Mehrwertsteuer (MWST)

Die Mehrwertsteuer (MWST) ist aus der Warenumsatzsteuer entstanden. In der Schweiz wurde die Warenumsatzsteuer (WUST) 1959 eingeführt. Die MWST ersetzte die WUST fast 40 Jahre später am 1. Januar 1995. Heute ist die Mehrwertsteuer die wichtigste Einnahmequelle des Bundes. 2014 betrugen die Schweizer Staatseinnahmen durch die Mehrwertsteuer stolze 22.6 Milliarden Franken.

Im Unterschied zu einer reinen Umsatzsteuer wird die Mehrwertsteuer im Endeffekt nicht auf den ganzen Umsatz, sondern nur auf den «Mehrwert» erhoben. Das besteuerte Unternehmen kann also die Mehrwertsteuer der bezogenen Leistungen von anderen Firmen (die so genannte Vorsteuer) abziehen. Man spricht im Steuerjargon von einem so genannten «Netto-Allphasensystem mit Vorsteuerabzug».

Der übliche Schweizer Mehrwertsteuer-Satz betrug von 2011 bis Ende 2017 8%. Ab 1. Januar 2018 beträgt der Satz 7.7%.

In der Schweiz gibt es aber eine Reihe von Leistungen, die nicht oder nur beschränkt von der Mehrwertsteuer betroffen sind. Dazu gehören Services in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Immobilien und Kultur.

Grundsätzlich müssen in der Schweiz Firmen mit einem Umsatz von weniger als 100'000 Franken pro Jahr keine MWST zahlen. Auch Firmen, die zwar noch keinen entsprechenden Umsatz haben, aber einen solchen erwarten, sollten sich für die MWST anmelden.

Als spezielle Variante neben der herkömmlichen MWST-Variante gibt es für KMU mit einem Umsatz von maximal 5.02 Millionen Franken die freiwillige Möglichkeit, die MWST als Pauschal- oder Saldo-Steuer zu entrichten. Dabei wird der gesamte Umsatz zu einem tieferen Pauschalsatz besteuert. Dieser spezielle Saldosteuersatz variiert je nach Tätigkeit des Unternehmens. Vorteile einer solchen Pauschalbesteuerung liegen unter anderem in der Einfachheit und geringeren Administrationaufwänden.

Bei Bankdienstleistungen sind beispielsweise Depotgebühren von Wertschriften-Konten mehrwertsteuerpflichtig.

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