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Daniel Gutenberg: «Kryptowährungen stehen erst am Anfang»

Investor Daniel Gutenberg gibt im Interview Auskunft zu Kryptowährungen und der anstehen Crypto Finance Conference, die er mitgegründet hat.

Daniel Gutenberg ist ein erfolgreicher Schweizer Internet-Investor und Mitgründer der Crypto Finance Conference.

Was erwartet die Teilnehmer an der Crypto Finance Conference?

Daniel Gutenberg: Die Teilnehmer werden während zweieinhalb Tagen in den Genuss von interessanten Vorträgen und spannenden Begegnungen mit Koryphäen aus der Kryptoszene kommen. Die Konferenz eignet sich auch, um sich auf den neuesten Stand von Kryptotechnologien zu bringen.

An wen richtet sich die Konferenz?

Die Konferenz richtet sich an private und institutionelle Investoren, die an der neuen Anlageklasse der Kryptowährungen interessiert sind. Die Konferenz ist von acht Schweizer Unternehmern ins Leben gerufen.

Weshalb haben Sie die Crypto Finance Conference gegründet?

Ich kann da nur für mich selber sprechen: Ich mache mit, weil ich mich in meinem Bekanntenkreis seit Jahren für Kryptotechnologien stark mache und deswegen auch oft um Auskunft gebeten werde. Die Konferenz ist ein geeignetes Instrument, um ein grösseres Publikum breitgefächert zu informieren.

Weshalb findet die Konferenz gerade in der Schweiz statt?

Die Schweiz ist die neue «Crypto Capital of the World». In der Schweiz sitzen die meisten Kryptofirmen. Hier haben weltweit die meisten ICOs stattgefunden.

Viele Wirtschaftsfachleute sind der Meinung, dass Bitcoin ein Hype ist. Sind Sie anderer Meinung?

Das bin ich allerdings. Viele Wirtschaftsleute dachten damals auch, dass das Internet nur ein Trend von kurzer Lebensdauer ist. Auf der Blockchain basierende digitale Währungen stehen erst am Anfang und werden in den nächsten Jahrzehnten noch markant an Bedeutung gewinnen.

Welches sind neben Bitcoin die interessantesten Innovationen im Bereich der Kryptowährungen?

Neben Bitcoin gibt es noch mindestens drei bis vier weitere Kryptowährungen wie Ethereum und ADA, die mir gut gefallen. Ich bin aber der Überzeugung, dass es einige Kryptowährungen, die in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden, noch gar nicht gibt. Auch Google ist relativ spät ins Internet-Geschäft eingestiegen und hat dann aber rasch den Platzhirsch AltaVista verdrängt.

Müssen Banken Angst vor Kryptowährungen haben?

Banken müssen sehr wohl Angst haben. Viele Dienstleistungen, die heute von Banken erbracht werden, sind in Zukunft überflüssig. Banken werden sich drastisch neu erfinden müssen. Leider werden das nicht alle schaffen. 

Welchen Einfluss haben Kryptowährungen auf unseren Alltag?

Kryptowährungen werden unseren Alltag im Allgemeinen nicht gross verändern. Im Zahlungsverkehr allerdings wird zukünftig alles viel einfacher und schneller vonstatten gehen.

Wo sehen Sie Bitcoin und andere Kryptowährungen in fünf bis zehn Jahren?

Ich glaube, das ist die falsche Frage. Die echte Blockchain-Revolution wird nicht bei den Währungen stattfinden, sondern in anderen Bereichen. Ich würde natürlich auch gerne wissen, welche Bereiche das sein werden – das weiss heute noch niemand.

Die Crypto Finance Conference findet am 17. bis 19. Januar 2018 in St. Moritz statt. Es handelt sich um die weltweit grösste Investoren-Konferenz zum Thema Kryptowährungen und Blockchain-Anlagen. Weitere Informationen zur Crypto Finance Conference finden Sie hier.

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