Bezug Bargeld Bankomat hohe Gebühren Ausland

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Liebes Moneyland Team

Im Zuge der Recherche der handelsübllichen Gebührenbelastungen für Bargeldbezug im Ausland mit meiner Maestro-€-EC-Karte bin ich auf Ihre Seiten gestossen. 

Dort bin ich auf Ihren folgenden Satz gestossen: Wenn Sie eine persönliche Analyse Ihrer Karten möchten, schreiben Sie uns doch einfach eine kurze E-Mail.

Ich gelange an Sie, weil mir bei zwei Bargeldbezügen an Bankomaten in Spanien (ich besitze eine Maestro-EC-Karte in der Eurowährung) jeweils 15% des effektiven Bargeldbezuges als Gebühren verrechnet wurden! Was am Bankomat selbst jedoch zu keinem Zeitpunkt deklariert wurde. Es wurde lediglich deklariert, dass für die jeweilige Transaktion eine Bearbeitungsgebühr von ca. 5€ anfalle. In meinen Augen grenzt solches Gebahren ja schon fast an Betrug.

Bargeldbezug von 1000€ -> effektive Belastung der Raiffeisen von 1150€ auf dem Eurokonto.
Bargeldbezug von 500€ -> effektive Belastung der Raiffeisen von 578€ auf dem Eurokonto.

Da frage ich mich schon, wieso ich für eine solche Maestrokarte noch eine teure Jahresgebühr bezahle, wenn man dann, neben den üblichen und verständlichen Transaktionsgebühren pro Transaktion, so über den Tisch gezogen wird.

Haben Sie diesbezüglich Erfahrungen?

Besten Dank und freundliche Grüsse

 
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Guten Tag

Danke für Ihre Frage.

Bei Raiffeisen können die Konditionen je nach Filiale variieren. Bei welcher Filiale sind Sie?

Beispiel Raiffeisen Zürich Flughafen: Bargeldbezug mit Maestro im Ausland via Privatkonto EUR/CHF: CHF 6 pro Bezug.

Dazu kann der Wechselkurs kommen (sofern nicht mit dynamischer Währungsumrechnung bezogen, was Sie nie tun sollten). Da Sie aber selbst ein Euro-Konto haben, sollte nicht einmal ein Fremdwährungskurs zur Anwendung kommen.

Fazit: 15% ist tatsächlich exorbitant. Das wäre sogar mit einem schlechten Wechselkurs noch viel zu hoch.

Vermutlich ist es so, dass der Betreiber des Bankomaten zugelangt hat. Problem: Leider gibt es viele Drittanbieter von Bankomaten, die viel zu hohe Gebühren verlangen. Beispielsweise sollten Sie sich in der Regel vor «freistehenden» Bankomaten am Flughafen usw. fernhalten - hier haben wir auch schon Zusatzgebühren von 10% u.ä. gesehen (Travelex). Diese Gebühren gelangen nicht einmal zu Ihrer Bank, die an diesen Gebühren nicht einmal etwas verdient.

Haben Sie einen genaueren Gebührenausweis? Haben Sie bei Raiffeisen schon nachgefragt?

Beste Grüsse vom Moneyguru

 
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Herzlichen Dank für die schnelle und ausführliche Rückmeldung!

Zu Ihren Fragen. 

Meine Raiffeisen-Filiale ist die mit Sitz in Luzern, Bahnhofstrasse.

Ja genau, ein Fremdwährungskurs fällt ja ebenfalls weg, weshalb diese Gebühren komplett unverhältnismässig sind. Denn genau für solche Fälle hatte ich ja ein Eurokonto mit Maestrokarte (und den entsprechenden Jahresgebühren) angelegt.

Ich gehe auch davon aus, dass der Bankomatbetreiber zugelangt hat, die Aussage der Raiffeisen jedenfalls ist die, dass diese Gebühren nicht durch sie erhoben würden.

Trotzdem finde ich, müssten doch diese Gebühren, welche erhoben werden vom Bankomatbetreiber transparent ausgewiesen werden. 

Ist dies nicht der Fall und werden solche Gebühren erhoben, müsste doch der Kartenherausgeber (in diesem Fall die Raiffeisen) aktiv werden und intervenieren oder sehe ich das komplett falsch? 

Den genauen Gebührenausweis habe ich von der Raiffeisen einverlangt und werde diesen auf postalischem Weg erhalten. 

Ja, bei Raiffeisen habe ich natürlich als erstes nachgefragt und interveniert, allerdings stellt diese sich auf den Standpunkt, dass sie dafür nicht verantwortlich ist.

