einzahlung scheine schweiz

Einzahlungsscheine in der Schweiz

Welche Schweizer Einzahlungsscheine gibt es? Wie füllt man sie aus?

In der Schweiz gibt es prinzipiell zwei Einzahlungsschein-Typen: Orange Einzahlungsscheine mit Referenznummern (ESR) sowie rote Einzahlungsscheine ohne Referenznummern (ES) (bis 1998 waren die orangen Einzahlungsscheine ursprünglich blau, die roten Scheine waren grün). Die Einzahlungsschein-Vorlagen sind auch elektronisch im Online-Banking des Zahlungskontos (Privatkonto oder Firmenkonto) abrufbar.

Oranger Einzahlungsschein, kurz erklärt:

  • Abkürzung: ESR (BESR / VESR).
  • Ist, wie es der Name sagt, orange eingefärbt.
  • Kann dank der Referenznummer automatisch verarbeitet werden. Im Referenzcode sind Betrag, Identifikationsnummer, Rechnungsnummer und Teilnehmer enthalten.
  • Es können im Gegensatz zum roten Einzahlungsschein keine individuellen Mitteilungen übermittelt werden.
  • Geeignet für grössere Belegvolumina.
  • Es gibt zwei Arten von orangen Einzahlungsscheinen:
    BESR: Bank-Einzahlungsscheine mit Referenznummern für Einzahlungen auf ein Bankkonto.
    VESR: Post-Einzahlungsscheine mit Referenznummern für Einzahlungen auf ein Postkonto.

Roter Einzahlungsschein, kurz erklärt:

  • Abkürzung: ES.
  • Im Unterschied zum orangen Einzahlungsschein ohne Referenznummer.
  • Es gibt ein Feld für individuelle Mitteilungen (Zahlungszweck). Diese Angaben können dann auf der Gutschriftsanzeige erscheinen.
  • Geeignet für eher geringere Belegvolumina.

Felder zum Ausfüllen beim orangen Einzahlungsschein:

  • Konto: Geben Sie die Kontonummer des Begünstigten ein.
  • Betrag: Geben Sie die Höhe des Betrags ein. Achten Sie darauf, dass Sie die Rappenbeträge hinter dem Punkt eingeben.
  • Achtung Währung (unter Umständen im Online-Banking relevant): Wenn die Währung nicht korrekt angegeben wird, können dafür je nach Bank Mehrkosten in Rechnung gestellt werden.
  • Referenznummer: Geben Sie die Referenznummer ein, falls sie nicht bereits aufgeführt ist (beziehungsweise tippen Sie die Referenznummer vom ausgedruckten orangen Einzahlungsschein für das Formular im Online-Banking ab). Die Nullen am Anfang der Referenznummer müssen nicht eingetippt werden.
  • Im Fall von E-Rechnungen müssen alle diese Angaben nicht mehr eingegeben werden – sie sind bereits online aufgeführt.

Felder zum Ausfüllen beim roten Einzahlungsschein:

  • Konto: Geben Sie die Kontonummer des Begünstigten ein.
  • Betrag: Geben Sie die Höhe des Betrags ein. Achten Sie darauf, dass Sie die Rappenbeträge hinter dem Punkt eingeben.
  • Eingabe von persönlichen Kommentaren (Zahlungszweck) möglich.
  • Achtung Währung (unter Umständen im Online-Banking relevant): Wenn die Währung nicht korrekt angegeben wird, können dafür je nach Bank Mehrkosten in Rechnung gestellt werden.

Einzahlungen mit Einzahlungsscheinen am Postschalter:

  • Die Einzahlung ist kostenlos, allerdings werden dem Empfänger verhältnismässig hohe Gebühren in Abhängigkeit zum einbezahlten Betrag belastet – bei roten Einzahlungsscheinen sind die Gebühren höher als bei Einzahlungen mit orangen Scheinen.

Gut zu wissen: Ab 2018 werden sowohl rote als auch orange Einzahlungsscheine durch einen neuen Schein ersetzt. In einer Übergangsphase von 2018 bis zum Juni 2020 werden die herkömmlichen Einzahlungsscheine noch akzeptiert. Danach ist nur noch der neue Beleg gültig.

Der zukünftige Einzahlungsschein wird mit einem QR-Code ausgestattet und funktioniert nur noch per IBAN-Nummer. Er wird sowohl für Zahlungen ins In- wie auch ins Ausland im Rahmen des SEPA-Zahlungsraums gebraucht werden können.

Ihre Moneyland-Redaktion

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