Studie Vermögensverwaltung 2026
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Wer sich nicht selbst um die Geldanlage kümmern möchte, findet in der Schweiz ein reichhaltiges Angebot an Vermögensverwaltungen. Doch welche Kosten fallen dabei an? Der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch hat die Gebühren vieler Anbieter verglichen – und stellt fest: Günstig sind vor allem digitale Angebote.
Exchange Traded Funds (ETF), Aktien, Gold, Krypto und Co. sind für immer mehr Menschen in der Schweiz kein Fremdwort mehr. Doch nicht alle möchten ihr Geld auf eigene Faust investieren. In diesem Fall bietet sich eine Vermögensverwaltung an, bei der die Geldanlage einer Bank oder einem anderen bankenunabhängigen Anbieter anvertraut wird.
Doch was kostet dieser Service? Dieser Frage ist moneyland.ch im Rahmen einer Studie nachgegangen. Dafür wurden die Kosten verschiedener traditioneller Banken sowie digitaler Vermögensverwalter (Robo-Advisors) auf Basis dreier verschiedener Anlagesummen (100’000 Franken, 500’000 Franken und 1 Million Franken) ausgewertet. Berücksichtigt wurde je ein Risikoprofil mit niedrigem Aktienanteil (bis zu 30 Prozent), mittlerem Aktienanteil (40 bis 60 Prozent) und hohem Aktienanteil (mehr als 80 Prozent).
Bei vielen Anbietern, vorwiegend traditionellen Banken, erhalten die Kundinnen und Kunden auf Wunsch je eine feste Beratungsperson, an die sie sich jederzeit wenden können. Bei den Robo-Advisors gehört dieser Service nur bei Alpian ab einem Vermögen von 150’000 Franken zum Angebot. Dennoch besteht auch bei vielen digitalen Anbietern stets die Möglichkeit, sich beraten zu lassen – zum Beispiel via Chat oder Videotelefonie.
In den Tabellen sind jeweils die fünf günstigsten Angebote aufgeführt – einmal die Angebote ohne festen Ansprechpartner, einmal jene mit persönlichem Ansprechpartner. Die Resultate aller berücksichtigten Anbieter sind in den separaten Tabellen ersichtlich.
Diese Gebühren sind bei der Vermögensverwaltung zu beachten
Ein zentrales Kostenelement bei der Vermögensverwaltung sind Pauschalgebühren, die als prozentualer Anteil des angelegten Vermögens anfallen. Diese Gebühren umfassen in der Regel sämtliche Kosten für Käufe, Verkäufe und die Aufbewahrung, namentlich Depot- und Transaktionsgebühren. Was genau in der Gebühr enthalten ist, kann sich je nach Anbieter unterscheiden.
Weitere Kosten umfassen Stempelabgaben beim Kauf und Verkauf von Anlageprodukten und Börsengebühren. Hinzu kommen in der Regel laufende Produktgebühren der eingesetzten Anlageinstrumente wie ETF oder aktive Anlagefonds. Diese werden dem Fondsvermögen belastet und als Total Expense Ratio (TER) ausgewiesen.
Für diese Analyse hat moneyland.ch sowohl Pauschal- als auch Produktgebühren berücksichtigt. Andere Kosten wie Stempelsteuern, Fremdwährungs- und Börsengebühren waren hingegen kein Gegenstand des Vergleichs.
Vor allem Pauschalgebühren machen den Unterschied
Im Vergleich der verschiedenen Anbieter fällt auf: Der Unterschied zwischen teureren und günstigeren Dienstleistern liegt in erster Linie in den Pauschalgebühren. «Während vor allem traditionelle Banken meist Pauschalgebühren von über 1 Prozent erheben, kommen Kundinnen und Kunden bei digitalen Robo-Advisors deutlich günstiger weg», stellt Dan Urner, Redaktor bei moneyland.ch, fest.
Bei den Produktkosten fallen die Unterschiede im Durchschnitt weniger deutlich aus. Zu beachten ist allerdings, dass für die Auswertung lediglich Mittelwerte verwendet wurden, sodass die effektiven Kosten je nach Bank und persönlicher Strategie auch von den hier ausgewiesenen Werten abweichen können.
