Risiken in der Vermögensverwaltung

Im Rahmen einer Vermögensanlage gibt es eine Reihe von Risiken. Der vorliegende Beitrag beschreibt die wichtigsten Anlagerisiken.

Eine Vermögensverwaltung ist nicht risikofrei. Anbei finden Sie die wichtigsten Anlagerisiken im Überblick:

Operative Risiken

Wo Menschen sind, passieren Fehler. Dem Anleger können eine Reihe von Missgeschicken unterlaufen. Zu erwähnen sind etwa unvollständige oder fehlerhafte Auftragserteilungen an den Vermögensverwalter oder an die Bank. Folgenschwer kann es auch sein, wenn ein Schreiben, eine E-Mail oder ein Fax den Adressaten zu spät erreicht. Auch hier gilt: Zeit ist Geld. Der falsche Zeitpunkt für einen Kauf oder Verkauf kann über ein Vermögen entscheiden.

Marktrisiken

Marktpreise können sich jederzeit verändern. Die Schwierigkeit besteht darin, solche Veränderungen vorauszusagen, was für grössere Märkte allen Behauptungen zum Trotz oft nicht möglich ist. Kommt hinzu, dass sich die Märkte im Rahmen von makroökonomischen Bewegungen auch weltweit im Rahmen von komplexen, kaum vorhersehbaren Wechselwirkungen gegenseitig beeinflussen. Grundsätzlich lassen sich Marktrisiken einteilen in Zinsrisiken, Wechselkurs- oder Währungsrisiken, Rohstoffrisiken, Aktienkursrisiken und erhöhte Risiken bei alternativen Anlagen, strukturierten Produkten und Derivaten.

Länderrisiken

Je nach Definition sind Länderrisiken Bestandteil von Marktrisiken. Die politische und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes beeinflusst die entsprechenden länderspezifischen Märkte, in die ein Anleger mit Aktien, Indexfonds oder anderweitigen Finanzinstrumenten investiert sein kann.

Besonders riskant sind Investitionen in hochgradig instabile Staaten. Zu den Länderrisiken gehören auch Transferrisiken: Es besteht das Risiko, dass vertraglich vereinbarte Wertpapiere oder Zahlungen aufgrund gesetzlicher Restriktionen nicht ins Land des Anlegers überführt werden können.

Kredit- und Gegenparteirisiken

Gegenparteirisiken werden auch Emittentenrisiken genannt. Es besteht demnach das Risiko, dass sich die Bonität eines Schuldners, also einer Gegenpartei, verschlechtert oder dass die Gegenpartei sogar zahlungsunfähig wird.

Bei Anleihen beispielsweise kann der Kurs aufgrund einer Verschlechterung der Bonität der Gegenpartei sinken. Im Fall einer Zahlungsunfähigkeit ist die Anleihe nichts mehr Wert.

Marktliquiditätsrisiken

Im Fall von illiquiden Märkten kann eine gewünschte Menge an Vermögenswerten nicht oder nur teilweise verkauft oder gekauft werden. Besonders akut sind diese Risiken bei alternativen Anlagen, Immobilien oder Private-Equity-Investitionen.

Weitere Informationen:
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