Skimming Schweiz: Tipps zum Schutz vor Datenklau

Skimming kommt auch in der Schweiz immer noch vor. Wie Sie sich vor Skimming-Betrugsfällen schützen, erfahren Sie im folgenden Moneyland-Finanztipp.

Skimming ist eine Art Kartenbetrug, bei dem die Betrüger einen Bank-Automaten manipulieren und so beim Geldbezug an Ihre persönlichen Kartendaten kommen.

Der entwendete PIN-Code und die Magnetstreifen-Daten werden anschliessend dazu verwendet, das Geld Ihres Bankkontos zu plündern. Während die Plünderung des Kontos vor allem im Ausland geschieht, passiert der Datenklau auch in der Schweiz.

Durch technologische Neuerungen wie Chip-Karten-Technologie und Geoblocking haben sich Skimming-Fälle in der Schweiz in den letzten Jahren deutlich reduziert. 2013 wurden in der Schweiz noch geschätzte 5 Millionen Franken aufgrund von Skimming-Betrugsfällen illegal entwendet.

In der Schweiz ist es dank der neuen Chip-Technologie nicht mehr möglich, mit gefälschten Debitkarten-Kopien einer Bank oder von PostFinance Geld abzuheben. Es gibt aber immer noch einige Länder in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien, in denen die Betrüger mit den gestohlenen Magnetstreifendaten und der PIN-Nummer Geld beziehen können.

Da die betrügerischen Bargeldbezüge in der Regel im Ausland geschehen, haben Schweizer Banken so genannte Geoblocking-Massnahmen für die gefährdeten Länder eingeführt. Damit kann die Bankkarte nur in den gewünschten Ländern für Geldbezüge werden. Eine Variante des Geoblocking ist eine gewünschte Beschränkung der maximalen Bezugslimite pro Land.

9 hilfreiche Tipps zum Schutz vor Skimming:

  • Lernen Sie Ihren PIN-Code auswendig. Behalten Sie den Code für sich und schützen Sie ihn. Verraten Sie den Code nie einer anderen Person.
     
  • Bewahren Sie Ihren PIN-Code nicht mit Ihrer Bankkarte oder Kreditkarte auf. Am besten schreiben Sie den Code gar nicht schriftlich auf.
     
  • Überprüfen Sie den Bankomaten kurz vor dem Geldbezug. Meiden und melden Sie den Automaten im Fall von verdächtigen Apparaturen oder Tastaturen.  
     
  • Geben Sie den PIN-Code am Bankomaten «verdeckt» ein, indem Sie zum Beispiel Ihre Hand über die Tastatur halten. Das hilft zwar nicht bei Tastenfeld-Tarnvorrichtungen, aber immerhin im Fall einer versteckten Kamera.
     
  • Lassen Sie sich am Bankomaten nie von Drittpersonen ablenken. Nehmen Sie auch keine Hilfe von Unbekannten an, zum Beispiel wenn Ihre Bankkarte im Bankomaten verschwunden ist. Auch der fingierte Karten-Einzug kann ein Skimming-Trick sein.
     
  • Bankomaten innerhalb der Bank sind prinzipiell sicherer als Bankomaten ausserhalb der Bankfilialen. Benutzen Sie also wenn möglich Automaten im Innern des Gebäudes.
     
  • Neuere Smartcards ohne Magnetstreifen gelten als sicher – so sind bislang zum Beispiel noch keine Skimming-Betrugsfälle mit der V-Pay-Karte von Visa bekannt geworden.
     
  • Lassen Sie bei Verdachtsmomenten am Automaten sofort Ihre Karte sperren. Kontaktieren Sie so rasch als möglich Ihre Bank, um den Betrugsfall zu melden. Kontaktieren Sie ausserhalb der Öffnungszeiten Ihrer Bank die Polizei (Telefonnummer 117), um den verdächtigen Automaten zu melden.
     
  • Überprüfen Sie regelmässig Ihre Kartenbezüge und Abrechnungen. Wenn Ihnen seltsame Buchungen auffallen, sofort die Bank kontaktieren. Wenn Sie dies innerhalb von 30 Tagen tun und die entsprechenden Sorgfaltspflichten eingehalten haben, erhalten Sie das gestohlene Geld wieder von der Bank beziehungsweise dem Karteninstitut zurück.

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