Dem jüngsten Kurseinsturz zum Trotz waren Gold und Silber in diesem Jahrtausend eine sehr renditestarke Anlage. Eine Analyse des unabhängigen Online-Vergleichsdienstes moneyland.ch zeigt, dass die beiden Edelmetalle für Schweizer Anlegerinnen und Anleger in den letzten fünf und 25 Jahren sogar bekannte Aktienindizes hinter sich gelassen haben.
Bei der Analyse hat moneyland.ch die Performances von Gold, Silber, Platin und Palladium mit der Gesamtrendite der Aktienindizes S&P 500, DAX, CAC 40 und MSCI World verglichen. Des Weiteren wurden auch die durchschnittlichen Zinssätze von Schweizer Sparkonten und die Gesamtrendite des Schweizer Obligationen-Indizes SBI AAA-BBB berücksichtigt.
25 Jahre: Silber bringt die höchsten Renditen
Silber erzielte über die 25-jährige Anlagezeit die beste Performance: Der Silberpreis stieg zwischen Ende 2000 und Ende 2025 um über 660 Prozent, umgerechnet in Schweizer Franken. Gold belegt mit einem Wachstum von über 644 Prozent den zweiten Platz. Der S&P 500, einer der führenden US-Aktienindizes, liegt mit einem Wachstum von über 488 Prozent für Schweizer Anlegerinnen und Anleger weit abgeschlagen auf Platz drei.
«Hätten Sie zum Jahresende 2000 jeweils 1000 Franken in Silber, Gold und den S&P 500 investiert, hätten Ihre Investitionen Ende 2025 einen Wert von rund 7608, 7443 respektive 5884 Franken gehabt», sagt Daniel Dreier, Redaktor beim Online-Vergleichsdienst moneyland.ch.
15 Jahre: Aktien führen mittelfristig
Anders sieht es in den letzten 15 Jahren aus: Hier schnitten Aktien im Zeitraum von Ende 2010 bis Ende 2025 am besten ab. Der S&P 500 legte aus Sicht von Anlegerinnen und Anlegern aus der Schweiz in diesem Zeitraum um 781 Prozent zu. Der globale Aktienindex MSCI World wuchs um über 337 Prozent und belegt damit den zweiten Platz. Auch die Schweizer Aktienindizes erzielten in diesem Zeitraum eine ansehnliche Performance: Der SPI legte um rund 249 Prozent zu, der SMI um rund 240 Prozent.
Eine Investition von jeweils 1000 Franken in den S&P 500, den MSCI World und den SPI zum Jahresende 2010 wäre bis Ende 2025 auf 8817 Franken, 4377 Franken respektive 3494 Franken angewachsen. Hätten Sie denselben Betrag in Gold und Silber investiert, hätten Sie am Ende mit 2313 Franken (Gold) und 2160 Franken (Silber) deutlich geringere Erträge erzielt.
Zehn Jahre: US-Aktien, Gold und Silber liegen vorne
Unter den analysierten Anlagen hat lediglich der US-Aktienmarkt zwischen Ende 2015 und Ende 2025 für Schweizer Anlegerinnen und Anleger besser abgeschnitten als Silber und Gold. Der S&P 500 wuchs zwischen 2016 und 2025 um rund 354 Prozent. Silber liegt mit rund 245 Prozent an zweiter Stelle. Gold belegt für diesem Zeitraum mit rund 189 Prozent den dritten Platz.
Hätten Sie Ende 2015 jeweils 1000 Franken in den S&P 500, Silber und Gold investiert und diese Anlagen bis Ende 2025 gehalten, hätten Sie am Ende rund 4546 Franken (S&P 500), 3453 Franken (Silber) und 2895 Franken (Gold) erzielt.
Fünf Jahre: Silber erzielte kurzfristig die höchsten Renditen
Silber belegt mit einem Kursgewinn von mehr als 170 Prozent auch den ersten Platz für den Fünfjahreszeitraum zwischen Ende 2020 und Ende 2025. Es folgt der S&P 500, der im gleichen Zeitraum um über 153 Prozent zulegte. Gold liegt mit einer Rendite von 105 Prozent an dritter Stelle.
Hätten Sie Ende 2020 jeweils 1000 Franken in jedes dieser Anlageinstrumente investiert, wäre Ihr Geld bis Ende 2025 – also nur 5 Jahre später – auf rund 2709 Franken (Silber), 2534 Franken (S&P 500) und 2057 Franken (Gold) angewachsen.
Schweizer Sparkonten und Schweizer Obligationen erzielen die niedrigsten Renditen
Wenig überraschend ist, dass Schweizer Sparkonten durchschnittlich in allen bis auf einen der analysierten Zeiträume die schlechteste Performance erzielten. Das durchschnittliche Schweizer Sparkonto erzielte für den gesamten Zeitraum zwischen Ende 2000 und Ende 2025 nur 8.48 Prozent Zinsen.
