Neun kluge Börsenregeln

Die Moneyland-Redaktion präsentiert neun neunmalkluge Börsen-Weisheiten, die für einmal mit ein bisschen weniger Vorsicht zu geniessen sind.

Die Börse lebt vom stetigen Auf und Ab ihrer Kurse. Schon viele Anleger haben mit mehr oder weniger viel Glück versucht, die chaotischen Zustände am Aktienmarkt vorauszusagen. Dabei ist an der Börse Gewissheit mit Sicherheit ein besonders rares Gut.

Regel 1: Der richtige Moment. Den richtigen Moment für eine Investition gibt es – allerdings ist er erst in der Zukunft mit Sicherheit als solcher erkennbar. Und im Nachhinein ist man ja bekanntlich immer schlauer. Also: beim Versuch, den richtigen Zeitpunkt für den Kauf von Wertschriften zu erwischen, brauchen Sie vor allem eine gute Portion Glück.

Regel 2: Die sicheren Insider-Tipps. Die grösste Chance auf einen kurzfristigen Erfolg an der Börse haben Sie mit börsenrelevanten Informationen, die sonst kein Anleger hat. Nur werden börsenrelevante Informationen, wenn sie sich herumsprechen, in Windeseile in den Kurs eingepreist – und sind dann keine Insider-Tipps mehr. Insider-Handel gibt es zwar schon – ist aber illegal.

Regel 3: Die lieben Gurus. Täglich sind Tausende von Börsen-Prognosen von mehr oder weniger fachkundigen Börsen-Experten im Umlauf. Taugen tun die wenigsten etwas. Kein Wunder bei der Vielzahl von Kurs-Faktoren, die gegenseitig in komplexen Wechselwirkungen stehen. Die meisten Börsen-Gurus hätten sich schon längst zur Ruhe gesetzt, wenn sie mit ihren eigenen Tipps langfristig Erfolg gehabt hätten.

Regel 4: Die bösen Kosten. In Kursprognosen ist viel Luft drin. Mit deutlich grösserer Sicherheit lässt sich die Auswirkung der Handelskosten auf den Börsen-Erfolg vorhersagen. Genau: je teurer die Trading-Kosten, desto weniger bleibt am Ende des Börsen-Jahrs auf dem Konto zurück. Also: Günstigen Broker wählen.

Regel 5: Die leeren Taschen. Der Spruch ist zwar schon uralt – er stimmt aber in der Mehrheit der Fälle immer noch: hin und her macht Taschen leer. Je häufiger Sie handeln, desto mehr Gebühren müssen Sie berappen. Neben den Broker-Kosten kommen noch Börsen-Gebühren und staatliche Steuern wie Umsatzabgaben hinzu.

Regel 6: Die lange Sicht. Auf die lange Sicht sind die Aktienmärkte – zumindest bis anhin – immer gestiegen. Auf kurze Sicht kann es immer wieder Kurstaucher geben – die im Fall von grösseren Finanzkrisen auch Jahre andauern können. Rüsten Sie sich also mit Geduld.

Regel 7: Der widerspenstige Markt. Den Markt schlagen – das wollen alle. Nur schaffen es auch die Profis nicht auf längere Sicht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, versucht es gar nicht erst, mit auserwählten Einzeltiteln besser als der Durchschnitt zu sein. Allerdings müssen Sie auch beim passiven Investieren immer noch auf die richtigen Märkte und passiven Produkte tippen.

Regel 8: Die perfekte Strategie. Gibt es nicht. Trotzdem stellt sich der vernünftige Investor eine Strategie zusammen. Diese beinhaltet nicht zuletzt die adjustierte Vermögensverteilung auf verschiedene Anlageklassen, um so das Risiko zu minimieren. Wenn es dann im Portfolio auch für ein Spielgeld an der Börse noch Platz hat, umso besser.

Regel 9: Der risikoreiche Spass-Faktor. Langfristiges passives Anlegen ist risikoärmer und vernünftiger als aktives Traden an der Börse. Aber zweifelsohne auch langweiliger. Es hindert Sie denn auch niemand daran, nach Lust und Laune zu handeln. Nur dürfen Sie dann nicht überrascht sein, wenn’s einmal in die Hose geht. Freuen Sie sich natürlich desto mehr, wenn das Spiel mit dem Risiko lukrativ endet.

Ihre Moneyland-Redaktion

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