saeule 3a kosten

Was kostet ein Säule-3a-Konto?

Die Moneyland-Redaktion analysiert die anfallenden Kosten im Rahmen von Schweizer Säule-3a-Sparkonten.

Zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl der richtigen Säule 3a gehören die Zinssätze der 3a-Sparkonten. Die Zinssätze sind bei führenden Anbietern sage und schreibe doppelt zu hoch wie die Angebote mit den tiefsten Zinsen.

3a-Sparkonten nicht immer kostenlos

Nebst einem Zinsvergleich lohnt sich eine Kostenanalyse. Zwar ist die Eröffnung und Kontoführung von Säule-3a-Sparkonten – im Gegensatz zu den 3a-Wertschriftenkonten – bei allen Anbietern kostenlos.

Das gilt aber nicht für die Auflösung – die so genannte Saldierung – der 3a-Sparkonten. Immer mehr Schweizer Banken und Versicherungen verlangen für frühzeitige oder «ausserordentliche» Saldierungen der Vorsorgekonten Geld.

Allgemein ist zu erwarten, dass die Saldierungsspesen infolge der allgemeinen Gebührentrends im Schweizer Bankwesen in den kommenden Jahren noch teurer werden.

Vorzeitige Auflösung der 3a-Konten

Während die reguläre Saldierung aus Altersgründen bei den meisten Anbietern gratis ist, verlangen viele Banken und Versicherungen für die vorzeitige Auflösung der 3a-Sparkonten Gebühren.

Kosten werden je nach Anbieter unter anderem für folgende frühzeitige Auflösungsgründe in Rechnung gestellt: Wechsel zu einem anderen Anbieter, Tod, Bezug einer Invalidenrente, Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit, Erwerb oder Erstellung von selbstbewohntem Wohneigentum im In- und Ausland, Amortisation von Hypotheken, endgültige Auswanderung aus der Schweiz sowie Ehescheidung.

Deutliche Kostenunterschiede

Die Kosten unterscheiden sich je nach Bank oder Versicherung und Saldierungsgrund deutlich. Die detaillierten Gebühren können auf den Anbieterseiten von moneyland.ch oder auf der Resultatseite des Schweizer 3a-Vergleichs in der Kostenaufschlüsselung ohne Aufwand verglichen werden.

Gebühren für 3a-Wechsel

Immer populärer werden Wechselgebühren. Diese werden dann fällig, wenn Sie als Kunde Ihr Geld – zum Beispiel aufgrund von besseren Zinskonditionen – zu einem Drittanbieter überweisen. Mit Strafgebühren möchten die Banken und Versicherungen einen Wechsel zu einem anderen Anbietern unattraktiv machen. Einzelne Anbieter verlangen für die Auflösung und den Transfer einen Aufpreis von bis zu 100 Franken.

Kündigungsfristen beachten

Einige Banken kennen Kündigungsfristen – meistens 3 oder 6 Monate. Wird die Kündigungsfrist missachtet, können happige Gebühren vom ersparten Betrag in Abzug gebracht werden.

Gebühren für den Erwerb von Wohneigentum

Etwas weniger üblich als bei Freizügigkeitskonten sind Saldierungsspesen für Hypotheken und den Erwerb von selbstbewohntem Wohneigentum. Aber auch im Fall von 3a-Sparkonten verlangen einige Banken und Versicherungen Administrationsgebühren zwischen 100 bis 400 Franken.

Für Wohneigentum im Ausland können zusätzliche Gebühren fällig werden. Vergünstigungen oder einen vollständigen Gebührenerlass gibt es in der Regel für Verpfändungen.

Kostenlose 3a-Sparkonten?

Weitere spezielle Gebühren können für zusätzliche unterjährige Kontoauszüge oder Adressnachforschungen verlangt werden. Immerhin gibt es zurzeit noch einige Banken und Versicherungen, die Ihre 3a-Sparkonti vollständig kostenlos anbieten.

Alle vollständig kostenlosen Anbieter können Sie auf der Resultatseite des 3a-Konto-Vergleichs über das entsprechende Kriterium herausfiltern. Zu den vollkommen kostenlosen 3a-Angeboten gehören die 3a-Sparkonten der Stiftung Privor.

Ihre Moneyland-Redaktion

Zum Vergleich: Säule 3a

Über das Moneyland-Magazin

Das Moneyland-Magazin informiert Sie kompetent und unabhängig über eine Vielzahl von Finanz- und Geldthemen. Neben Hintergrundartikeln und Interviews mit Experten finden Sie zahlreiche praktische Geldratgeber.