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Währungsrabatte in der Schweiz

Wie Sie von Währungsrabatten in der Schweiz aufgrund des CHF-EUR-Kurses profitieren können, erfahren Sie im folgenden Moneyland-Finanztipp.

Der Schweizer Franken macht eine turbulente Zeit durch. Nach der Aufhebung des Mindestkurses am 15. Januar 2015 durch die Schweizerische Nationalbank legte der Euro im Verhältnis zum Schweizer Franken einen veritablen Taucher hin.

Für kurze Zeit hatte der Euro unter 0.90 Franken notiert. Momentan liegt der Euro-Kurs wieder bei ungefähr 1.05 Franken – immer noch markant unter den ursprünglich 1.20 Franken.

Die plötzlich erfolgte Erstarkung des Frankens führt zu Sorgenfalten beim Schweizer Tourismus und der Export-Industrie. Importgüter und Ferien im Ausland hingegen werden günstiger.

Konsumenten allerdings profitieren nur dann, wenn die Währungsrabatte weitergegeben werden.

Das tun mittlerweile immer mehr Schweizer Händler – nicht zuletzt auch aus Marketingründen. Zumal die Rabatte werbewirksam präsentiert werden können.

Rasch reagiert haben manche Autohändler. 18% Währungsrabatt zum Beispiel gibt es für einen Mercedes-Benz. AMAG bietet zudem Euro-Rabatte auf Occasionen und vergünstigte Leasing-Angebote an.

Auch bei den Lebensmitteln tut sich was: Coop beispielsweise hat die Preise vieler Importprodukte gesenkt und im Laden entsprechend geschildert. Import-Discounter Aldi Suisse hat die Preise von rund 200 Artikeln reduziert, darunter auch für Alkohol. Im Denner werden Getränke bis zu 18 Prozent günstiger.

Bei den Elektronik-Shops ist ein Preisruck zu verzeichnen: Interdiscount zum Beispiel gewährt auf diversen Artikeln 15-20 Prozent Rabatt zum ursprünglichen Preis. Online-Händler Brack hat über 10'000 Produkte vergünstigt.

Nicht zuletzt importiert auch die Textilbranche im grossen Stil. Immer mehr Kleidergeschäfte offerieren deshalb ein preisreduziertes Marken-Sortiment.

Einige Händler haben Konsumenten darauf aufmerksam gemacht, dass Währungsrabatte nur «bis auf Widerruf» gewährt werden. Will heissen: Wenn sich der Franken wieder abschwächt, werden auch die Währungsrabatte wieder rückgängig gemacht.

Tatsächlich erwarten einige Devisenspezialisten noch in diesem Jahr eine weitere Abschwächung des Frankens – manche sogar bis über die alte Mindestkursgrenze von 1.20 Franken pro Euro hinaus. Andere Experten erachten eine weitere Erstarkung des Frankens bis zu einem Kurs von 0.90 pro Euro als möglich.

Wie sich der Euro-Franken-Kurs entwickeln wird, steht also noch in den Sternen. Der Franken kann in die eine oder andere Richtung ausschlagen. Oder auf dem jetzigen Niveau von rund 1.05 pro Euro verharren. Bei einer Stabilität leicht über der Franken-Euro-Parität ist auf jeden Fall mit weiteren Währungsrabatten zu rechnen.

Tipp: Wenn bei gewünschten Import-Produkten noch keine Vergünstigungen in Abzug gebracht worden sind, fragen Sie doch beim Händler nach, ob und wann allenfalls ein Rabatt möglich wäre.

Ihre Moneyland-Redaktion

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