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Wahlfranchisen unter Beschuss

Das Bundesamt für Gesundheit BAG zieht Änderungen beim Franchisen-System in der Schweizer Krankenkassen-Grundversicherung in Betracht.

Momentan stehen für Erwachsene sechs verschiedene Franchisen-Stufen zur Auswahl: 300, 500, 1000, 1500, 2000 und 2500 Franken. Dabei gilt die Faustregel: Je höher die Franchise, desto niedriger die Krankenkassen-Prämie.

Für Versicherte lohnen sich in der Regel trotzdem nur zwei Franchisen-Stufen: 2'500 Franken (bei geringen oder gar keinen Gesundheitskosten) und bei höheren Gesundheitskosten 300 Franken. In der Tat ist die Wahl der höchsten Franchise bei guter Gesundheit einer der besten Krankenkassen-Spartipps für Konsumenten.

Die höchste Franchisen-Stufe mit einem Betrag von 2500 Franken wurde vom damaligen Gesundheitsminister Pascal Couchepin eingeführt. Der derzeitige Gesundheitsminister und damit auch Chef des BAG Alain Berset stellt nun die höheren Franchisen-Stufen wieder in Frage, wie die NZZ schreibt.

Begründung: Die höheren Franchisen-Stufen würden zu einer «Entsolidarisierung» beitragen. Gemäss Studien werden die höheren Franchisen-Stufen mit geringeren Prämien eher von Schweizern als von Nicht-Schweizern, eher von Männern als von Frauen und eher von jüngeren, gut ausgebildeten und finanziell besser gestellten Personen ausgewählt.

Gemäss BAG «entgehen» den Krankenkassen pro Jahr 800 bis 900 Millionen Franken durch die Wahl der beiden Franchisen-Stufen 2000 Franken (260'000 Versicherte) und 2500 Franken (1.14 Millionen Versicherte).

Der Bundesrat hat dabei die Kompetenz, die Anzahl und Höhe der Franchisen in Eigenregie zu ändern. 2015 ist aber noch keine solche Änderung vorgesehen. Eine Franchisen-Änderung würde - wenn überhaupt - frühestens 2016 in Kraft treten, wie eine Nachfrage von moneyland.ch beim BAG ergeben hat.

Weitere Informationen:
Franchisen-Rechner
Was ist eine Franchise?
Zum Krankenkassenvergleich
Vergleich der Zusatzversicherungen
Vergleich der Spitalversicherungen

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