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Aktienhandel: Die 8 grössten Fehler

Der Handel an den Aktienmärkten übt auf Anleger eine besondere Faszination aus. Gerade Anfänger müssen sich aber vor den zahlreichen Fallgruben in Acht nehmen. moneyland.ch klärt Sie über die häufigsten Fehler von frischgebackenen Tradern auf.

Für Anleger führt fast kein Weg am Aktienmarkt vorbei, zumal Aktien mit längerfristig höheren Renditen als konservativere Anlagen wie Sparkonten und Anleihen locken.

Zwar ist keine Investition ohne Risiko. Trotzdem gehen gerade Neulinge im Aktienhandel unnötige Risiken ein, die leicht zu vermeiden wären. moneyland.ch hat für Sie im Folgenden die acht häufigsten Fallgruben im Aktienhandel zusammengestellt.

1. Planloses Investieren

Viele Trader betrachten den Aktienhandel als reines Glücksspiel und nicht als Geldanlage. Doch wie jedes andere Geschäft verlangt der erfolgreiche Handel mit Wertschriften einen genauen Investitionsplan mit klaren Zielen und einer tragfähigen Strategie. Legen Sie im Voraus fest, wie viel Geld Sie in Wertschriften zu investieren bereit sind und welche Erträge Sie langfristig erzielen wollen. Ein detaillierter Investitionsplan ist der erste Schritt zum erfolgreichen Aktienhandel.

2. Ins kalte Wasser springen

Auch wenn Sie nicht zwangsläufig einen Abschluss in Ökonomie benötigen, um im Aktienhandel erfolgreich zu sein, so sind ein gutes Geschäftsverständnis sowie eine klare Vorstellung der Kosten und Risiken beim Börsenhandel unabdingbar.

Wenn Sie sich mit den Grundlagen des Wertschriftenhandels vertraut gemacht haben, sollten Sie zuerst ein Demokonto eröffnen, das moderne Online-Trading-Plattformen kostenlos zur Verfügung stellen. Mit diesen kostenlosen «Simulatoren» können Sie Ihre ersten Transaktionen ohne Verlustrisiko mit Spielgeld ausführen und so praktische Erfahrungen sammeln.

3. An den falschen Broker geraten

Heutzutage gibt es mehr Online-Broker als je zuvor. Kein Wunder: Der Wertschriften-Handel ist ein lukratives Geschäftsfeld. Online-Trading-Plattformen machen mit Courtagen, Depotgebühren und Fremdwährungsaufschlägen jedes Jahr stattliche Umsätze.

Dabei sind die Gebührenunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern enorm. Der Online-Trading-Vergleich von moneyland.ch weist alle wichtigen Kosten aus, die Schweizer Online-Broker in Rechnung stellen.

4. Jeden Hype mitmachen

Der Aktienhandel lebt von Mythen – seien es hochgespielte Aussagen von Börsengurus oder erfundene Aussagen auf Webseiten, die ihre Nutzer an skrupellose Makler verschachern.

Der ganze Börsenrummel dient nicht zuletzt grossen Investmentgesellschaften und Börsenplattformen, die mit ihren Gebühren an jedem Hype mitverdienen. Gutgläubigkeit kann Sie als Kleinanleger allerdings teuer zu stehen kommen. Prüfen Sie jede Investition daher vorgängig sorgfältig, indem Sie möglichst viele Quellen nutzen.

5. Zu hohe Risiken eingehen

Wie viel sind Sie bereit zu verlieren? Viele Trader versäumen es, sich diese wichtige Frage zu stellen. Besonders risikoreich ist der fremdfinanzierte Börsenhandel (zum Beispiel via CFD-Trading), der nicht nur Ihre möglichen Erträge, sondern auch Ihre möglichen Verluste vervielfacht. Sie sollten sich deshalb vor jeder Transaktion der möglichen Verluste bewusst sein. Riskieren Sie niemals mehr Geld, als Sie sich zu verlieren leisten können.

6. Kurzfristigen Trends folgen

Eine Handvoll von Börsianern mag dank kurzfristiger Trends zu Reichtum gekommen sein. Das ist jedoch die Ausnahme. Schnelle Gewinne hat man häufig auch schnell wieder verloren.

Langfristige Buy-and-Hold-Strategien dagegen sind die sicherere Wahl und bewahren Sie davor, dass Ihre Profite von den zahlreichen Handelsgebühren wieder verzehrt werden. Behalten Sie Ihre Anlagestrategie über längere Zeit bei und profitieren Sie von einem langfristigen Wertzuwachs.

Bevor Sie eine Aktie eines Unternehmens kaufen, sollten Sie sich fragen, ob die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen der Firma ein Potential für nachhaltiges Wachstum bieten. Alternativ können Sie Ihr Geld in passive Anlagefonds (ETFs) anlegen, welche die Börsenkurse von gesamten Marktsegmenten statt einzelner Aktien abbilden. Aber auch im Fall von ETFs sollten Sie das langfristige Wachstumspotential unter die Lupe nehmen.

7. An verlustreichen Positionen festhalten

Uns allen fällt es schwer, Fehlentscheidungen zuzugeben. Bei Anlegern führt dies oft dazu, dass sie sich nicht von vergangenen Fehlinvestitionen trennen möchten. Abzuwarten und darauf zu hoffen, dass sich das Blatt einer schlechten Investition wendet, ist eine der sichersten Methoden, Geld zu verlieren. Verliert eine Handelsposition mit guten Gründen kontinuierlich an Wert, lassen Sie sie besser fallen und begrenzen Sie Ihre Verluste rechtzeitig.

8. Süchtig werden

An der Börse locken tägliche hohe Gewinne. Das Traden an den Aktienmärkten hat Suchtpotential, das im schlimmsten Fall zum finanziellen Absturz führen kann. Ein solches Worst-Case-Szenario vermeiden Sie mit einer nachhaltigen Anlagestrategie. Nehmen Sie eine langfristige Anlageperspektive ein. Lassen Sie sich nicht durch das tägliche Auf und Ab der Börsenkurse irreführen.

Weitere Informationen:
Broker-Vergleich der Schweiz
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