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Private Banking: Diese 9 Fehler sollten Sie vermeiden

Mit einer Vermögensverwaltung sollte das eigene Vermögen erhalten oder vermehrt werden. Doch wenn Sie Ihr Geld vorbehaltlos einem Vermögensverwalter überlassen, kann das finanziell verheerende Folgen haben. Dieser Ratgeber von moneyland.ch zeigt Ihnen auf, welche Fehler Sie im Private Banking vermeiden sollten.

Die Schweiz ist international bekannt für ihr Private Banking. Private-Banking-Services führen allerdings auch in der Schweiz nicht zwingend zu einem Vermögenszuwachs. Wer sich nicht sorgfältig über die Angebote und die Kosten informiert, wird sein Vermögen kaum vergrössern. Voreilige Kunden können sogar schmerzhafte Verluste erleiden.

Bevor Sie sich auf eine Vermögensverwaltung einlassen, sollten Sie die folgenden Fehler vermeiden.

1. Sich von einem schicken Büro beeindrucken lassen

Luxuriöse Büros an bester Lage sind nicht per se zu verurteilen. Es ist allerdings wichtig, hinter die Fassade zu schauen. Informieren Sie sich über die Leistungen, die Renditen und vor allem die Gebühren des Instituts. Beachten Sie: Grosse Büros an bester Lage haben ihren Preis. Und dieser wird womöglich über hohe Kosten und Gebühren auf den Kunden abgewälzt.

2. Sich von guten Verkäufern blenden lassen

Im Private Banking ist die Beziehung zwischen dem Banker und dem Kunden von grosser Bedeutung. Beachten Sie aber, dass Ihr Banker auch eine Verkäuferrolle hat. Wichtig ist, dass Sie sich wohl fühlen. Sie müssen offen über Ihre Ziele sprechen und um Rat fragen können. Diese zwischenmenschlichen Faktoren sind nicht unwichtig. Ausschlaggebend für die Wahl der Bank sollten aber objektivere Kriterien wie die genauen Konditionen und die Höhe der Kosten sein. Schliesslich könnte Ihr Kundenberater jederzeit durch einen neuen ersetzt werden.

3. Nicht wissen, wie Private Banking funktioniert

Banken verdienen ihr Geld im Vermögensverwaltungsgeschäft durch das Verrechnen von Gebühren an ihre Kunden. Dabei gibt es nicht nur Pauschalgebühren. Viele Gebühren (wie Wechselkurs-Aufschläge) werden auch pro Transaktion verrechnet. Das heisst: Je intensiver Ihr Vermögen bewirtschaftet wird, desto mehr bezahlen Sie. Eine gute Vermögensverwaltungsbank erwirtschaftet anständige Renditen zu vernünftigen Kosten.

4. Angebote nicht vergleichen

Private Banking wird gewöhnlich als Vertrauensgeschäft bezeichnet. Natürlich ist Vertrauen im Banking wichtig. Nur genügt das nicht: Mindestens so wichtig sind die Konditionen und Kosten eines Vermögensverwaltungs- oder Anlageberatungs-Mandats. Das grösste Vertrauen zu einer Bank bringt Ihnen nichts, wenn die Gebühren Ihr Vermögen «wegfressen». Deshalb empfiehlt sich ein Vergleich der verschiedenen Banken und Mandate. Die Gebührendifferenzen können ohne Weiteres mehrere Zehntausend Franken ausmachen. Mit dem Vergleich für Private Banking auf moneyland.ch können Sie das entsprechende Sparpotenzial ohne Aufwand ermitteln.

5. Nicht verhandeln

Retailbanken verrechnen für ihre Private-Banking-Dienstleistungen für gewöhnlich fixe Gebühren, die sich zumindest für kleinere Vermögen nur bedingt verhandeln lassen. Bei Privatbanken für vermögende Privatkunden sind die Gebühren jedoch oftmals verhandelbar.

Grundsätzlich gilt: Je grösser Ihr Vermögen, desto besser stehen Ihre Chancen auf tiefere Gebühren. Fragen Sie die gewünschte Bank nach einem besseren Angebot, falls Ihnen die Gebühren zu hoch erscheinen. Konfrontieren Sie die Bank mit günstigeren Konkurrenzofferten, um günstigere Angebote zu erhalten.

6. Für unnötige Dienstleistungen bezahlen

Banken empfehlen oder verkaufen Ihnen nicht selten Dienstleistungen, die Sie gar nicht brauchen. So machen viele Banken ihren Kunden alternative Anlagen und aktiv gemanagte Fonds schmackhaft. Diese beinhalten typischerweise saftige Gebühren.

Grundsätzlich gilt: Halten Sie sich von Produkten fern, deren finanziellen Nutzen Sie nicht verstehen. Verlangen Sie detaillierte Aufstellungen der Anlagestrategien, der angebotenen Dienstleistungen und der jeweiligen Kosten. Holen Sie bei Bedarf eine Zweitmeinung ein.

Nehmen Sie die einzelnen Dienstleistungen genau unter die Lupe. Lehnen Sie Produkte ab, die Ihre Risikotoleranz übersteigen.

7. Anlagestrategie nicht verstehen

Wenn Sie Ihr hart verdientes Vermögen einer Bank anvertrauen, sollten Sie genau wissen, was mit Ihrem Geld geschieht. Informieren Sie sich über die Anlagetätigkeiten der Bank. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Unterschreiben Sie einen Vermögensverwaltungsvertrag erst, wenn Sie alle nötigen Informationen eingeholt haben. Dazu gehören Informationen zur Anlagestrategie: Wie wird Ihr Vermögen im Detail investiert? Welches sind die erwarteten Renditen? Welche Kosten kommen auf Sie zu? Gute Anlageberater sind in der Lage, die gewünschte Anlagestrategie, deren Vorteile, Nachteile und Risiken verstehen und erklären zu können.

8. In aktiv verwaltete Fonds investieren

Häufig werden in der Vermögensverwaltung Fonds eingesetzt. Das Problem: Für die Verwaltung Ihrer Anlage zahlen Sie in der Praxis zweimal: Einmal für die Verwaltung des Fonds und ein zweites Mal für das Vermögensverwaltungsmandat.

Besonders problematisch sind aktiv gemanagte Fonds. Konventionelle, aktiv verwaltete Fonds werden von professionellen Anlegern betreut. Die meisten können allerdings längerfristig den Marktdurchschnitt nicht schlagen. Ausserdem sind aktiv gemanagte Fonds in der Regel deutlich teurer als passive Fondslösungen.

Passiv verwaltete Fonds wie ETF und Indexfonds orientieren sich an einem Marktindex. Der Administrationsaufwand ist hier deutlich geringer. Die Kosten sind deshalb deutlich tiefer als bei konventionellen aktiven Fonds.

9. Keine Alternativen berücksichtigen

Häufig versuchen Banken, ihren Kunden ab einem gewissen Vermögen (zum Beispiel zwischen 50’000 und 500’000 Franken) ein Vermögensverwaltungsmandat zu verkaufen.

Doch das lohnt sich längst nicht immer. Häufig sind passive Anlagen wie ETF die bessere Lösung. Diese können Sie beispielsweise über einen kostengünstigen Online-Broker selbständig kaufen. Eine weitere Alternative stellen digitale Vermögensverwalter (Robo Advisor) dar, welche Ihr Vermögen automatisiert verwalten.

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