Haushaltskonto
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Yuh lanciert mit Yuh & Me ein Gemeinschaftskonto. Ralf Beyeler von moneyland.ch hat das Produkt unter die Lupe genommen und mit den Angeboten von etablierten Banken und anderen Smartphone-Banken verglichen.
Die grösste Schweizer Smartphone-Bank Yuh bietet ab sofort das Gemeinschaftskonto «Yuh & Me» für zwei Personen an. Die beiden Personen müssen nicht im gleichen Haushalt wohnen. Beide Personen erhalten eine virtuelle Karte. Auf Wunsch können sie zusätzlich eine Plastikkarte bestellen. Für das Konto und die Karten verrechnet Yuh keine Grundgebühren.
Beide Kontoinhaber können in der Yuh-App vom privaten zum gemeinsamen Konto wechseln. Zudem erhalten beide die Benachrichtigungen. Bei Yuh sind auch Sparprojekte, eBill und Twint auf dem gemeinsamen Konto möglich. In Zukunft möchte Yuh auch gemeinsames Investieren in Wertschriften anbieten.
Über das Gemeinschaftskonto können Ehepaare, Paare und teils auch Wohngemeinschaften die Ausgaben für den gemeinsamen Haushalt bezahlen. Beispiele dafür sind die Miete, die alltäglichen Einkäufe, das Internet-Abo und die Stromrechnung. Deshalb ist auch der Begriff Haushaltskonto verbreitet.
Ratgeber zu Gemeinschaftskonten
Der Ratgeber von moneyland.ch zu Gemeinschaftskonten bietet einen umfassenden Überblick über die Angebote verschiedener Banken.
Ausserdem beantwortet der Ratgeber viele Fragen zu gemeinsamen Konten und gibt Tipps zum Umgang mit einem Gemeinschaftskonto.
Was unterscheidet «Yuh & Me» von der Konkurrenz?
In der Schweiz bieten fast alle traditionellen Banken ein Gemeinschaftskonto an. Bei Smartphone-Banken ist dies hingegen bisher kaum ein Thema gewesen. Einzig Neon bietet seit 2024 ein solches Konto an. Jetzt tritt Yuh in den Markt ein.
Die wichtigsten Unterschiede zu vielen Angeboten der Konkurrenz:
Bei anderen Eigenschaften unterscheidet sich Yuh jedoch nicht von der Konkurrenz: Das gemeinsame Bankkonto hat eine eigene IBAN. Beide Kontoinhaber können auf das Konto zugreifen und sehen alle Transaktionen.
Vergleich mit anderen Banken
Die zweitgrösste Schweizer Smartphone-Bank Neon bietet seit rund zwei Jahren mit «Neon Duo» ein Gemeinschaftskonto an. Dieses kostet pro Person 3 Franken im Monat. Ein Paar bezahlt damit jährlich 72 Franken Grundgebühren. Bei Yuh sind es hingegen 0 Franken.
Bei den etablierten Schweizer Banken unterscheiden sich die Kosten für ein Gemeinschaftskonto. Einige Banken wie die Bank WIR, die Berner Kantonalbank oder die Zürcher Kantonalbank verlangen für ein Konto mit zwei Karten keine Grundgebühren. Je nach Bank können aber auch Kosten anfallen.
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Einschätzung von Geld-Experte Ralf Beyeler von moneyland.ch
Das neue Gemeinschaftskonto von Yuh überzeugt mich. Es passt perfekt zu Yuh. Yuh positioniert das Gemeinschaftskonto als modernes eigenes Produkt. Die Eigenschaften und Vorteile werden den Kundinnen und Kunden klar kommuniziert.
Das steht im Widerspruch zu vielen etablierten Schweizer Banken. In deren Produktunterlagen sind kaum Informationen zum Gemeinschaftskonto verfügbar. Die Banken vermarkten das Gemeinschaftskonto nicht. Stattdessen ist es ein staubtrockener Punkt im Kleingedruckten.
Spannend wird sein, wie Neon auf die Offensive von Yuh reagieren wird. Mich würde nicht überraschen, wenn Neon die Konditionen ihres Gemeinschaftskontos überdenken würde.
Schade finde ich, dass Yuh das Gemeinschaftskonto auf zwei Personen beschränkt. Gerade bei Yuh könnte ein Gemeinschaftskonto für grössere Wohngemeinschaften sinnvoll sein. Auch Wohngemeinschaften mit drei oder vier Personen könnten dann ein gemeinsames Konto nutzen.