Auslandgebühr bei Kartenzahlung vor Ort in der Schweiz – welche Anbieter sind betroffen?

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  • BenutzernameChristian Lüthi
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  • Beiträge11

Ich war kürzlich mit meiner Tochter in einer Freizeiteinrichtung in Rümlang (ZH), die von einem Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden betrieben wird. Den Eintritt habe ich vor Ort am Kartenterminal mit meiner UBS Visa Debitkarte bezahlt – in CHF.

Einige Tage später fiel mir auf, dass mir eine Auslandgebühr von CHF 1.00 belastet wurde. Auf meine Nachfrage erklärte mir UBS, dass solche Gebühren anfallen können, wenn der Händler oder sein Zahlungsabwickler (Acquirer) im Ausland domiziliert ist – selbst wenn der Verkauf in der Schweiz und in Schweizer Franken erfolgt.

Ich habe auch den Betreiber der Einrichtung kontaktiert. Ihm ist die Problematik bekannt. Er betonte aber, dass nicht alle Kartenanbieter solche Gebühren erheben. TWINT wird dort leider nicht als bargeldloses Zahlungsmittel angeboten.

Für Kunden ist es im Voraus fast nicht ersichtlich, ob eine Zahlung bei einem Schweizer Präsenzgeschäft als «ausländisch» eingestuft wird – obwohl man vor Ort in der Schweiz und in CHF bezahlt.

Darum meine Fragen an die Community:

  • Welche Kartenanbieter belasten ebenfalls Auslandgebühren bei CHF-Zahlungen in der Schweiz, wenn der Händler oder Acquirer im Ausland sitzt?
  • Gibt es Karten, bei denen solche Gebühren grundsätzlich nicht anfallen?

Ich bin daran, meine Zahlungsmittel entsprechend zu überdenken – und würde mich über eure Erfahrungen und Empfehlungen freuen.

Vielen Dank im Voraus!

 
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  • BenutzernameRalf Beyeler
  • OrtSchweiz
  • Status Experte
  • Registriert seit29.01.18
  • Beiträge148

Guten Tag

Besten Dank für Ihre Nachricht.

Ich hoffe doch, dass die UBS die Gebühr wieder gutgeschrieben haben.

Es gibt immer wieder Probleme, weil Händler von Banken und Kreditkarten-Anbietern irrtümlich als Händler im Ausland betrachtet werden. 

In der Schweiz ist eine solche Franken-Gebühr für Händler im Ausland weit verbreitet bei Kreditkarten und teilweise auch bei Debitkarten.

Eine der wenigen Kreditkarten, bei denen bei Transaktionen in Schweizer Franken grundsätzlich keine Gebühren anfallen ist die Gratis-Kreditkarte Cumulus Visa der Migros-Bank.Dies unabhängig davon, ob der Händler in der Schweiz oder im Ausland ist. (Bei ausländischen Händlern sollte man jedoch nie die Umrechnung in CHF machen, weil dann der Händler und die Bank des Händlers einen sehr schlechten Wechselkurs verrechnen).

Insbesondere bei Debitkarten von Schweizer Smartphone-Banken fällt in der Regel ebenfalls keine Gebühr an, wenn man in Schweizer Franken bezahlt. Das gleiche gilt auch für Wise und Revolut.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Informationen weiterhelfen.

Liebe Grüsse


Ralf Beyeler
moneyland.ch

 
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  • BenutzernameChristian Lüthi
  • Status Member
  • Registriert seit07.10.15
  • Beiträge11

Guten Tag Herr Beyeler

Entschuldigen Sie bitte meine späte Rückmeldung. Ich habe erst heute von der Forensoftware eine E-Mail-Benachrichtigung über einen neuen Beitrag zu diesem Thema erhalten.

Vielen Dank für Ihren Hinweis zu Kreditkartenanbietern, die in einem solchen Fall keine Auslandgebühr erhoben hätten.

Die UBS hat mir nach einer internen Abklärung die Gebühr tatsächlich erlassen. Hier die Begründung der Bank für die ursprüngliche Belastung:

Im Rahmen unserer Abklärungen hat sich gezeigt, dass das eingesetzte Zahlungsterminal im System mit dem Ländercode Deutschland registriert ist. Daher wurde die Zahlung systemseitig als Auslandstransaktion erkannt und mit einer Gebühr von CHF 1.00 belastet (2 % des Betrags, mindestens CHF 1.00). Für die Einstellungen des Terminals ist der Händler beziehungsweise die Händlerbank zuständig. Wir als UBS können darauf keinen Einfluss nehmen.

Freundliche Grüsse
Christian Lüthi

 
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  • BenutzernameRalf Beyeler
  • OrtSchweiz
  • Status Experte
  • Registriert seit29.01.18
  • Beiträge148

Guten Tag Herr Lüthi

Besten Dank für Ihre E-Mail.

Die UBS könnte einen Einfluss darauf nehmen, wenn sie darauf verzichten würde, eine Gebühr für Transaktionen in CHF vorzunehmen.

Diese Gebühr ist ausserhalb der Schweiz völlig unüblich, deshalb gibt es immer wieder Probleme. Die Zahlungsabwickler sind längst globale Dienstleistungen, deshalb kann es natürlich passieren, dass eiin Ländercode falsch eingestellt ist. Mit Ausnahme von Zahlungen mit den meisten Schweizer Karten ist das auch kein Problem. Die globalen Zahlungsdienstleister werden jetzt nicht wegen ein paar Millionen (also nichts vergleichen mit den weltweit in Umlauf befindlichen Karten)  betroffene Karten aus der Schweizer ihre Systeme umstellen.

Die UBS können keinen Einfluss darauf nehmen, aber ihre Kundinnen und Kunden durchaus, indem sie Karten mit solchen Gebühren konsequent meiden.

Liebe Grüsse


Ralf Beyeler

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