Lend Investor Erfahrungen

Hier finden Sie die richtigen Antworten

Über das Moneyland-Forum

Im Forum von moneyland.ch können Sie sich jederzeit und kostenlos zu einer Vielzahl von Geldthemen austauschen und die passenden Antworten finden. Diskutieren Sie mit Forum-Nutzern und Experten aktuelle Themen in den Kategorien Banken, Börse, Versicherungen, Vorsorge, Telekom und Geld im Alltag.

Kategorien anzeigen

Bitte melden Sie sich an, um sich im Forum auszutauschen.
 
avatar
  • BenutzernameFast Trader
  • OrtSchweiz
  • Status Member
  • Registriert seit13.08.15
  • Beiträge173

Habt ihr schon Erfahrungen mit der neuen Crowd-Kreditplattform LEND gemacht? Lohnt es sich da als Investor, einzusteigen. 

Bin für Inputs dankbar... Renditen und Risiken?

 
avatar
  • BenutzernameMister Banks
  • Status Member
  • Registriert seit16.08.15
  • Beiträge178

Hab mir Lend angeschaut und die Plattform scheint mir gut gemacht. Dahinter steht die Switzerlend AG. Das Startup scheint mir aber noch etwas jung, um bereits ein definitives Urteil als Anleger abgeben zu können. 

Was man auf der Website von Lend aufgefallen ist:

  • Kreditsuchende werden eingeteilt in Risikoklassen A, B, C, D, E.
    A ist das kleinste Risiko, E das höchste. Allerdings werden die höchsten Risiken D und E anscheinend gar nicht angeboten.
  • Minimalanlage zumindest bei den neuen paar Projekten, die angezeigt werden, schwanken in der Regel so zwischen 1000 und 4000 Franken.
  • Laufzeiten zwischen 24 und 60 Monate, also relativ lange. Kann wahrscheinlich aber je nach Kredit unterschiedlich sein.
  • Die Kredite an die Kreditsuchenden schwanken bei den jüngsten Projekten zwischen 20000 und 80000 Franken, also relativ hohe Beträge.
  • Mit Klick auf den Kredit erfährt man weitere Infos über den Kreditnehmer, inkl. ZEK-Eintrag, Intrum etc. Gut und transparent gemacht yes
  • Zinsen schwanken bei den letzten Krediten zwischen 5% und 9%, was ok ist für den Schweiz Markt (der günstigste Kredit der Migros Bank hat 5.9%). Dazu kommen aber noch Versicherungskosten, die obligatorisch sind, wenn ich das richtig gesehen habe.
  • Rendite abzüglich Lend-Gebühren = voraussichtliche Rendite für Anleger, häufig um 4 bis 6 Prozent, was hoch ist, wenn die Renditen dann auch eintreffen. 
  • Denn: der Anleger kann sein Geld verlieren, wenn der Kredit nicht zurückbezahlt wird. Bis zum Totalausfall.
  • Gemäss Lend erhält der Anleger nicht erst nach Ablauf der Kreditlaufzeit sein Geld (plus Renditen), sondern laufend in Raten.

Fazit meinerseits: Schlussendlich wird es für Lend darauf ankommen, dass die angegebenen Renditen stimmen und die Ausfallquoten niedrig bleiben. Dann kommen dann auch die Investoren... Wenn es am Anfang aber Ausfälle gibt, wird die grosse Masse an Investoren wohl wegbleiben.

 
avatar
  • BenutzernameEconomist
  • Status Member
  • Registriert seit28.03.18
  • Beiträge1

Bevor man bei Lend.ch einsteigt, macht es meines Erachtens sinn die ganze Kosten- bzw. Ertragsstruktur etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich finde die effektive Rendite, welche am Ende übrig bleibt im Verhältnis zum Risiko zu gering. Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung:

Investition: CHF 5‘000 für zwei Jahre in die höchste Ratingklasse (A) zu einem Zins von 3.5%

Gebühren: Die Gebühren entsprechen 1% der Anfangsinvestition und dies über die ganze Laufzeit. Folglich ergeben sich CHF 50 pro Jahr (5‘000*1%) bzw. CHF 100 total.

Zinsertrag: Im Gegensatz zu den Gebühren berechnet sich der Zinsertrag am ausstehenden Kreditbetrag. Da monatlich ein Teil des Kredites amortisiert wird, sinkt folglich die Ertragsbasis. Für das beschriebene Beispiel ergibt sich über die gesamte Laufzeit ein Ertrag von ca. CHF 182. (Durchschnittlich investierter Kredit mit linear Amortisation über 24 Monate = 2604) à 2604*3.5%*2

Am Ende resultiert netto ein Ertrag von CHF 82. Von den 3.5% Zinsen gehen also rund 55% für die Gebühren drauf. Es bleibt eine effektive Rendite von 1.57% auf den durchschnittlich investierten Kreditbetrag. Dabei gilt zu beachten, dass der Kreditgeber das gesamte Verlustrisiko trägt.

Für mich ist fraglich, wieso der Investor nebst dem Risiko auch noch die Gebühren tragen muss. Insbesondere in einem Umfeld mit steigenden Zinsen und zunehmenden alternativen Anlagemöglichkeiten sollte Lend.ch seine Gebührenpolitik überdenken.

 
avatar
  • BenutzernameZXY
  • Status Member
  • Registriert seit06.02.19
  • Beiträge4

Bekommt man als Investor vom Lend.ch einen Steuerausweis und wenn ja, dann wie viel kostet er?

 
avatar
  • Benutzernameharold
  • Status Member
  • Registriert seit24.01.17
  • Beiträge61

Ja, die jährlichen Steuerauszüge sind für alle Lend-Kunden kostenlos.