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Romandie und Tessin mit deutlich höheren Prämien

moneyland.ch, der unabhängige Online-Vergleichsdienst der Schweiz, hat die Krankenkassenprämien für 2019 für die verschiedenen Sprachregionen analysiert. Resultat: Bewohner der Westschweiz und des Tessins müssen deutlich höhere Prämien zahlen als Versicherte in der Deutschschweiz. In den letzten Jahren sind die Prämien in der Romandie markant stärker angestiegen als in der Deutschschweiz.

Der unabhängige Internet-Vergleichsdienst moneyland.ch hat für die vorliegende Studie die Prämiendaten für die einzelnen Prämienregionen, Altersgruppen, Modelle, Franchisen und Krankenkassen der Prämienjahre 2013, 2018 und 2019 analysiert.

Dabei sind die durchschnittlichen Krankenkassenprämien für jede Sprachregion und die jeweiligen Prämienregionen mit ihren Hauptsprachen Deutsch, Französisch und Italienisch berechnet worden.

Grosse Prämienunterschiede je nach Region

Auch im Jahr 2019 werden Versicherte in der Romandie und dem Tessin stärker zur Kasse gebeten. Die grossen regionalen Unterschiede werden von den Krankenkassen mit unterschiedlich hohen Gesundheitskosten je nach Prämienregion begründet.

Während erwachsene Deutschschweizer (ab 26 Jahren) im Durchschnitt 368 Franken pro Monat zahlen müssen, sind es im Tessin 414 Franken und in der Romandie sogar 437 Franken pro Monat. «Erwachsene Versicherte in der Westschweiz müssen im nächsten Jahr im Durchschnitt rund 825 Franken mehr an Prämien zahlen als Deutschschweizer», so Felix Oeschger, Analyst bei moneyland.ch. «Tessiner zahlen rund 550 Franken mehr Prämien als die Versicherten in der Deutschschweiz.»

Bei der Altersgruppe der jungen Erwachsenen (zwischen 19 und 25 Jahren) sieht es ähnlich aus: In der Westschweiz sind durchschnittliche Prämien von 330 Franken pro Monat zu berappen, während es im Tessin 299 Franken und in der Deutschschweiz 274 Franken pro Monat sind. Im nächsten Jahr müssen junge Erwachsene in der Romandie also rund 670 Franken mehr als in der Deutschschweiz zahlen, im Tessin sind es rund 300 Franken mehr als in der Deutschschweiz. Für Kinderprämien müssen Versicherte aus der Westschweiz im Jahr 2019 gesamthaft rund 200 Franken mehr zahlen als in der Deutschschweiz.

Westschweizer Kantone im Prämienvergleich

Genf ist für erwachsene Versicherte nach Basel-Stadt prämientechnisch der teuerste Wohnkanton der Schweiz. Im Durchschnitt betragen hier die Krankenkassenprämien hohe 484 Franken pro Monat. Auch andere Westschweizer Kantone gehören bezüglich Prämien zu den teuersten Kantonen. So beträgt die Durchschnittsprämie für Erwachsene im Kanton Jura 432 Franken pro Monat, im Kanton Neuenburg 442 Franken pro Monat und im Kanton Waadt je nach Prämienregion 422 oder 450 Franken pro Monat. Die Prämien für junge Erwachsene und Kinder zeigen die gleichen geographischen Gesetzmässigkeiten.

Kleiner Röstigraben im Kanton Wallis

Der Kanton Wallis ist für die Prämien-Analyse der Sprach- und Kulturgrenzen besonders interessant. Im Kanton Wallis gibt es zwei Prämienregionen, wobei in der einen mehrheitlich Deutsch und in der anderen mehrheitlich Französisch gesprochen wird. «Im französischsprachigen Teil des Wallis beträgt die durchschnittliche Prämie für Erwachsene 357 Franken pro Monat, im deutschsprachigen Teil hingegen nur 330 Franken pro Monat», so Benjamin Manz, Geschäftsführer von moneyland.ch. Auf das Jahr hochgerechnet sind die Krankenkassenprämien im französischsprachigen Teil also um 325 Franken teurer.

Prämienentwicklung nach Regionen von 2013 bis 2019

2019 steigt die Durchschnittsprämie von Erwachsenen gegenüber 2018 in der Deutschschweiz um 10 Franken pro Monat (oder 2.7%), in der Westschweiz um 11 Franken pro Monat (oder um 2.6%) und im Tessin um 17 Franken (oder 4.2%) pro Monat. Während bei der aktuellen Prämienerhöhung keine spektakulären regionalen Unterschiede zu erkennen sind, sieht das bei einem mehrjährigen Vergleich der vergangenen Prämien von 2013 mit den neuen Prämien von 2019 anders aus.

In der Deutschschweiz zahlt ein Erwachsener im Jahr 2019 eine um 67 Franken höhere monatliche Durchschnittsprämie als noch 2013. Versicherte im Tessin müssen im gleichen Zeitraum einen Prämienanstieg von 83 Franken pro Monat und Versicherte in der französischsprachigen Schweiz gar von 92 Franken pro Monat in Kauf nehmen.

Gegenüber 2013 zahlen Versicherte im nächsten Jahr in der Deutschschweiz also rund 800 Franken mehr, im Tessin rund 995 Franken und in der Westschweiz gar 1100 Franken mehr. Der absolute Prämienanstieg der letzten 6 Jahre fiel in der Westschweiz um 37% stärker und im Tessin um 24% stärker aus als in der Deutschschweiz.

Weitere Informationen:
Schweizer Krankenkassenprämien im interaktiven Vergleich

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