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Anlegen & Vorsorge

3a-Vorsorgefonds: die besten Tipps

24. September 2021 - Benjamin Manz

Die Moneyland-Redaktion hat die wichtigsten 13 Tipps rund um Schweizer Vorsorgefonds der zweiten und dritten Säule für Sie zusammengestellt.

Vorsorgefonds sind vor allem im Rahmen der freiwilligen Säule 3a populär. Investitionen in die Säule 3a sind in der Schweiz beliebt und durchaus auch zu empfehlen. So profitieren Sie bei 3a-Einzahlungen unter anderem von attraktiven Steuerabzügen.

Manche der Anlagefonds für die Säule 3a sind zu den gleichen Konditionen auch im Rahmen der zweiten Säule (Freizügigkeit) erhältlich.

Bei der Wahl eines geeigneten Wertschriftenfonds in der zweiten oder dritten Säule sollten Sie aber einiges beachten. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt.

1. Tipp: Anlagehorizont

Vorsorgefonds boten in der Vergangenheit im Durchschnitt höhere Renditen als Zinsen von 3a-Sparkonten.

Aber aufgepasst: Erstens ist die vergangene Entwicklung kein Garant für die Zukunft.

Zweitens bieten Fondslösungen keine Zinsgarantie. Fonds sind deutlich volatiler und riskanter als Sparkonten und können in schlechten Jahren auch einmal deutlich an Wert verlieren. Diese Zeit müssen Sie «aussitzen» können.

Faustregel: Wenn Sie Ihr Risiko minimieren möchten, sollten Sie Ihren Fonds mindestens 7 bis 10 Jahre lang halten können. Sie sollten sich also idealerweise nicht erst zwei Jahre vor der geplanten Auflösung des Vorsorgefonds für einen aktienstarken Fonds entscheiden.

Tipp: Entscheiden Sie sich nur für einen Vorsorgefonds, wenn Sie einen «langen Atem» haben.

2. Tipp: Risikoprofil

Anbieter offerieren verschiedene Wertschriftenfonds, die sich hinsichtlich der Zusammensetzung unterscheiden. Dazu gehören in der Regel Aktien, Obligationen und teilweise auch andere Anlageklassen wie Immobilien oder Geldmarktanlagen.

Als Faustregel gilt: Je höher der Aktienanteil, desto riskanter (und teurer) der Fonds. Je höher der Aktienanteil, desto höher ist auch die mögliche Rendite.

Anbieter haben jeweils Fonds mit eher konservativen und solche mit risikoreicheren Strategien im Angebot. Mittlerweile gibt es auch Vorsorgefonds mit einem Aktienanteil von mehr als 70%.

Tipp: Wählen Sie eine Strategie, die zu Ihrem Risikoprofil passt. Im Vorsorgefonds-Vergleich von moneyland.ch können Sie die Fonds nach Risikoprofil filtern.

3. Tipp: Aktiv oder passiv

Die meisten Fonds-Anbieter haben mittlerweile neben den teureren aktiv gemanagten Fonds auch passive Fonds im Angebot. Passive Vorsorgefonds sind in der Regel leicht günstiger, also im Allgemeinen die bessere Wahl. Auf moneyland.ch können Sie sich passive und/oder aktive Fonds anzeigen lassen.

Tipp: Entscheiden Sie sich wenn möglich für einen passiven Vorsorgefonds.

4. Tipp: Thesaurierend oder ausschüttend

Bei Fonds wird zwischen thesaurierenden und ausschüttenden unterschieden. Die Mehrheit der Schweizer Vorsorgefonds sind thesaurierend, das heisst die Dividenden werden nicht ausgeschüttet, sondern wieder in das Fondsvermögen reinvestiert.

Da Vorsorgefonds in der Regel für eine lange Zeit und zum Ansparen gehalten werden, sind thesaurierende Fonds vorteilhaft. Denn mit der unmittelbaren Reinvestition der Dividenden kann der Zinseszinseffekt voll ausgenutzt werden.

Tipp: In der Regel sind thesaurierende Fonds den ausschüttenden vorzuziehen.

5. Tipp: Gesamtkosten vergleichen

Bei der Wahl des richtigen Vorsorgefonds ist ein Kostenvergleich unverzichtbar. Viele Fonds haben zu hohe Gebühren, die Ihnen die Rendite wegfressen und Sie über die Jahre rasch einmal Tausende von Franken kosten.

Zu den massgeblichen Gebühren gehört vor allem die jährlich erhobene Total Expense Ratio, die so genannte TER. Diese soll die Gesamtkosten eines Fonds abbilden. Aber aufgepasst: Zusätzlich zur TER können weitere Kosten hinzukommen. Darunter sind wiederkehrende Depotgebühren der Depotbank, aber auch einmalige Ausgabe- und Rücknahmekommissionen. Alle relevanten Kosten und Gebühren werden in diesem Hintergrundartikel erklärt.

