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Gratis-Kreditkarten in der Schweiz

Weshalb auch «Gratis-Kreditkarten» nicht immer kostenlos sind, erklärt der folgende Ratgeber-Beitrag vom unabhängigen Online-Vergleichsdienst moneyland.ch.

Um es gleich vorwegzunehmen: Es gibt keine vollständig kostenlosen Kreditkarten. Weder in der Schweiz noch sonst wo auf der Welt. Sonst würde das Kreditkarten-Geschäft der betroffenen Firma zum Erliegen kommen.

Wenn Schweizer Kreditkarten-Herausgeber von «Gratis-Kreditkarten» sprechen, meinen sie damit, dass keine Jahresgebühren anfallen.

Beim Kreditkartengebrauch fallen neben der Jahresgebühr aber eine Reihe von weiteren Kosten an. Das gilt auch für so genannte Gratis-Kreditkarten.

Zu den weiteren Gebühren gehören zum Beispiel Bearbeitungsgebühren für Fremdwährungen,  Wechselkursaufschläge und Bargeldbezugsgebühren. Bei Prepaid-Karten können so genannte Aufladegebühren dazukommen.

Weitere Nebengebühren, die je nach Umständen anfallen, sind Gebühren für Rechnungen, Transaktionsauszüge, Kartensperrungen und Telefonate.

Migros Cumulus-Mastercard

Die Migros Cumulus-Mastercard der Cembra Money Bank in Kooperation mit dem Detailhändler Migros ist die Kreditkarte mit den meisten Kunden der Schweiz. Sie ist nur als Mastercard, nicht aber als Visa-Karte erhältlich. Kunden erhalten Cumulus-Punkte im Verhältnis zum Kartenumsatz (ausserhalb der Migros-Geschäfte) gutgeschrieben.

Coop Supercard Kreditkarte

Ab 1. November 2018 gibt es die neue Supercard-Kreditkarte von TopCard (UBS) in Zusammenarbeit mit Coop. Die Karte ist eingeführt worden, nachdem Coop und Swisscard ihre Zusammenarbeit bezüglich der Gratis-Kreditkarte Coop Supercardplus beendet hatten. Die Coop Supercard gibt es auch als Prepaid-Karte, allerdings fallen in dieser Version Aufladegebühren an. Mit der Supercard-Kreditkarte können Superpunkte (ausserhalb der Coop-Geschäfte) gesammelt werden.

Cashback-Kreditkarte von Swisscard

Am 1. November 2018 hat Swisscard für ehemalige Coop-Supercardplus-Kunden die Cashback-Single-Kreditkarten ins Leben gerufen. Im März 2019 sind dann als Weiterentwicklung die Cashback-Kreditkarten (als Kartenduo) ins Leben gerufen worden. Die neuen Cashback-Kreditkarten sind sowohl als Visa-, Mastercard- als auch als Amex-Variante erhältlich. Es handelt sich um die erste Gratis-Kreditkarten der Schweiz mit Apple und Samsung Pay sowie einer Cashback-Funktion.

Gebühren im Vergleich

Gratiskreditkarten verlangen für Fremdwährungen und Umsätze in Schweizer Franken im Ausland eine Bearbeitungsgebühr von 1.5% beziehungsweise 2.5% (Cashback-Kreditkarten von Swisscard).

Im Unterschied zu einigen anderen Kreditkarten verlangen alle auch eine Gebühr für die Papierrechnung, nämlich 1.95 Franken pro Rechnung.

Auch die Hotline ist nicht gratis: Swisscard und Topcard beispielsweise verlangen für Anrufe im Zusammenhang mit ihren Gratis-Kreditkarten 1.90 Franken pro Anruf.

Bei allen Gratis-Kreditkarten fallen ausserdem Wechselkurskosten an. Im Fall der Migros Cumulus-Mastercard kommt der Wechselkurs von Cembra Money Bank, im Fall der Supercard-Kreditarte von Coop/TopCard der Kurs der UBS und im Fall der Cashback-Kreditkarte der Kurs von Swisscard zur Anwedung.

UBS Basic Card

Neben der Migros-Cumulus-, der Coop-Supercard- und der Cashback-Kreditkarte gibt es weitere Kreditkarten, die je nach Nutzung ebenfalls keine Jahresgebühren verlangen.

Die UBS Basic Card Visa/Mastercard ist kostenlos, sofern mindestens 24 Transaktionen pro Jahr durchgeführt werden. Ansonsten kostet die Karte 40 pro Jahr ab dem zweiten Jahr.

Des weiteren gibt es Prepaid-Karten ohne Jahresgebühren. Beispiel: Die Swiss Bankers Travel Cash Card.

Nicht zuletzt soll erwähnt werden, dass im Rahmen von Bankpaketen in der Regel keine Jahresgebühren für Kreditkarten anfallen. Dafür wird für das gesamte Bankpaket eine fixe Gebühr in Rechnung gestellt.

Gratis-Kreditkarten: Achtung vor Kreditzinsen

Wie auch bei anderen Schweizer Kreditkarten fallen auch bei Gratis-Kreditkarten hohe Kreditzinsen an, wenn eine Rechnung nicht rechtzeitig beglichen wird. Tatsächlich sind Kreditkosten eine wichtige Einnahmequelle für Kreditkarten-Herausgeber. Tipp: Richten Sie immer ein Lastschriftverfahren ein, damit Sie nie die teuren Kreditzinsen bezahlen müssen.

Gratis-Kreditkarten: Auf die Nutzung kommt es an

Je nach Nutzungsverhalten sind am Ende des Tages nicht immer die Gratis-Kreditkarten die günstigsten. Sondern manchmal auch solche, die eine Jahresgebühr in Rechnung stellen. Herausfinden können Sie dies nur mit einem individuellen Kreditkartenvergleich, der alle Kostenfaktoren berücksichtigt.

Wenn Sie an Zusatzleistungen interessiert sind, sollten Sie darüber hinaus auch die entsprechenden Services berücksichtigen. Günstige Kreditkarten offerieren häufig geringere Zusatzleistungen.

Der Vergleich der Kreditkarten auf moneyland.ch berücksichtigt als einziger in der Schweiz neben den Kosten auch die Leistungen der Karten. Services wie Versicherungen, Flugmeilen oder Bonusprogramme lassen sich bequem auf der Resultatseite nach Leistungsumfang sortieren.

Weitere Informationen:
Zum neutralen Vergleich von Schweizer Kreditkarten (inklusive Gratiskarten)

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