So teuer ist eine Vermögensverwaltung über 100’000 Franken
«Der Kostenvergleich verschiedener Anbieter zeigt ein deutliches Muster: Wer Gebühren sparen will, ist bei digitalen Vermögensverwaltern am besten aufgehoben», sagt Dan Urner.
Viac setzt sich in allen drei Risikoprofilen als kostengünstigster Anbieter durch. Auch Finpension, Findependent, True Wealth sowie das Angebot «Passiv» von Descartes warten mit günstigen Konditionen auf. Unter den Angeboten mit festem Ansprechpartner kommt das ETF-Mandat der Sparkasse Schwyz mit den niedrigsten Gebühren aus.
So teuer ist eine Vermögensverwaltung über 500’000 Franken
Im Gebührenvergleich über 500’000 Franken zeigt sich ein ähnliches Bild – mit kleinen Unterschieden. Bei einem kleinen und mittleren Aktienanteil belegt Viac erneut die Spitzenposition, wohingegen bei einem hohen Aktienanteil Findependent die günstigsten Konditionen bietet.
Beim mittleren Aktienanteil schafft es neben Viac auch Finpension auf den ersten Platz. Auch True Wealth sowie das Angebot «Passiv» von Descartes warten mit günstigen Konditionen auf.
Unter den Anbietern, die ihren Kundinnen und Kunden eine fixe Ansprechperson gewähren, ist Alpian vor der Sparkasse Schwyz und der Migros Bank am günstigsten.
So teuer ist eine Vermögensverwaltung über 1 Million Franken
Bei einer Vermögensverwaltung über 1 Million Franken setzen sich Viac, Finpension, Findependent und True Wealth etwas weiter von der Konkurrenz ab. Bei einem geringen Aktienanteil hat Viac allein die Nase vorn, bei einem mittleren Aktienanteil teilt Viac den Spitzenplatz mit Finpension. Bei einem hohen Aktienanteil setzt sich Findependent als günstigster Anbieter durch.
Der günstigste Anbieter, der Kundinnen und Kunden eine feste Beratungsperson zur Seite stellt, ist erneut Alpian – wieder gefolgt von der Sparkasse Schwyz und der Migros Bank.
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Methodik
moneyland.ch hat die Kosten für ein Jahr in der Vermögensverwaltung verschiedener traditioneller Banken und digitaler Vermögensverwalter (Robo-Advisors) untersucht. Berücksichtigt wurden dabei die Pauschalgebühren – die je nach Anbieter auch anders bezeichnet werden können – und die durchschnittlichen Produktkosten (TER) der eingesetzten ETF und weiteren Anlageinstrumente. Nicht berücksichtigt wurden weitere Kosten wie Fremdwährungsgebühren (Wechselkursaufschläge), Börsengebühren und Stempelabgaben.
Die Analyse wurde anhand dreier Risikoprofile durchgeführt: geringer Aktienanteil (Aktienanteil von maximal 30 Prozent), mittlerer Aktienanteil (Aktienanteil zwischen 40 und 60 Prozent) und hoher Aktienanteil (Aktienanteil von über 80 Prozent). Die genauen Aktienanteile unterscheiden sich je nach Anbieter und ausgewählter Strategie. Untersucht wurden die Kosten für eine Vermögensverwaltung über 100’000 Franken, 500’000 Franken sowie 1 Million Franken. Es wurde davon ausgegangen, dass Geld auch bei einem niedrigen Aktienanteil in andere Wertschriften investiert und nicht als «Cash» angelegt wurde. Bei verschiedenen angebotenen Strategien wurde jene mit dem höheren Schweiz-Anteil analysiert.
Folgende Anbieter waren Gegenstand der Analyse: Alpian, Bank Cler, Basler Kantonalbank, Descartes, Findependent, Finpension, Luzerner Kantonalbank, Migros Bank, Postfinance, Raiffeisen, Selma, Sparkasse Schwyz, Swissquote, True Wealth, Valiant, Viac. Anbieter, welche keine durchschnittliche TER pro Risikoprofil zur Verfügung stellen konnten, konnten nicht berücksichtigt werden. Dazu gehören zum Beispiel die UBS und die Zürcher Kantonalbank.
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