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Die 11 besten Tipps für die Wahl des richtigen Handy-Abos

Telefonieren und Surfen mit Smartphones kann rasch ins Geld gehen. Im Folgenden erfahren Sie die wichtigsten Tipps für die Wahl des richtigen Handy-Abos vom unabhängigen Online-Vergleichsdienst moneyland.ch.

Bevor Sie sich für ein Schweizer Handy-Abo oder Prepaid-Angebot entscheiden, sollten Sie sich mit den Konditionen der Angebote auseinandersetzen. Die folgenden wichtigsten Handy-Abo-Tipps helfen Ihnen dabei.

Tipp 1: Bedürfnisse abklären

Bei vielen Schweizer Abos sind mittlerweile unlimitierte Telefongespräche, unlimitierte Internet-Nutzung und manchmal sogar Inklusiv-Roaming enthalten. Solche Abos sind entsprechend teuer. Viele Telekom-Kunden überschätzen Ihren Handy-Konsum: Durchschnittsnutzer bräuchten solche Angebote gar nicht.

Damit Sie Ihr Geld nicht für teure Abo-Gebühren verschwenden, sollten Sie vor der Wahl des geeigneten Abos kurz abklären, wie viele Minuten Sie ungefähr telefonieren und wie viele Daten Sie mit Ihrem Smartphone pro Monat übertragen. Im Zweifelsfall entscheiden Sie sich zuerst besser für eine günstigere Abo-Variante. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie im Bedarfsfall immer zu einer teureren Variante mit mehr Leistung wechseln.

Tipp 2: Netzabdeckung beachten

In der Schweiz betreiben Swisscom, Sunrise und Salt jeweils ein eigenes Mobilfunknetz. In unabhängigen Tests – zum Beispiel von Connect – schneiden die Netze von Swisscom und Sunrise sehr gut ab. Schlechter wird das Netz von Salt bewertet.

Klären Sie ab, wie die Netzabdeckung an Orten ist, wo Sie sich oft aufhalten. Also zum Beispiel in der Wohnung, im Büro, im Vereinslokal oder auf dem Arbeitsweg. Denn je nach Ort kann es erhebliche Unterschiede zwischen den Netzen geben.

LTE oder 4G ist der modernste Mobilfunkstandard und ermöglicht eine effizientere Nutzung und einen schnelleren Internet-Zugang. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Abo den LTE-Standard unterstützt.

Tipp 3: Passende Internet-Geschwindigkeit wählen

Viele Schweizer Telekom-Anbieter beschränken die Geschwindigkeit des mobilen Internets. Bestimmte Anbieter wie Salt oder Wingo bieten allen Kunden den vollen Speed. Bei anderen Anbietern kann es je nach Abo Unterschiede geben. So erhalten bei Swisscom nur die Kunden der teuersten Abos die volle Geschwindigkeit.

Bei einer durchschnittlichen mobilen Nutzung des Internets reicht ein Abo mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 20 Mbit/s in der Regel aus. Wenn Sie grosse Datenmengen übertragen oder Ihr Smartphone als Modem für Ihren Laptop verwenden, könnte die Wahl einer höheren Geschwindigkeit sinnvoll sein. moneyland.ch informiert Sie im Handy-Abo-Vergleich über die offerierte Geschwindigkeit je nach Angebot.

Auch wichtig: Hinterfragen Sie die Anbieterangaben kritisch. Beim Internet-Zugang über das Mobilfunknetz teilen sich die Kunden die verfügbare Bandbreite. Die Folge: Die Kunden erhalten meistens nicht die versprochene Geschwindigkeit.

Tipp 4: Flatrates sind häufig nicht die beste Wahl

Schauen Sie gerne unterwegs YouTube oder Netflix? Oder streamen Sie Musik via Mobilfunknetz? In diesem Fall kann sich eine Flatrate lohnen, da Sie grosse Datenmengen übertragen.

Wichtig zu wissen: Wenn Sie WLAN statt das Mobilfunknetz nutzen, benötigen Sie auch keine Flatrate. Bei vielen Streaming-Diensten wie Spotify oder Netflix können Sie Inhalte über ein WLAN herunterladen und zu einem späteren Zeitpunkt im Offline-Modus anschauen, ohne dass Daten übertragen werden. Auf diese Weise können Sie auf ein teures Flatrate-Angebot verzichten.

Tipp 5: Prepaid-Angebote berücksichtigen

Bei Prepaid-Angeboten müssen Sie vor der Nutzung immer zuerst ein Guthaben aufladen. Das ist zwar etwas mühsamer als bei einem gewöhnlichen Postpaid-Abo. Allerdings haben Prepaid-Abos auch Vorteile: So würden viele Konsumenten mit einem Prepaid-Angebot geringere Gebühren zahlen. Ausserdem sind Sie nicht durch langlaufende Verträge an den Anbieter gebunden, sondern können jederzeit den Anbieter wechseln. Überdies können Sie mit einem Prepaid-Angebot nie mehr Geld ausgeben, als Sie eingezahlt haben.

Auch benötigen Sie kein Handy-Abo mehr, wenn Sie mit Ihrem Smartphone im Internet surfen möchten. Prepaid-Angebote sind mittlerweile ebenfalls mit Datenpaketen und Optionen verfügbar.

