krankenkasse-praemien-2026
News: Versicherungen

Krankenkassenprämien 2026: Deutliche Unterschiede und hohes Sparpotenzial

23. September 2025 - Ralf Beyeler

Die Krankenkassenprämien für 2026 sind bekannt. Eine Analyse von moneyland.ch zeigt: Je nach Wohnort und Krankenkasse gibt es grosse Unterschiede. Trotz der Erhöhungen bestehen für Versicherte erhebliche Sparmöglichkeiten.

Die Krankenkassenprämien steigen 2026 um durchschnittlich 4.4 Prozent. Das gab Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider heute an einer Medienkonferenz in Bern bekannt. Am stärksten sind die Preiserhöhungen in den Kantonen Tessin (7.1 Prozent), Wallis (5.9 Prozent) und Appenzell Innerrhoden (5.7 Prozent). Im Kanton Zug reduzieren sich die Krankenkassenprämien hingegen um 14.7 Prozent. Grund für diese deutliche Prämiensenkung ist, dass sich der Kanton Zug in den Jahren 2026 und 2027 sehr stark an den Spitalkosten beteiligen wird. 

Der unabhängige Vergleichsdienst moneyland.ch hat die Prämien bereits analysiert. Die Auswertung zeigt: Je nach Wohnort und Krankenkasse unterscheiden sich die Kosten massiv. Eine wichtige Erkenntnis ist: Trotz des allgemeinen Anstiegs können Versicherte sparen, indem sie die Krankenkasse wechseln. 

Trotz steigender Prämien sind oft Einsparungen möglich

«Mit einem Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse oder zu einem Sparmodell bei der gleichen Kasse können viele Versicherte ihre Ausgaben reduzieren: Wer das richtige Produkt wählt, kann trotz der Prämienerhöhung Geld sparen», erklärt Geld-Experte Ralf Beyeler von moneyland.ch. «Damit haben es die Konsumentinnen und Konsumenten selbst in der Hand», ergänzt Ralf Beyeler.

 

Übrigens: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind meistens über ihren Arbeitgeber unfallversichert. In diesem Fall ist es sinnvoll, bei der Krankenkasse den Ausschluss aus der Unfallversicherung zu beantragen. Dies spart Prämien und vermeidet eine Doppelversicherung.

Wo hoch ist die Prämie an meinem Wohnort?

Die Krankenkassenprämien unterscheiden sich in der Schweiz je nach Wohnort. Die Schweiz ist dafür in 42 Prämienregionen eingeteilt. Jede Region umfasst entweder einen ganzen Kanton oder Teile eines Kantons.

Die folgende Karte zeigt für alle Schweizer Gemeinden die Krankenkassenprämie der günstigsten Krankenkasse mit einer 300er-Franchise an. Eine 300er-Franchise ist finanziell sinnvoll für Personen mit jährlichen Behandlungskosten ab etwa 1800 bis 1900 Franken. 

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen sind gewaltig: Am teuersten ist die jeweils günstigste Krankenversicherung in Genf (562 Franken) und in Lugano (554.70 Franken). Am günstigsten sind die Prämien im Kanton Zug (317.30 Franken), im Kanton Appenzell Innerrhoden (335.20 Franken) und im Kanton Uri (357.80 Franken). Damit ist die günstigste Krankenkassenprämie in Genf über 77 Prozent teurer als in Zug.

Auch bei den Krankenkassenprämien mit einer 2500er-Franchise gibt es zwischen den verschiedenen Regionen grosse Unterschiede. Am günstigsten ist die Prämie der günstigsten Krankenkasse im Kanton Zug (196 Franken), am teuersten in Lugano (449.90 Franken). Das ist ein Unterschied von 253.90 Franken beziehungsweise knapp 130 Prozent.

 

Grosse Unterschiede zwischen den verschiedenen Krankenkassen

Wie in der Vergangenheit unterscheiden sich die Prämien je nach Krankenkasse deutlich. moneyland.ch hat für die zehn grössten Schweizer Städte eine Analyse mit der günstigsten Prämie und der teuersten Prämie erstellt. Ausgangslage war die Grundversicherung für Erwachsene Personen mit einer Franchise von 300 Franken. Es wurden für die Analyse alle Modelle berücksichtigt. 

Die Analyse zeigt deutlich, dass in jeder dieser zehn Städte grosse Preisunterschiede bestehen. In Genf ist die Bandbreite besonders hoch: Die günstigste Krankenkasse kostet monatlich 562 Franken, die teuerste hingegen 868.10 Franken. Damit beträgt das Sparpotenzial dort 306.10 Franken. Oder anders gesagt: Die teuerste Krankenkasse ist 306.10 Franken teurer pro Monat als die günstigste Krankenkasse – pro Jahr gar 3673.20 Franken. In Winterthur beträgt der Unterschied zwischen der günstigsten und der teuersten Kasse dagegen «nur» 154.90 Franken pro Monat. Das sind pro Jahr 1858.80 Franken.

 

Weitere Informationen:
Schweizer Krankenkassen-Vergleich

Experte Ralf Beyeler
Ralf Beyeler ist Telekom- und Geld-Experte bei moneyland.ch.