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News: Banken

Trading: So viel kostet der Aktienkauf in der Schweiz

9. September 2025 - Benjamin Manz

Der Kauf und Verkauf von Aktien und anderen Wertpapieren kann teuer werden. moneyland.ch hat die Trading- und Depotgebühren der wichtigsten Schweizer Online-Broker untersucht. Das Ergebnis: Die Kostenunterschiede zwischen den Banken sind erheblich – der teuerste Anbieter ist siebenmal teurer als der günstigste.

Der Kauf von Wertschriften wie Aktien und ETF wird auch in der Schweiz immer salonfähiger. In den Medien sind Anlagetipps und Informationen zu einzelnen Aktien populär. Die Kosten des Aktienkaufs werden jedoch häufig vernachlässigt. moneyland.ch hat die Gebühren von Online-Trading-Plattformen führender Schweizer Banken beim Kauf und Verkauf von Aktien und ETF anhand von zwei verschiedenen Nutzerprofilen untersucht.

Ergebnis: Die Kostenunterschiede zwischen den einzelnen Schweizer Banken sind markant. Die teuerste Bank kann mehr als siebenmal teurer sein als die günstigste Bank. Für ein Vieltrader-Profil kann der Kostenunterschied mehr als 7400 Franken pro Jahr ausmachen.

Diese Gebühren fallen an

Beim Kauf und Verkauf von Aktien werden sogenannte Courtagen verrechnet, also Transaktionskosten. Zwischen den Banken gibt es hier sehr grosse Unterschiede. Ausserdem können je nach Wertschriftentyp (zum Beispiel Aktien und ETF), Betragshöhe und Börsenplatz unterschiedliche Gebühren anfallen. Hinzu kommen staatliche Stempelsteuern, auch Umsatzabgaben genannt, die bei allen Banken gleich hoch sind. Die meisten Schweizer Banken verrechnen ausserdem für das Halten von Aktien und anderen Wertpapieren in den Depots sogenannte Depotgebühren. Diese fallen bei wenigen Schweizer Banken nicht an, können bei vielen anderen Banken aber richtig ins Geld gehen. 

«Mit einem Kostenvergleich können Trader rasch einmal mehrere Hundert Franken pro Jahr sparen», sagt Benjamin Manz, Experte bei moneyland.ch. «Neben den Kosten lohnt sich aber auch ein Blick auf die Leistungen.» Zu den relevanten Leistungen gehören unter anderem die Funktionen und die Nutzerfreundlichkeit der Online-Trading-Plattform sowie der Umfang der handelbaren Wertpapiertitel. 

moneyland.ch hat den Vergleich anhand von Berechnungen für einen Gelegenheitstrader und einen Vieltrader vorgenommen. Beide Profile beinhalten Aktien und ETF aus der Schweiz sowie Aktien aus Europa und aus den USA.

Das sind die günstigsten Banken für Gelegenheitstrader

Für das Profil des Gelegenheitstraders geht moneyland.ch von einem Aktiendepot bestehend aus Schweizer Aktien im Wert von 25’500 Franken, aus Schweizer ETF im Wert von 14’000 Franken, aus europäischen Aktien im Wert von 7500 Euro und aus amerikanischen Aktien im Wert von 9000 US-Dollar aus. Dieses Profil umfasst zwölf Transaktionen pro Jahr (Details siehe Methodik). 

Für Gelegenheitstrader am günstigsten ist die Saxo Bank mit Gesamtkosten von 231.40 Franken, gefolgt von Cornèrtrader mit 298.65 Franken, Cash - Banking by Zweiplus mit 610.15 Franken und PostFinance mit 613.05 Franken (siehe Tabelle 1).

Das sind die günstigsten Banken für Vieltrader

Für den Vieltrader geht moneyland.ch von einem Depot bestehend aus Schweizer Aktien im Wert von 40’000 Franken, aus Schweizer ETF im Wert von 15’000 Franken, aus europäischen Aktien im Wert von 20’000 Euro und aus amerikanischen Aktien im Wert von 20’000 US-Dollar aus. Dieses Profil umfasst 62 Transaktionen pro Jahr (Details siehe Methodik). 

Am günstigsten für Vieltrader ist die Saxo Bank mit Gesamtkosten von 1230.50 Franken, gefolgt von Cornèrtrader mit 1588.50 Franken, Swissquote mit Gesamtkosten von 2659.60 Franken und TradeDirect (BCV) mit 2667.05 Franken (siehe Tabelle 2).

Günstig traden mit Smartphone-Banken: Neon und Yuh

Inzwischen bieten auch einzelne Schweizer Smartphone-Banken die Möglichkeit, Aktien und ETF zu kaufen. In dem bestehenden Vergleich wurden sie nicht berücksichtigt, da ihr Funktionsumfang und die Anzahl der handelbaren Titel stark begrenzt sind. Wer mit dieser limitierten Auswahl leben kann und nur kleine Anlagebeträge investieren möchte, kann diese Smartphone-Banken aber in Betracht ziehen. Dazu gehören in der Schweiz Neon und Yuh. Der Vorteil beider Anbieter ist, dass keine Depotgebühren anfallen. Ausserdem sind die Transaktionskosten mit typischerweise 0.5 bis 1 Prozent zumindest für kleine Beträge teilweise günstiger als bei den günstigsten klassischen Online-Trading-Plattformen. 

Ausländische Trading-Plattformen sind teilweise ebenfalls günstig, nicht zuletzt, weil die Schweizer Stempelsteuer nicht verrechnet wird. Allerdings sind ausländische Broker, anders als Schweizer Banken, nicht in der Schweiz reguliert. Das kann zum Beispiel bei Streitigkeiten oder einer Insolvenz des Brokers problematisch sein.

So klappt der Wechsel zu einem anderen Trading-Anbieter

Vor einem Wechsel zu einer neuen Bank empfiehlt es sich, die Trading-Plattform mit einem Demokonto oder nur wenig Geld auszuprobieren. Neben den Kosten können auch die Leistungen, die Nutzerfreundlichkeit und die Funktionen (zum Beispiel verschiedene Auftragstypen wie Limit-Aufträge) wichtig sein. Bei einem Wechsel spielen wiederum die Kosten eine Rolle: Die sogenannten Transfergebühren für Aktien und andere Wertschriften können je nach Portfolio richtig ins Geld gehen. Entscheidend ist in der Regel die Anzahl der Wertschriftentitel. Kunden mit vielen Titeln im Portfolio fahren in der Regel günstiger, wenn sie die Titel bei der bestehenden Bank verkaufen und bei der neuen Bank wieder neu kaufen. Damit können die Transfergebühren vermieden werden. Bei wenigen Titeln im Portfolio kann sich ein Transfer lohnen. Einige Online-Trading-Plattformen übernehmen einen Teil der Transferkosten. Es kann sich lohnen, beim neuen Anbieter nachzufragen.

 

Weitere Informationen:
Broker-Vergleich Schweiz

Experte Benjamin Manz
Benjamin Manz war unabhängiger Experte für Banken- und Finanzthemen bei moneyland.ch.
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