Bei den einmaligen Gebühren können vor allem die Ausgabegebühren ins Gewicht fallen. Diese werden nämlich gleich zu Beginn von Ihrer Einzahlung in den Fonds abgezogen. Verzichten Sie also auf Fonds mit hohen Ausgabegebühren.

Mit dem interaktiven Vorsorgefondsvergleich von moneyland.ch werden alle relevanten Gebühren transparent aufgezeigt. Alle Fonds können Sie nach den Gesamtkosten sortieren. Der Vergleich erlaubt ausserdem die Kostensimulation für unterschiedliche Laufzeiten. Je länger Sie den Betrachtungszeitraum wählen, desto weniger stark fallen einmalige Ausgabe- und Rücknahmegebühren ins Gewicht.

Tipp: Vergleichen Sie die Gesamtkosten, bevor Sie sich für einen Fonds entscheiden.

6. Tipp: Offizielle Performance

Regelmässig wird die Performance von Vorsorgefonds publiziert. Diese Rankings sind interessant, dürfen aber nicht überschätzt werden. Erstens sind nicht alle Gebühren in den entsprechenden Auswertungen mit eingerechnet.

Zweitens – und das ist der entscheidende Punkt – können Sie nicht von der vergangenen auf die zukünftige Performance eines Fonds schliessen. Es verwundert deshalb nicht, dass die Ranglisten jedes Jahr wieder anders aussehen können.

Entscheidend ist unter anderem die Entwicklung der Aktienmärkte: Wenn diese gut performt haben, schneiden Vorsorgefonds mit möglichst hohem Aktienanteil am besten ab. Wenn sich die Aktienkurse hingegen negativ entwickelt haben, ist es genau umgekehrt: Fonds mit dem niedrigsten Aktienanteil performen am besten. Die Krux: Niemand weiss, wie sich die Märkte in Zukunft entwickeln werden.

moneyland.ch erwähnt auf den Infoseiten der Vorsorgefonds auch die offizielle Performance für die vergangenen Jahre.

Tipp: Überschätzen Sie die Aussagekraft der Fonds-Performance nicht. Die Gebührenstruktur eines Fonds ist aussagekräftiger.

7. Tipp: Netto-Performance

In der offiziellen Performance der Fonds werden die TER-Kosten abgezogen. Nicht berücksichtigt in den gängigen Performance-Zahlen werden hingegen zusätzliche Kosten wie externe Depotgebühren, Ausgabe- und Rücknahmekommissionen. Je nach Fonds kann die Performance nach Abzug dieser Gebühren deutlich geringer ausfallen. moneyland.ch spricht im Fall der Performance abzüglich aller Gebühren von der so genannten «Netto-Performance».

moneyland.ch hat im Rahmen des Vorsorgefonds-Vergleich eine Sortierfunktion programmiert, welche die Netto-Performance für die gewünschte Anzahl Jahre in der Vergangenheit simuliert. Wie bei der offiziellen Performance gilt aber auch hier, dass die Netto-Performance nicht überbewertet werden soll.

Tipp: Beachten Sie, dass die Performance-Zahlen bei Fonds mit zusätzlichen Kosten nicht die ganze Wahrheit abbilden.

8. Tipp: Richtige Fondsauswahl

Erster Schritt: Überlegen Sie sich, welches Risiko Sie eingehen können und möchten. Wenn Sie für eine höhere mögliche Rendite bereits sind, ein höheres Verlustrisiko einzugehen, können Sie sich im Vorsorgefonds-Vergleich auf moneyland.ch Fonds mit «hohem» bis «sehr hohem» Risiko anzeigen lassen.

Beachten Sie, dass das Risiko mit der Anlagedauer abnimmt: Für eine Anlagedauer von 15 Jahren können Sie prinzipiell also bei gleicher Risikotoleranz einen riskanteren Fonds wählen als für eine Anlagedauer von 5 Jahren.

Zweiter Schritt: Sortieren Sie die Fonds auf moneyland.ch nach Gesamtkosten. Wählen Sie einen möglichst günstigen Vorsorgefonds.

Dritter Schritt: Wenn Ihnen weitere Faktoren wichtig sind, können Sie diese ebenfalls zur Auswahl des geeigneten Fonds heranziehen. Auf den Infoseiten der Fonds auf moneyland.ch finden Sie weitere praktische Informationen, zum Beispiel zur Anlagestrategie oder Fondsgrösse.