Freundliche Grüsse

 
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Guten Tag

Nachtrag:

Was Sie bei Raiffeisen noch abklären könnten (hypothetischer Fall):

Eventuell könnte es sein, dass eine Schweizer Euro-Maestro-Karte im Ausland einfach als Schweizer Karte erkannt wird, nicht als Schweizer Euro-Karte. 

Bankomaten bieten dynamische Währungsumrechnung in CHF an (weil die Bank des Bankomatenbetreibers davon ausgehen könnte, dass es eine CHF-Karte ist). Wenn Sie diese dynamische Währungsumrechnung wählen würden (was Sie allgemein nicht tun sollten), käme erstens eine Währungsumrechnung zum Zug plus die Gebühren des Anbieters der dynamischen Währungsumrechnung (Erklärung: https://www.moneyland.ch/de/kreditkarten-ausland-waehrung-dcc).

Zweitens würde Raiffeisen diese Belastung wieder von CHF in EUR umrechnen müssen (hier gäbe es dann zusätzliche Fremdwährunsgebühren von Raiffeisen), da das zur Euro-Maestro-Karte gehörende Konto in Euro geführt wird. 

(Und drittens könnten noch die externen Bankomaten-Gebühren dazukommen, wie bereits ausgeführt.)

Ob dieses von uns skizzierte hypothetische Szenario wirklich eingetreten ist, sollten Sie bei Raiffeisen relativ einfach in Erfahrung bringen können.

Freundliche Grüsse

 
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Liebes Moneyland-Team

Gerne gebe ich Ihnen noch Feedback zum unten erläuterten Fall. 

Nach neuerlicher Intervention (Vorsprechen mit den entsprechenden Belastungsauszügen) bei meiner Raiffeisen-Filiale, habe ich nun heute Bescheid erhalten. 

Raiffeisen hat meinen Fall an seinem Hauptsitz in St. Gallen geprüft und ist tatsächlich zum Schluss gekommen, dass meine Euro-Maestro-Karte tatsächlich einfach als CH-Karte erkannt und mit entsprechenden Wechselkursgebühren belastet wurde! 

Abhilfe hätte ich nur damit schaffen können indem ich beim Euro-Bargeldbezug beim Vorschlag der "Umrechnung" zugestimmt hätte (was ja komplett unlogisch und sinnfrei erscheint). 

Fakt ist, dass mir Raiffeisen diese Zusatzgebühren von ca. 220€ (bei einem Gesamtbargeldbezug von 1500€) nun rückvergüten wird.

Fazit: Ohne meine Hartnäckigkeit und die Tipps und die damit verbundene Bestätigung Ihrerseits, dass hier etwas nicht stimmen kann, wäre dieser Betrag jedoch wohl als Verlust abzubuchen gewesen. 

Nochmals herzlichen Dank für Ihre wertvollen Tipps, freundliche Grüsse und alles Gute! 

 
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Guten Tag 

Beim suchen nach Antworten, bin ich auf ihre Homepage gestossen und habe folgende Fragen: 

Ist es heute ganz normal, dass ich bei einem Bargeldbezug mit Travelcash im Ausland, in diesem Fall Portugal: Euro 200.- maximal pro Bezug möglich sind und dass sich in diesem Fall die Bank Santander dabei über Euro 15.- einsteckt?

Dazu kommen CHF 7.50 an Gebühren für die Swissbankers.

Gibt es günstigere Alternativen um im Ausland an Bargeld zu kommen?

Besten Dank für eine Antwort.

Freundliche Grüsse 

 
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Guten Tag 

Je nach Bankomat können leider hohe Zusatzgebühren anfallen (auch Bargeldbezug kann beschränkt sein).

Prinzipiell können also auf mindestens vier Ebenen Gebühren anfallen:
- Zusätzliche Gebühren des Bankomat-Betreibers (im Idealfall gibt es keine!).
- Wechselkurs-Kosten Ihrer Bank / Kartenherausgeberin
- Bearbeitungsgebühren für Fremdwährungen Ihrer Bank / Kartenherausgeberin
- Bargeldbezugsgebühren für Bankomaten im Ausland Ihrer Bank / Kartenherausgeberin

Im Fall von dynamischer Währungsumrechnung (DCC) können zusätzlich Gebühren von DCC-Anbietern dazukommen. Also im Ausland in der Landeswährung, nicht in CHF zahlen!

Günstigere Alternativen für Bargeldbezüge im Ausland für Ihren Fall:
- Im Allgemeine Debitkarten (Maestro) leicht günstiger.
- PostFinance Card im Rahmen des Privatkonto Plus: Keine Bargeldbezugsgebühren.
- Noch günstiger: Internationale Kartenanbieter wie Transferwise und Revolut: Kostenlose Bargeldbezüge sind allerdings beschränkt.

Beste Grüsse vom Moneyguru