Wenn Sie sich nicht selbst um Ihre Geldanlage kümmern möchten, ist eine Vermögensverwaltung eine geeignete Alternative. Dabei legen Sie die Geschicke in die Hände eines Vermögensverwalters, der im Einklang mit Ihrem Risikoprofil Entscheidungen über Ihre Anlagen trifft.
Doch auch eine Vermögensverwaltung ist nicht risikofrei. Werteinbussen sind auch bei der Vermögensverwaltung zu jedem Zeitpunkt möglich – und als Kundin oder Kunde tragen Sie das volle Verlustrisiko für Ihr Geld. Da Sie Ihrer Vermögensverwaltung eine Vollmacht über Ihr Geld erteilen, ist es sehr wichtig, einen vertrauenswürdigen Anbieter zu wählen. Tipp: Der Vermögensverwaltungs-Vergleich von moneyland.ch berücksichtigt nur von der Finma zugelassene Anbieter.
In diesem Ratgeber schildert Ihnen moneyland.ch die verschiedenen Risiken, die Sie bei der Vermögensverwaltung im Hinterkopf bewahren sollen.
Marktrisiken
Niemand kann die Entwicklungen an den Märkten mit Gewissheit voraussagen – auch professionelle Vermögensverwaltungen nicht. Wer sein Geld Vermögensverwaltern anvertraut, unterliegt daher grundsätzlich denselben Verlustrisiken wie bei der Eigenanlage.
Erwähnenswert ist, dass sich die Märkte im Rahmen von makroökonomischen Bewegungen auch weltweit im Rahmen von komplexen, kaum vorhersehbaren Wechselwirkungen gegenseitig beeinflussen. Dies ist auch für Fachpersonen nur schwerlich zu überblicken.
Operative Risiken
Zwar handelt es sich bei Vermögensverwaltern in aller Regel um erfahrene Fachleute, die profunde Kenntnisse über die Finanzwelt aufweisen. Aber: Auch den Expertinnen und Experten können Fehler unterlaufen.
Nie ausgeschlossen sind Fehleinschätzungen des Marktes und die Auswahl des falschen Finanzproduktes. Möglicherweise trifft die Vermögensverwaltung Entscheidungen, die im Widerspruch zu Ihrer Anlagestrategie oder Ihrem Risikoprofil stehen.
Zu erwähnen sind zudem formale Fehler, etwa unvollständige oder fehlerhafte Auftragserteilungen an den Vermögensverwalter oder an die Bank.
Hohe Kosten und Gebühren
Bei einer Vermögensverwaltung fallen verschiedene Kosten und Gebühren an – und viele davon hängen vom gewählten Anbieter ab. Dazu gehören zum Beispiel Pauschalgebühren und laufende Kosten der gewählten Anlageprodukte (TER). Passive Fonds wie Indexfonds und die meisten ETF sind in der Regel günstiger als aktiv verwaltete Produkte.
Hohe Kosten schmälern die Rendite. Selbst wenn die gewählte Anlagestrategie grundsätzlich von Erfolg gekrönt ist, können die Gebühren des Dienstleisters einen erheblichen Teil der Rendite wieder zunichtemachen. Es ist deshalb sinnvoll, die verschiedenen Vermögensverwalter vorab zu vergleichen. Dabei sollten Sie auch digitale Robo-Advisors berücksichtigen, da diese in der Regel mit günstigeren Konditionen aufwarten.
Interessenkonflikte
Nicht alle Vermögensverwaltungen haben ausschliesslich Ihre besten Interessen im Sinn. Es kann passieren, dass der Anbieter nicht unbedingt das am besten geeignete Anlageprodukt für Ihre Strategie auswählt – sondern jenes, das ihm einen höheren Gewinn abwirft.
Dabei sind häufig sogenannte Retrozessionen im Spiel. Dabei handelt es sich um Provisionen, welche der Vermögensverwalter von einer Drittpartei erhält, zum Beispiel von einem Fondsanbieter.
Um Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Retrozessionen zu vermeiden, ist es ratsam, die Anbieter vorab zu prüfen. Sie sollten im besten Fall nur Dienstleister in Erwägung ziehen, die entweder nur retrozessionsfreie Produkte verwenden oder aber Ihnen die Retrozessionen auszahlen. Sofern Sie als Kundin oder Kunde nicht ausdrücklich darauf verzichten, müssen Vermögensverwalter erhaltene Retrozessionen an Sie auszahlen.
Emittentenrisiko
Mit dem Begriff «Emittentenrisiko» ist das Risiko gemeint, dass sich die Bonität eines Schuldners verschlechtert oder er sogar zahlungsunfähig wird. Im schlimmsten Fall können Sie einen Totalverlust erleiden. Ob Sie ein Emittentenrisiko eingehen, hängt davon ab, in welche Anlageprodukte Ihre Vermögensverwaltung investiert.
Bei Obligationen (Anleihen) beispielsweise kann der Kurs aufgrund einer Verschlechterung der Bonität der Gegenpartei sinken. Im Fall einer Zahlungsunfähigkeit ist die Obligation nichts mehr wert.
Auch im Fall von strukturierten Produkten wie Tracker-Zertifikaten gehen Sie ein Emittentenrisiko ein. Denn bei strukturierten Produkten handelt es sich lediglich um Schuldverschreibungen.
Marktliquiditätsrisiken
Nicht alle Vermögenswerte lassen sich gleich einfach und schnell verkaufen. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie in Eigenregie oder mithilfe eines Vermögensverwalters investiert sind. Vor allem alternative Anlagen, Immobilien oder Private-Equity-Investitionen können vergleichsweise illiquide sein. Dies betrifft beispielsweise Sach- und Liebhaberwerte.
Im Bedarfsfall kann es daher schwierig sein, die entsprechenden Werte rechtzeitig zu verkaufen. Ein solcher Fall ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch zu finanziellen Einbussen führen – weil Sie etwa den optimalen Verkaufszeitpunkt verpassen.
Währungsrisiken
Wenn Ihr Vermögensverwalter in Vermögenswerte in Fremdwährungen investiert, unterliegen Sie Fremdwährungsrisiken (auch Wechselkursrisiken genannt). Verlieren die entsprechenden Währungen gegenüber dem Schweizer Franken an Wert, hat dies negative Auswirkungen auf den Wert Ihrer Anlagen.
Hinweis: Der Artikel ist keine Anlageberatung und dient lediglich der Information. Angaben ohne Gewähr.
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