Steuern sparen mit der 3. Säule

Wer in die dritte Säule einzahlt, kann bis über 1000 Franken an Steuern sparen.

Wenn Sie einer Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse) angehören, können Sie 2017 maximal 6‘768 Franken in die Säule 3a einzahlen.

Wenn Sie keiner Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse) angehören, können Sie 2017 bis zu 20 Prozent des jährlichen Erwerbseinkommens, maximal aber 33'840 Franken in die Säule 3a einzahlen.

Steuerabzug lohnt sich

Vorteil einer Einzahlung in die gebundene dritte Säule: Den ganzen einbezahlten Betrag können Sie von Ihrem steuerbaren Einkommen ohne Aufwand abziehen.

Im Steuerformular gibt es ein separates Feld, wo Sie die Höhe der 3a-Zahlung einfach angeben können. Ihre Bank oder Versicherung stellt Ihnen Ende Jahr eine Bestätigung zur Verfügung, die Sie der Steuererklärung beilegen können.

Bis zur Auszahlung steuerfrei

Ihr Vermögen in der dritten Säule bleibt bis zur Auszahlung steuerfrei. Sie müssen also keine Vermögenssteuer für Ihr Vorsorgeguthaben zahlen.

Auch die Vorsorge-Erträge müssen nicht in der Steuererklärung deklariert werden. Es gibt also weder Einkommens- noch Verrechnungssteuern. Das gilt für 3a-Sparkonten, Säule-3a-Wertschriftenkonten als auch für Säule-3a-Versicherungspolicen.

Hauptvorteil: weniger Einkommenssteuern

Dank dem Steuerabzug können Sie jährlich je nach Kanton und der Höhe Ihres steuerbaren Einkommens bis zu weit über 1000 Franken pro Jahr an Einkommenssteuern einsparen. Den ersparten Ertrag können Sie wiederum kostensparend anlegen und vom Zinseszins-Effekt profitieren.

Reduzierter Steuersatz bei der Auszahlung

Bei der Auszahlung wird zwar wieder eine Steuer fällig. Allerdings werden Säule-3a-Gelder nach einem Spezialtarif tiefer als das übrige Einkommen versteuert.

Einziger Wermutstropfen: Die Auszahlung des Säule-3a-Vermögens darf bei Männern erst ab dem vollendeten 60. bzw. bei Frauen ab dem vollendeten 59. Lebensjahr erfolgen. Oder unter speziellen Voraussetzungen wie im Fall einer Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit, zum Erwerb von Wohneigentum oder beim definitiven Wegzug aus der Schweiz.

Tipp: Mehrere 3a-Konten eröffnen

Es lohnt es sich, mehrere Säule-3a-Konten zu eröffnen. Schliesslich gibt es keine gesetzliche Beschränkung für die maximale Anzahl von 3a-Konten.

Das ermöglicht es Ihnen, die Auszahlung über mehrere Jahre hinweg vorzunehmen und so einer höheren Steuerprogression zu entgehen. Zusätzlich können Sie mit der Wahl mehrerer Banken oder Versicherungen das (unwahrscheinliche) Konkursrisiko reduzieren.

Wertschriften- oder Sparkonto-Lösung?

In die 3. Säule können Sie entweder per Wertschriften- oder Sparkonto-Lösung investieren.

Beim Wertschriftensparen kann sich je nach Wirtschaftslage, Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt sowie der  Gebührenhöhe eine bessere Rendite als bei einem einfachen Sparkonto ergeben. Das muss aber nicht sein: ein Wertschriftenkonto ist mit einem höheren Risiko verbunden und kann auch zu einem Verlust führen.

Ein weiterer Vorteil der klassischen 3a-Konto-Lösung: 3a-Sparkonto-Angebote der Banken weisen im Durchschnitt eine höhere Verzinsung als gewöhnliche Sparkonten auf.

Auf moneyland.ch finden Sie den umfassendsten Säule-3a-Vergleich der Schweiz: jetzt vergleichen, den besten Zinssatz wählen und Steuern sparen.

Ihre Moneyland-Redaktion

Weiterführende Informationen:
3a-Zinsvergleich
3a-Fonds: die besten Tipps
Säule 3a: Maximaler Betrag pro Jahr

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