Tipp 6: Wechseln, ohne Nummer zu verlieren

Viele Konsumenten gehen fälschlicherweise davon aus, dass sie mit einem Anbieterwechsel auch ihre Telefonnummer verlieren. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Auch bei einem Wechsel des Handy-Abo-Anbieters können Sie Ihre Nummer behalten.

Teilen Sie Ihrem Telekom-Anbieter beim Vertragsabschluss einfach mit, dass Sie weiterhin an Ihrer Nummer festhalten möchten. Ihr neuer Anbieter wird dann das Umschaltdatum mit dem bisherigen Anbieter absprechen. Wichtig: Teilen Sie Ihrem bisherigen Anbieter unbedingt mit, dass Sie unter Einhaltung der Vertragsbedingungen wechseln wollen. Ansonsten kann es sein, dass Sie eine Strafgebühr aufgebrummt erhalten.

Tipp 7: Sich nicht von Gratis-Handys blenden lassen

Immer noch gibt es Mobilfunk-Anbieter und Handy-Verkäufer wie Mobilezone, Interdiscount oder Fust, die sehr günstige oder sogar kostenlose Smartphones zusammen mit bestimmten Abos anbieten. Aber Achtung: Das Smartphone ist natürlich nicht gratis, sondern wird über das mitverkaufte Abo abbezahlt. Bei einem frühzeitigen Ausstieg aus dem Vertrag fallen hingegen oft hohe Strafgebühren an.

Positiv ist, dass inzwischen immer mehr Anbieter wie Sunrise, M-Budget oder SimplyMobile auf so genannte Abzahlungsverträge setzen: Kunden können den Kaufpreis des Smartphones während der Vertragslaufzeit abstottern. Wenn Kunden ihr Handy-Abo vorzeitig auflösen möchten, müssen sie zwar noch die ausstehenden Raten bezahlen, allerdings keine Strafgebühren mehr.

Tipp 8: Keine Knebelverträge abschliessen

Immer wieder werden Schweizer Konsumenten nach einer Abo-Kündigung von hohen Rechnungen überrascht. Der Grund: Bei einer frühzeitigen Kündigung verrechnen Schweizer Telekom-Anbieter hohe Strafgebühren, die rasch einmal 1000 Franken und mehr betragen können. Diese können sogar dann anfallen, wenn Sie als Kunde beim gleichen Anbieter zu einem anderen Abo wechseln möchten.

Die Strafgebühren können Sie umgehen, wenn Sie keine Verträge mit langen Mindestvertragsdauern abschliessen. Einige Telekom-Anbieter sind mittlerweile kundenfreundlich und kennen keine Mindestvertragsdauer mehr. Doch auch diese Anbieter verlangen in der Regel eine Kündigungsfrist von zwei Monaten. Das heisst, dass Sie im Kündigungsfall noch während maximal zwei Monaten Abo-Gebühren begleichen müssen. Im Handy-Abo-Vergleich auf moneyland.ch werden deshalb Mindestvertragsdauer und Kündigungsfrist für jedes Abo angegeben.

Tipp 9: Kleinere Anbieter sind oft günstiger

Viele Schweizer Handy-Abo-Kunden denken beim Thema Mobilfunk nur an die drei grossen Netzbetreiber Swisscom, Sunrise und Salt. Das ist ein Fehler. Denn die grossen Mobilfunk-Provider fahren eine Mehrmarken-Strategie und bieten viele Angebote unter einer eigenen Zweitmarke oder in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen unter einer Drittmarke zu günstigeren Preisen an.

So verkauft Swisscom ihre Produkte auch unter den Namen Wingo, SimplyMobile und M-Budget. Zu Sunrise gehören auch die kleineren Anbieter Aldi, Lebara oder Yallo. Und hinter dem Mobilfunk-Angebot von Coop steht Salt.

Tipp 10: Roaming-Tarife vergleichen

Beim Roaming gibt es weiterhin grosse Tarif-Unterschiede. Während manche Telekom-Anbieter bezahlbare Datenpakete und Optionen für Roaming in Europa offerieren, bleiben andere Anbieter teuer.

Wenn Sie gerne ausserhalb Europas in fernen Ländern unterwegs sind, sollten Sie die Roaming-Kosten vor der Wahl eines Handy-Abos besonders genau unter die Lupe nehmen. Die Anbieter-Unterschiede für Roaming-Dienste in exotischen Ländern sind riesig: Einige Telekom-Anbieter offerieren 1 GB Daten-Roaming für weniger als 30 Franken, während andere Anbieter gemäss Preisliste mehrere tausend Franken verlangen.

Tipp 11: Kombi-Rabatte kritisch hinterfragen

Wenn Sie mehrere Telekom-Produkte wie TV, Internet, Festnetz oder Handy-Abo beim gleichen Anbieter beziehen, erhalten Sie häufig Kombi-Rabatte. Kombi-Angebote (so genannte «Bundles») sind bequem: In der Regel erhalten Sie nur noch eine einzige Rechnung für alle genutzten Dienstleistungen. Doch aufgepasst: In vielen Fällen bezahlen Sie mit einem Kombi-Angebot mehr, als wenn Sie die Produkte bei verschiedenen günstigen Anbietern kaufen würden.

Weiterführende Informationen:
Handy-Abo in der Schweiz: Vergleich

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