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Anlegen & Vorsorge

Aktienhandel: Die 8 grössten Anfängerfehler

19. März 2024 - Benjamin Manz

Der Handel an der Börse übt eine besondere Faszination auf Anleger aus. Doch gerade Einsteiger müssen sich vor den zahlreichen Fallstricken in Acht nehmen. moneyland.ch klärt über die häufigsten Fehler von Börsenneulingen auf.

Für Anlegerinnen und Anleger führt kaum ein Weg an der Börse vorbei. Aktien versprechen langfristig höhere Renditen als konservativere Anlagen wie Sparkonti oder Obligationen.

Zwar gibt es keine Anlage ohne Risiko. Dennoch gehen vor allem Einsteiger im Aktienhandel unnötige Risiken ein, die sich leicht vermeiden lassen. moneyland.ch hat für Sie die acht häufigsten Fallstricke im Aktienhandel zusammengestellt.

1. Fehler: Planlos investieren

Viele Trader betrachten den Aktienhandel als reines Glücksspiel und nicht als Geldanlage. Doch wie jedes andere Geschäft erfordert der erfolgreiche Handel mit Wertschriften einen genauen Investitionsplan mit klaren Zielen und einer tragfähigen Strategie. Legen Sie im Voraus fest, wie viel Geld Sie bereit sind, in Wertpapiere zu investieren und welche Rendite Sie langfristig erzielen möchten. Ein detaillierter Anlageplan ist der erste Schritt zum erfolgreichen Wertpapierhandel.

2. Fehler: Ins kalte Wasser springen

Obwohl kein Wirtschaftsstudium notwendig ist, um erfolgreich an der Börse zu handeln, ist es dennoch wichtig, ein gutes wirtschaftliches Verständnis zu haben und die Kosten und Risiken des Börsenhandels gut zu verstehen.

Wenn Sie sich mit den Grundlagen des Wertschriftenhandels vertraut gemacht haben, sollten Sie zuerst ein Demokonto eröffnen, das moderne Online-Trading-Plattformen kostenlos zur Verfügung stellen. Mit diesen kostenlosen «Simulatoren» können Sie erste Transaktionen ohne Verlustrisiko mit Spielgeld durchführen und so praktische Erfahrungen sammeln.

3. Fehler: Den falschen Broker wählen

Heutzutage gibt es mehr Online-Broker als je zuvor. Kein Wunder: Der Wertschriften-Handel ist ein lukratives Geschäftsfeld. Online-Trading-Plattformen erzielen mit Courtagen, Depotgebühren und Fremdwährungsaufschlägen jedes Jahr stattliche Umsätze.

Dabei gibt es enorme Unterschiede bei den Gebühren der verschiedenen Anbieter. Der Online-Trading-Vergleich von moneyland.ch zeigt alle wichtigen Kosten, die Schweizer Online-Broker in Rechnung stellen.

4. Fehler: Jeden Hype mitmachen

Der Aktienhandel lebt von Mythen – seien es übertriebene Aussagen von Börsengurus oder erfundene Aussagen auf Webseiten, die ihre Nutzer an skrupellose Makler verschachern.

Der ganze Börsenrummel dient nicht zuletzt grossen Investmentgesellschaften und Börsenplattformen, die mit ihren Gebühren an jedem Hype mitverdienen. Gutgläubigkeit kann Sie als Kleinanleger allerdings teuer zu stehen kommen. Deshalb sollten Sie jede Investition sorgfältig prüfen und dabei möglichst viele Quellen nutzen.

5. Fehler: Zu hohe Risiken eingehen

Wie viel Geld sind Sie bereit zu verlieren? Diese wichtige Frage stellen sich viele Traderinnen und Trader nicht. Besonders risikoreich ist der fremdfinanzierte Börsenhandel (zum Beispiel via CFD-Trading), der nicht nur Ihre möglichen Gewinne, sondern auch Ihre möglichen Verluste vervielfacht. Daher sollten Sie sich vor jeder Transaktion über die möglichen Verluste im Klaren sein. Riskieren Sie niemals mehr Geld, als Sie sich leisten können zu verlieren.

6. Fehler: Kurzfristigen Trends folgen

Eine Handvoll Börsianer mag durch kurzfristige Trends reich geworden sein. Aber das ist die Ausnahme. Schnelle Gewinne sind oft schnell wieder verloren.

Langfristige Buy-and-Hold-Strategien dagegen sind die sicherere Wahl und bewahren Sie davor, dass Ihre Gewinne von den zahlreichen Handelsgebühren wieder aufgefressen werden. Behalten Sie Ihre Anlagestrategie über einen längeren Zeitraum bei und profitieren Sie von einer langfristigen Wertsteigerung.

Bevor Sie eine Aktie eines Unternehmens kaufen, sollten Sie sich fragen, ob die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen ein nachhaltiges Wachstumspotenzial haben. Alternativ können Sie Ihr Geld in passive Anlagefonds (ETFs) investieren, die nicht einzelne Aktien, sondern ganze Marktsegmente abbilden. Aber auch bei ETFs sollten Sie auf das langfristige Wachstumspotenzial achten.

7. Fehler: An verlustreichen Positionen festhalten

Uns allen fällt es schwer, Fehlentscheidungen zuzugeben. Bei Anlegerinnen und Anlegern führt dies oft dazu, dass sie sich nicht von vergangenen Fehlinvestitionen trennen wollen. Abwarten und hoffen, dass sich das Blatt bei einer schlechten Investition wendet, ist eine der sichersten Methoden, Geld zu verlieren. Wenn eine Handelsposition aus guten Gründen kontinuierlich an Wert verliert, ist es besser, sie aufzugeben und die Verluste rechtzeitig zu begrenzen.

8. Fehler: Süchtig werden

An der Börse locken täglich hohe Gewinne. Der Handel an der Börse hat Suchtpotenzial, das im schlimmsten Fall zum finanziellen Absturz führen kann. Mit einer nachhaltigen Anlagestrategie vermeiden Sie dieses Worst-Case-Szenario. Nehmen Sie eine langfristige Anlageperspektive ein. Lassen Sie sich nicht vom täglichen Auf und Ab der Börsenkurse täuschen.

Weitere Informationen:
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Benjamin Manz ist Geschäftsführer von moneyland.ch und unabhängiger Experte für Banken- und Finanzthemen.
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