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Die 9 verrücktesten Versicherungen

Erfahren Sie im folgenden Beitrag mehr über einige der absurdesten Versicherungen, welche die Welt bisher gesehen hat.

Während Versicherungen gegen Unfruchtbarkeit oder psychische Probleme bereits verbreitet sind, dürfte es nach wie vor geraume Zeit dauern, bis die folgenden Versicherungen «business as usual» sind. Um Ihnen die Wartezeit zu verkürzen, präsentieren wir Ihnen hier die spitzfindigsten jemals in der Schweiz oder weltweit ausgestellten Versicherungspolicen.

1. Bart-Versicherungen

Es gab einmal eine Zeit, in der nur der professionelle «Santa Claus» Brady White einen Rauschebart tragen konnte, ohne am Flughafen verhaftet oder als Vagabund verunglimpft zu werden. Damals fand es die Öffentlichkeit amüsant, als Lloyds of London diesen Profi-Bart versicherte. Tempi passati! 11 Jahre Hipster-Bewegung später, im Jahr 2017, hatte sich die Einstellung gegenüber Bärten so gründlich geändert, dass es plausibel erschien, als der britische Versicherer Sunlife die Hipster-Bart-Versicherung ins Leben rief. Zugegeben: Die Versicherung wurde am 1. April lanciert. So bleibt also Lloyds bis auf Weiteres der weltweit einzige Bart-Versicherer.

2. Fantasy-Sport-Versicherungen

Fantasy-Football und Bratspiess-Baseball waren in den Vereinigten Staaten schon populär, als Computer noch Etagen füllten und von herumkrabbelnden Käfern ausser Betrieb gesetzt werden konnten. Doch es dauerte geschlagene 50 Jahre, bis Versicherungsunternehmen das riesige Marktpotenzial erkannten, das damit einhergeht. Denn hinter auch noch so fantasievollen Fantasy-Sport-Leistungen stehen Spieler «aus dem echten Leben», die erst noch echtes Geld in ihre Teams investieren. Dies brachte zwei Versicherungsbroker aus Long Island auf die zündende Idee, Fantasy-Sportler gegen «Verluste» aufgrund von Spieler-Verletzungen und anderen Gründen abzusichern.

3. Brusthaar-Versicherungen

Früher führte eine haarige Brust zu Top-Model-Verträgen und Film-Hauptrollen. Doch wo viele Haare sind, ist auch ein grosses Schutzbedürfnis und ein hohes Risiko für Haarverlust. Lloyds of London erkannte das und versicherte Brusthaarbewuchs gegen unnatürlichen Haarverlust – angeblich für bis zu 1 Million Pfund.

4. Regen-Versicherungen

Bauern und Airlines sind besonders wetteranfällig – genau wie Napoleon, der sich diese Sache in Russland vielleicht noch einmal anders überlegt hätte, wenn er den korrekten Wetterbericht gekannt hätte. Doch um eine Ferien-Regen-Versicherung nicht umwerfend lustig zu finden, muss man schon ein ausgesprochen hartgesottener Versicherungs-Fan sein. Das dürfte auch der Grund sein, warum die entsprechende, von der Allianz Global Assistance in der Schweiz ausgestellte Versicherung nur von 2012 bis 2014 existierte. Fazit: Die Schweizer lieben Versicherungen, haben aber kein Problem mit Regen.

5. Lotto-Versicherungen

Wie so oft ist es eine Frage der Perspektive: Während Hinz und Kunz von nichts Anderem träumen als von 6 Richtigen plus Zusatzzahl, sieht es für ihre Arbeitgeber anders aus. Gewinnen ihre wichtigsten Angestellten, könnten sie vor Problemen stehen. Um von Glückspilzen bedrohten Unternehmern schlaflose Nächte zu ersparen, bietet der britische Anbieter «Worldwide Special Risk» Lotto-Versicherungen für Unternehmen an. Sollten ihre Angestellten den Jackpot knacken und kommentarlos Tschüss sagen, deckt diese Versicherung die Kosten, die durch das Anstellen von Ersatzpersonal entstehen oder durch die Rekrutierung geeigneter Nachfolger.

6. Scheidungs-Versicherungen

Bis dass der Tod euch scheidet? Von wegen. Schon ein rascher Blick auf die Statistiken zeigt: Man kann Dümmeres mit seinem Geld anstellen als Scheidungsversicherungen abschliessen. Die meisten Schweizer nehmen Vorlieb mit einer weniger unromantischen Rechtsschutzversicherung. In Grossbritannien ist man da viel pragmatischer: Die Versicherung ARAG bietet eine Police an, welche die Rechtskosten von Scheidungen übernimmt.

7. Zwillings-Versicherungen

Haben Sie schlaflose Nächte, weil Sie aufs Mal gleich zwei oder mehr Babys grossziehen müssen? Hätten Sie vor einigen Jahren in Grossbritannien gelebt, hätte der britische Versicherer Eagle Star die passende Police für Sie gehabt. Es winkten 3000 Pfund, falls Sie in nur einer Schwangerschaft zwei oder mehr Kinder bekommen hätten. Die Versicherungsgesellschaft gibt es – wenn wundert’s – übrigens nicht mehr.

8. Hole-in-One-Versicherungen

Warum soll es bei Versicherungen immer nur um Pech und Unglück gehen? Die Kosten, die zum standesgemässen Feiern eines Hole-in-One im Golfklub anfallen, können respektable Löcher ins Portemonnaie fressen. Mittlerweile gibt es auch dafür eine Lösung: Glückspilze oder hochbegabte Golfer schliessen einfach eine Hole-in-One-Versicherung ab, und schon sind die Kosten gedeckt. Vaudoise und Allianz bieten in der Schweiz entsprechende Produkte an – auch in der Diners-Club Golf-Krediktkarte ist eine entsprechende «Risiko»-Abdeckung inbegriffen.

9. Loch-Ness-Versicherungen

Auf einer Liste der zehn spitzfindigsten Versicherungen darf Nessie nicht fehlen. Die Whiskey-Brennerei Cutty Sark lancierte auf dem Höhepunkt des Nessie-Hypes in den 1970er-Jahren einen PR-Stunt. Die Firma versprach eine Belohnung von 1 Million Pfund für diejenige Person, die Nessie finden konnte. Um sich gegen das Risiko einer Auszahlung zu schützen, wendete sich die Brennerei an Lloyds of London. Doch damit nicht genug. Auch der Tour-Operator Jacobite Cruises, der Loch Ness mit seinen Booten befährt, versicherte die Flotte gegen mögliche Schäden, die Nessie an seinen Booten verursachen könnte.

Weitere Informationen:
Versicherungsvergleiche der Schweiz

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