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Budgetplanung: 10 praktische Tipps

Wie planen Sie Ihr Haushaltsbudget richtig? Lesen Sie jetzt die 10 Tipps der Moneyland-Redaktion.

Im Durchschnitt haben Schweizerinnen und Schweizer gemäss Bundesamt für Statistik pro Haushalt ein Brutto-Einkommen von rund 10'000 Franken pro Monat (Erhebung von 2012).

Schweizer Haushalte: Ausgaben

Wohnen und Energie kosten einen Schweizer Haushalt durchschnittlich 1’780 Franken monatlich, Steuern rund 1'235 Franken, Freizeitausgaben rund 1'190 Franken, Sozialversicherungsbeiträge 985 Franken, Verkehrsausgaben rund 810 Franken, Lebensmittel 750 Franken, Bekleidung und Schuhe 235 Franken, Telefonie und Post ungefähr 180 Franken.

Die Krankenkassen-Grundversicherung schlägt mit durchschnittlich rund 560 Franken zu Buche. Die übrigen Versicherungsgebühren betragen ungefähr 350 Franken pro Monat und Haushalt.

Schweizer Haushalte: so viel bleibt übrig

Übrig bleiben dem durchschnittlichen Haushalt rund 1’320 Franken pro Monat, das sind immerhin fast 16'000 Franken pro Jahr, die im Idealfall zum Sparen verwendet werden können.

Um den Sparbetrag zu optimieren, ist eine richtige Budgetplanung hilfreich. Beim Wort Budgetplanung rümpfen viele die Nase. Das klingt nach viel Arbeit! Muss aber nicht sein, wenn Sie ein paar einfache Tipps beachten.

Tipp 1: Teilen Sie Ihr Budget in Kostengruppen auf

Die Haushaltsbudget-Rechnung wird in der Regel vereinfachend in Fixkosten, laufende Kosten und gelegentliche Ausgaben eingeteilt. Das erlaubt eine bessere Übersicht.

Fixkosten sind Ausgaben, die zwingend immer wieder anfallen. Dazu gehören Steuern, Miete, Versicherungsprämien, Wohnkosten oder Telefonrechnungen.

Laufende Kosten sind Ausgaben im Alltag, die ebenfalls wiederkehrend anfallen, allerdings einen grösseren Spielraum als Fixkosten erlauben. Beispiele sind Kosten für Lebensmittel, Transport- oder Hygieneprodukte. Man kann zwar nicht mehr nichts essen, aber wenn nötig andere Lebensmittel kaufen, um Kosten zu sparen.

Schliesslich gibt es die Kategorie der gelegentlichen Ausgaben, die nicht unbedingt nötig sind und stark variieren können. Beispiele können Ausgaben für Freizeit, Ferien oder Einrichtungsgegenstände sein.

Tipp 2: Führen Sie Buch oder nutzen Sie Tools

Wenn Sie mehr aus Ihrem Geld machen möchten, ist es wichtig, stets einen guten Überblick über die eigenen finanziellen Informationen zu behalten.

Neue Banken-Tools ermöglichen es, stets eine automatische Übersicht über Ihr Budget zu wahren. Solche so genannten «Personal Financial Management Tools» werden von immer mehr Schweizer Banken wie beispielsweise PostFinance und UBS angeboten. Eine Übersicht lässt sich aber auch mit einer einfachen Excel-Tabelle erstellen.

Tipp 3: Setzen Sie sich Ziele

Realistische Sparziele sind hilfreich und motivierend. Ihr Ziel sollte nicht zu weit in der Zukunft liegen, um die Motivation aufrecht zu erhalten. Als Grundlage dient Ihr Haushaltsbudget. Was Sie jeden Monat planmässig auf die Seite legen können, summiert sich im definierten Zeitraum zum Sparziel.

Tipp 4: Optimieren Sie die gelegentlichen Ausgaben

Wenn Sie sparen müssen oder möchten, optimieren Sie zuerst Ihre laufenden und gelegentlichen Ausgaben. Im Notfall verzichten Sie auf alle Ausgaben, die Sie nicht unbedingt tätigen müssen.

Tipp 5: Optimieren Sie Ihre Fixkosten

Fixkosten haben zwar einen zwingenden Charakter. Trotzdem können Sie auch Fixkosten markant reduzieren, indem Sie zum Beispiel eine günstigere Wohnung mieten. Noch viel einfacher und ein Must-Have: Wechseln Sie zu einer günstigeren Krankenkasse und optimieren Sie Ihre Versicherungskosten.

Tipp 6: Achtung Wohnkosten

Rechnen Sie Ihre fixen Wohnkosten (inklusive Strom und Miete) zusammen. Diese sollten einen Drittel Ihres Netto-Einkommens nicht überschreiten, so die Faustregel.

Tipp 7: Senken Sie Ihre Versicherungsprämien

Vergleichen Sie nicht nur Ihre Krankenkassenprämien regelmässig. Überprüfen Sie jede Ihrer Versicherungen und fragen Sie sich, welche wirklich nötig ist. Wählen Sie für die notwendigen Versicherungen die jeweils günstigsten Anbieter. Vermeiden Sie Mehrfachversicherungen.

Tipp 8: Senken Sie Ihre Bankkosten

Auch Bankgebühren können ins Geld gehen. Vergleichen Sie regelmässig Ihre Bankprodukte und wählen Sie die für Sie besten Anbieter.

Tipp 9: Optimieren Sie Ihre Ersparnisse

Legen Sie das Geld zur Erreichung des Sparziels möglichst optimal an. Dafür kommen zum Beispiel Sparkonten oder Säule-3a-Konten in Frage. Vergleichen Sie die Zinssätze, bevor Sie sich für eine Bank entscheiden.

Tipp 10: Achtung vor Krediten

Nehmen Sie nur im dringenden Notfall einen Privatkredit auf. Schulden sind teuer: Anbieter verlangen je nach Bonität des Kreditnehmers bis zu 10 Prozent effektive Zinsen pro Jahr. Vergleichen Sie die unterschiedlichen Zinsangebote der Kreditgeber im Voraus und entscheiden Sie sich für den günstigsten Anbieter.

Ihre Moneyland-Redaktion

Weiterführende Informationen:
Schweizer Versicherungsvergleiche
Krankenkassen-Vergleich
Zusatzversicherung-Vergleich
Welche Versicherungen sind nötig?
Vergleiche der Bankkonten und Karten

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