Wertschriften.

Die Credit Suisse verlangt 0.35% (Inland) bzw. 0.5% (Ausland) bis 5 Mio. Franken mit zusätzlichen Mindestgebühren pro Position (Valor) von 5 Franken pro Monat.

Bei der Zürcher Kantonalbank fallen Depotkosten von 0.3% (Inland, mindestens CHF 3) bzw. 0.4% (Ausland, mindestens CHF 4) pro Position und Monat an.

Günstiger als bei den grösseren Banken sind die Depotgebühren bei den Online-Brokern.

So betragen die Depotgebühren beim Schweizer Online-Broker Strateo 0.02% (mindestens 15, maximal 35 Franken pro Quartal).

Die Saxo Bank verlangt eine Kontoführungsgebühr von 100 Franken pro Halbjahr, falls in den letzten 6 Monaten keine Käufe oder Verkäufe erfolgt sind. Die Saxo Bank stellt zudem eine Depotgebühr von 0.01% (mindestens 5 Franken) pro Monat für Aktien/ETF und Anleihen in Rechnung.

Swissquote verlangt 0.025% pro Quartal, mindestens 15 Franken, maximal 50 Franken pro Quartal für ein Depot.

Andere Trading-Plattformen wie diejenige von Cornèr Trader verlangen gar keine Depotgebühren.

PostFinance verlangt ab 2017 90 Franken für die Wertschriftenverwaltung (bis und mit 2016 war die Depotführung noch kostenlos). Immerhin: Die 90 Franken können als Guthaben für Transaktionsgebühren benutzt werden.

Auslieferung von Wertschriften: Transfergebühren im Vergleich

Ein Wechsel der Depotbank ist zwar nicht schwierig, allerdings in der Schweiz mit hohen Kosten im Rahmen der Auslieferung von Wertschriften verbunden. Die Transferkosten betragen in der Regel zwischen 50 und 100 Franken, manchmal sogar bis zu 200 Franken. Und zwar nicht pro Depot, sondern pro Wertschriften-Titel! Die hohen Gebühren haben auch das Ziel, den Wechsel zu anderen Anbietern zu erschweren.

Für den nicht-physischen (buchmässigen) Transfer von inländischen Titeln verlangen einige Kantonalbanken 50 Franken pro Titel, darunter die Genfer, die Schaffhauser, die Basellandschaftliche und die Thurgauer Kantonalbank.

100 Franken pro Titel verlangen die UBS, die Migros Bank, die Bank Coop, PostFinance, Valiant sowie die Glarner, Luzerner, Nidwaldner, Zuger, Berner, Zürcher Kantonalbank und diverse weitere. Die Credit Suisse verlangt 135 Franken pro Titel.

Bei manchen Banken ist der Transfer von ausländischen Titeln noch teurer als von inländischen Wertschriften. Die Berner Kantonalbank verlangt 125 Franken pro Titel. Die Bank Coop, PostFinance, die Banque Cantonale Vaudoise (BCV) und die Graubündner Kantonalbank stellen sogar 150 Franken in Rechnung.

Weitere Aufpreise gibt es bei vielen Anbietern für die Auslieferung gegen Bezahlung. Markant teurer als die nicht-physische Lieferung ist ausserdem die physische Auslieferung von Wertschriften. Hier können je nach Anbieter bis zu 500 Franken pro Wertschrift fällig werden.

Wenn Sie den Anbieter ohne hohe Gebühren wechseln möchten, könnten Sie natürlich vorgängig die Wertschriften verkaufen. Falls ein Verkauf nicht in Frage kommt, gibt es eine weitere Alternative: Manche Banken übernehmen die Transferkosten (zumindest teilweise) für neue Kunden. Dazu gehört etwa TradeDirect (Waadtländer Kantonalbank). Fragen Sie deshalb bei der gewünschten Bank Ihrer Wahl an, ob diese allenfalls für die Wechselspesen aufkommen könnte.

Ihre Moneyland-Redaktion

Weiterführende Informationen:
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