freizuegigkeitskonto kosten

Was kostet ein Freizügigkeitskonto?

Im folgenden Beitrag von moneyland.ch erfahren Sie alles über die möglichen Kosten von Schweizer Freizügigkeitskonten.

Zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl des richtigen Freizügigkeitskontos gehören die Zinssätze, die von Anbieter zu Anbieter markant variieren können. Lohnenswert ist es aber auch, einen Blick auf die anfallenden Kosten zu werfen.

Freizügigkeitskonto nicht immer kostenlos

Freizügigkeitskonti gelten gemeinhin als kostenlos. Eine genauere Analyse zeigt jedoch, dass die Auflösung des Freizügigkeitskontos bei vielen Schweizer Banken und Versicherungen einen Preis hat.

Sogar die reguläre Kontoführung eines Freizügigkeitskontos ist nicht bei allen Anbietern kostenfrei.

Frühzeitige Auflösung kostenpflichtig

Kostenpflichtig ist bei vielen Anbietern die frühzeitige Auflösung des Freizügigkeitskontos. So können Kosten anfallen für folgende vorzeitige Auflösungsgründe: Wechsel zu einem anderen Anbieter, Tod, Bezug einer Invalidenrente, Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit, Erwerb oder Erstellung von selbstbewohntem Wohneigentum, Amortisation von Hypotheken im In- und Ausland, endgültige Auswanderung aus der Schweiz sowie Ehescheidung.

Grosse Kostenunterschiede

Die Kosten variieren je nach Anbieter und Auflösungsgrund markant. Die genauen Kosten können auf den Anbieterseiten von moneyland.ch oder auf der Resultatseite des Freizügigkeitskonto-Vergleichs in der Kostenaufschlüsselung transparent eingesehen werden.

Einige Freizügigkeitskonto-Anbieter verlangen nur dann eine Gebühr, wenn das Geld zu einem Drittanbieter transferiert werden soll. Andere Anbieter nur dann, wenn nach der Kontosaldierung keine weiteren Dienstleistungen der Bank mehr in Anspruch genommen werden.

Einige Stiftungen stellen nur dann eine Saldierungsgebühr in Rechnung, wenn das Konto bereits nach weniger als einem Jahr nach Eröffnung wieder aufgelöst wird. Für diesen Fall verlangt zum Beispiel die Revor-Stiftung 25 Franken.

Extra-Gebühren für Wohneigentum

Besonders häufig anzutreffen sind ausserordentliche Saldierungskosten im Zusammenhang mit selbstbewohntem Wohneigentum. Banken sprechen in diesem Fall in der abkürzenden Fachsprache von «WEF», also Wohneigentumsförderung.

Wenn Freizügigkeitsgelder für Wohneigentum und Hypotheken in der Schweiz verwendet werden, verlangen viele Stiftungen zwischen 200 bis 400 Franken als Bearbeitungsgebühr. Bei einigen Anbietern kommen Gebühren im Zusammenhang mit dem Grundbucheintrag noch dazu. Für Wohneigentum im Ausland können zusätzliche Gebühren fällig werden.

Freizügigkeitskonten der Rendita-Stiftungen sind bis auf die Administrationsgebühr von 400 Franken für Wohneigentumsförderung kostenlos. Die Revor-Stiftung verlangt ebenfalls eine Bearbeitungsgebühr von 400 Franken (Grundbucheintrag inklusive).

Bei einigen Banken ist der Freizügigkeitskapital-Bezug kostenlos, falls eine hauseigene Hypothek gewählt wird.

Reguläre Saldierung: auch nicht immer gratis

Auch die ordentliche Saldierung - etwa um sich nach einer Arbeitspause wieder einer Pensionskasse anzuschliessen - wird bei bestimmten Anbietern verrechnet. Je nach Bank oder Versicherung können 20, 25, 30, 50 oder sogar 100 Franken fällig werden. Weitere Gebühren können für zusätzliche unterjährige Kontoauszüge oder Adressnachforschungen verlangt werden.

Kostenlose Anbieter?

Leider gibt es seit einiger Zeit keine vollständig kostenlosen und spesenfreien Freizügigkeitskonten mehr. Je nach Auflösungsszenario kann ein Freizügigkeitskonto aber weiterhin kostenlos sein.

Weitere Informationen:
Freizügigkeitskonto: interaktiver Vergleich
Vorsorgefonds der zweiten und dritten Säule

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