Die Renditen sind für die Laufzeit von 15 Jahren (2.25 Prozent), die Laufzeit von zehn Jahren (1.48 Prozent) und die Laufzeit von fünf Jahren (1.29 Prozent) noch niedriger.
Lediglich in den vergangenen fünf Jahren erzielten Schweizer Sparkonten nicht die schlechteste Performance. Diese zweifelhafte Ehre wird dem SBI AAA-BBB zuteil: Zwischen Ende 2020 und Ende 2025 wuchs dieser Schweizer Obligationen-Index um nur 0.67 Prozent, verglichen mit einer Rendite von 1.29 Prozent eines durchschnittlichen Schweizer Sparkontos.
«Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass bei manchen Schweizer Banken die Zinssätze weit über dem Durchschnitt liegen», erklärt Daniel Dreier. «Kundinnen und Kunden können ihre Zinserträge optimieren, indem sie die Sparkonten mit den höchsten Zinssätzen nutzen. Mit dem interaktiven Sparkonto-Vergleich auf moneyland.ch ist stets ein aktueller Vergleich möglich.»
Sparkonten unterscheiden sich von anderen Anlageinstrumenten dadurch, dass der Nominalwert Ihres Vermögens im Laufe der Zeit nicht schwankt. Das ist vorteilhaft, wenn Stabilität und Liquidität gefragt sind – beispielsweise für einen Notgroschen oder um temporär Vermögen zu parkieren. Da die Zinssätze jedoch in der Regel niedrig sind, kann die reale Rendite unter Berücksichtigung der Inflation negativ sein.
Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Renditen
Die Analyse von moneyland.ch zeigt nur, wie rentabel verschiedene Anlageinstrumente in der Vergangenheit waren. Wichtig: Die Performance in der Vergangenheit ist kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Es ist nicht möglich, die künftige Entwicklung der Märkte vorherzusagen.
Auch der für einen Vergleich herangezogene Zeitraum spielt eine Rolle.
Methodik
moneyland.ch hat die Performance in Schweizer Franken für vier verschiedene Anlagezeiträume berechnet:
- Die letzten fünf Jahre (vom Schluss des letzten Handelstages im Jahr 2020 bis zum Schluss des letzten Handelstages im Jahr 2025).
- Die letzten zehn Jahre (vom Schluss des letzten Handelstages im Jahr 2015 bis zum Schluss des letzten Handelstages im Jahr 2025).
- Die letzten 15 Jahre (vom Schluss des letzten Handelstages im Jahr 2010 bis zum Schluss des letzten Handelstages im Jahr 2025).
- Die letzten 25 Jahre (vom Schluss des letzten Handelstages im Jahr 2000 bis zum Schluss des letzten Handelstages im Jahr 2025).
Für die Berechnungen wurden folgende Grundlagen verwendet:
Aktien- und Obligationen-Indizes: Für die Berechnung der Performance von Aktien- und Obligationen-Indizes hat moneyland.ch jeweils die Version als Performance-Index (Total Return) herangezogen, die Dividenden berücksichtigt. Die Berechnung der jährlichen Performance in der Basiswährung des Index erfolgte auf der Grundlage des Schlusskurses des Index am letzten Handelstag jedes Jahres. Die Werte für jedes Jahr wurden anschliessend anhand des Schlusskurses am letzten Handelstag jedes Jahres von der Indexwährung in Schweizer Franken umgerechnet. Die Performance wird auf Basis der umgerechneten Preise in Schweizer Franken berechnet. Der Obligationen-Index SBI AAA-BBB ist nur in den Vergleichszeiträumen über fünf, zehn und 15 Jahre enthalten.
Bei den Berechnungen werden mögliche Investitionskosten Dritter wie Transaktionsgebühren, Depotgebühren, Vermögensverwaltungsgebühren oder laufende Produktkosten (TER) nicht berücksichtigt.
Edelmetalle: Die Berechnungen der Performances von Gold, Silber, Platin und Palladium basieren auf dem LBMA-Schlusskurs in US-Dollar am letzten Handelstag jedes Jahres. Die US-Dollar-Preise wurden anhand des Wechselkurses am letzten Handelstag jedes Jahres in Schweizer Franken umgerechnet. Die Performance wurde auf Basis der umgerechneten Preise in Schweizer Franken berechnet.
Allfällige Kosten von Drittparteien wie Lagerkosten, Transaktionsgebühren, Depotgebühren, laufende Produktkosten (TER), Vermögensverwaltungsgebühren, Gebühren für Edelmetallkonten oder Händleraufschläge und -abschläge auf den Kassakurs.
Schweizer Sparkonten: Die Berechnungen basieren auf dem Durchschnitt aller jährlichen Zinssätze für Sparkonten bei Schweizer Banken, wie sie von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) berechnet werden.
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