Tipp: Die vergangene Performance sollte bei der Wahl des richtigen Vorsorgefonds kein relevantes Kriterium sein. Vielmehr sollten Sie einfach für Ihr gewünschtes Risikoprofil einen möglichst günstigen Vorsorgefonds wählen.

9. Tipp: Berater

Bei den stolzen Gebühren vieler Vorsorgefonds wundert es nicht, dass für manche Berater zusätzliche Absatzprovisionen winken. Nehmen Sie sich in Acht vor Beratern, die Ihnen nur teure aktiv gemanagte Fonds schmackhaft machen möchten. Diese generieren für die Bank die höheren Gebühren.

Tipp: Verlangen Sie von Ihrem Berater eine genaue Kostenaufstellung des empfohlenen Fonds. Oder vergleichen Sie die Gebühren am besten selbst.

10. Tipp: Fondsversicherungen

Nehmen Sie sich in Acht vor Verkäufern, die Ihnen eine gemischte Lebensversicherung zwecks Altersvorsorge aufschwatzen möchten. Verkäufer erhalten dafür eine satte Provision. Meistens sind provisionierte Produkte aber nur vorteilhaft für Anbieter, nicht für Kunden.

Fondspolicen, die zusätzlich zum Anlagefonds noch eine Versicherung (zum Beispiel für den Todesfall) enthalten, sind in der Regel nicht zu empfehlen. Wenn Sie an einer Todesfallversicherung interessiert sind, sollten Sie diese separat abschliessen.

Tipp: Lassen Sie die Finger von kombinierten Fondspolicen. Trennen Sie Anlegen und Versichern.

11. Tipp: Alternativen prüfen

Neben klassischen Vorsorgefonds sind in den letzten Jahren verschiedene 3a-Produkte lanciert worden, welche die gleiche Funktion erfüllen. Dazu gehören digitale 3a-Produkte der jungen Anbieter Viac und Selma.

Vorteil dieser Produkte sind neben nutzerfreundlichen App-Funktionalitäten vor allem die tiefen Kosten.

Eine weitere Alternative besteht darin, dass Sie Ihre Vorsorge selbst in die Hand nehmen und ausserhalb der Säule 3a in kostengünstige ETF und andere Produkte investieren. Vorteil dieser Variante: Sie sparen Kosten und haben grössere Auswahlmöglichkeiten. Nachteil: Sie müssen sich im Anlagebereich auskennen. Ausserdem können Sie ausserhalb der gebundenen Säule 3a nicht von Steuervorteilen profitieren.

Tipp: Prüfen Sie kostengünstige Alternativen zu Vorsorgefonds.

12. Tipp: Fondsverkauf

Bei Erreichung des Pensionierungsalters müssen Sie Ihren Fonds in der Regel verkaufen.

Bei ungünstigen Kursen, die Sie aussitzen möchten, kann ein vorzeitiger Verkauf ungelegen kommen. Deshalb empfiehlt sich unter Umständen bereits einige Jahre vor der Pensionierung eine rechtzeitige Umlagerung auf ein 3a-Sparkonto – sofern die Kurse stimmen.

Oder Sie wählen einen Wertschriftenfonds, der sich nach der Pensionierung als gewöhnlicher Anlagefonds weiterführen lässt. Einige Banken bieten alternativ an, Ihr Fondsvermögen kostenlos in einen ähnlichen Anlagefonds zu transferieren.

Tipp: Machen Sie bereits einige Jahre vor Ihrer Pensionierung Gedanken, wie und wann Sie Ihren Vorsorgefonds auflösen möchten.

13. Tipp: Mehrere 3a-Konten eröffnen

Im Rahmen der Säule 3a kann es sich lohnen, mehrere Konten (bei einer Bank oder mehreren Banken) zu eröffnen. Das hat den Vorteil, dass Sie Ihr 3a-Vermögen bei der Pensionierung nicht in einem einzigen Jahr auflösen müssen.

Wenn Sie die Auszahlung über mehrere Jahre hinweg tätigen, können Sie eine höhere Progressionsstufe bei der Kapitalauszahlungssteuer vermeiden. Das gilt sowohl für 3a-Sparkonten als auch für 3a-Vorsorgefonds.

Tipp: Eröffnen Sie bei einem grösseren 3a-Vermögen mehr als ein 3a-Konto.

Weitere Informationen:
Vorsorgefonds im interaktiven Vergleich
Kosten von Vorsorgefonds
3a-Sparkonten im Vergleich

3a-Vorsorgefonds im Vergleich

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Experte Benjamin Manz
Benjamin Manz ist Geschäftsführer von moneyland.ch und unabhängiger Experte für Banken- und Finanzthemen.
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