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Quickline mit neuen Tarifen

Der zweitgrösste Schweizer Kabelnetz-Betreiber Quickline hat seine Abos überarbeitet. Telekom-Experte Ralf Beyeler vom unabhängigen Online-Vergleichsdienst moneyland.ch hat die neuen Internet-, TV-, Festnetz- und Mobilfunk-Abos analysiert.

Quickline ist ein überregional tätiger Kabelnetz-Betreiber mit einigen eigenen Kabelnetzen. Daneben verkaufen 23 unabhängige Kabelnetz-Betreiber die Produkte von Quickline. Insgesamt gibt es in rund 400'000 Haushalten einen Anschluss von Quickline. Ein solcher ist in der Regel Voraussetzung für die Nutzung der Quickline-Dienstleistungen.  

Nun hat Quickline seine Preisliste überarbeitet. Ab dem 23. April 2018 gibt es neue Angebote für Internet, TV, Festnetz und Mobilfunk. Quickline ist auf den Branchentrend aufgesprungen und lanciert flexibel kombinierbare Wunsch-Abos. Sunrise hat bereits vor einigen Jahren ein modulares Abo-Baukastensystem eingeführt, inzwischen sind auch Swisscom und UPC nachgezogen.

Kunden, die eine Mobilfunk-Flatrate von Quickline haben, können diese Flatrate neu auch zu Hause nutzen. Wer umgekehrt ein Internet-Abo von Quickline hat, erhält ein Mobilfunk-Abo mit 1 GB Datenvolumen ohne Grundgebühren oder 10 Franken Rabatt auf die Grundgebühr eines Mobilfunk-Abos.

Internet-Abos

Quickline bietet neu drei Internet-Abos an. Das langsamste Internet-Abo «Internet Smart S» bietet neu 60 Mbit/s im Downstream und 15 Mbit/s im Upstream für 35 Franken. Das mittlere Internet-Abo «Internet Smart M» hat eine Internet-Geschwindigkeit von 250 Mbit/s im Downstream und 50 Mbit/s im Upstream und kostet monatlich 55 Franken. Das schnellste Internet-Abo «Internet Smart L» bietet 500 Mbit/s (Downstream) und 50 Mbit/s (Upstream) für 70 Franken. Verglichen mit den bisherigen Angeboten gibt es mehr Geschwindigkeit zum gleichen Preis oder die gleiche Geschwindigkeit zu niedrigeren Preisen.

TV-Abos

Wie bisher erhalten alle Kunden, die an ein Quickline-Kabelnetz angeschlossen sind, das digitale Grundangebot ohne weitere Gebühren. Neu bietet Quickline zwei TV-Pakete an: «TV Smart S» und «TV Smart M». Beide TV-Abos bieten 190 Sender, davon 90 in HD-Qualität. Das kleinere Abo enthält 30 Stunden Replay-TV und einen virtuellen Recorder mit 30 Stunden Aufnahmezeit. Das grössere TV-Abo unterstützt Replay-TV für die vergangenen sieben Tage und enthält einen virtuellen Recorder mit 1200 Stunden Aufnahmezeit. Pro Monat kosten die TV-Abos 20 beziehungsweise 30 Franken.

Festnetz-Abos

Quickline bietet neu zwei Festnetz-Abos an: «Tel Basic» ist ein Festnetz-Anschluss für monatlich 5 Franken. Jede Gesprächsminute in alle Schweizer Netze kostet 20 Rappen. «Tel Smart Flat» enthält eine Flatrate für Anrufe in alle Schweizer Netze, also auch zu Schweizer Handys. Diese Flatrate kostet 20 Franken. Wer ein «Flat»-Handy-Abo von Quickline hat, bezahlt für diese Flatrate keine Grundgebühr.

Mobil-Abos

Neu bietet Quickline vier verschiedene Handy-Abos an. Die Abos mit «Basic» im Namen enthalten keine Gesprächs-Flatrate. Die Abos mit «Flat» im Namen enthalten eine Gesprächs-Flatrate. Die kleine Abo-Variante beinhaltet jeweils 1 GB Datenvolumen pro Monat, die grösseren Abos 5 GB Datenvolumen pro Monat. Zusätzlich sind im Abo jährlich 500 MB oder 2 GB Daten-Roaming in Europa, den USA und Kanada enthalten. Die Grundgebühr beträgt je nach Variante zwischen 10 und 55 Franken pro Monat. Kunden mit einem Internet-Abo von Quickline erhalten einen Rabatt von 10 Franken.

Kabelanschluss-Gebühr

Wie bisher fällt eine Gebühr für den Kabelanschluss an, der in vielen Fällen durch den Vermieter via Nebenkosten-Abrechnung verrechnet wird. Je nach Quickline-Netz ist die Gebühr unterschiedlich hoch. Gemäss Quickline beträgt die Gebühr für den Kabelanschluss maximal 29.90 Franken im Monat.

Quickline im Gesamt-Vergleich

Eine Gesamt-Analyse von moneyland.ch für die Bereiche Mobilfunk, TV, Internet und Festnetz zeigt deutlich: Quickline ist günstiger als Swisscom und UPC, aber meistens teurer als Salt. Je nach Nutzungsverhalten ist Quickline günstiger oder teurer als Sunrise. Die Unterschiede sind happig: Berücksichtigt man 36 unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten, ist Swisscom im Schnitt 47 Prozent teurer als Quickline. UPC ist durchschnittlich 38 Prozent teurer, Sunrise 18 Prozent teurer. Salt hingegen ist im Schnitt 25 Prozent günstiger. Je nach Kombinationsvariante sind andere Schweizer Telekom-Anbieter doppelt so teuer wie Quickline. Die Berechnungsgrundlagen für die Vergleichsanalyse finden Sie hier.

Fazit von Telekom-Experte Ralf Beyeler

Beim Handy-Angebot von Quickline fällt erstens auf, dass Quickline nicht die gleiche Strategie wie die drei grossen Mobilfunk-Anbieter fährt. Swisscom, Sunrise und Salt setzen stark auf unlimitierte Internet-Flatrates. Bei Quickline enthält das grösste Abo 5 GB Datenvolumen pro Monat. Ist diese Menge erreicht, wird das Datenvolumen auf 64 Kbit/s gedrosselt. Auf Wunsch kann der Kunde ein weiteres Paket mit 2 GB für 15 Franken dazu kaufen. «Es ist erstaunlich, dass Quickline – anders als die wichtigsten Konkurrenten – nicht auf Flatrates setzt», so das Urteil von Ralf Beyeler. Fairerweise muss jedoch auch erwähnt werden, dass die meisten Kunden nicht so viele Daten über das Mobilfunknetz übertragen, was eine Flatrate in solchen Fällen überflüssig macht.

Zweitens ist im Fall des kleineren Handy-Abos eine Datenmenge von 1 GB in der heutigen Zeit knapp bemessen. Die meisten Konkurrenten offerieren bei den günstigeren Abos typischerweise 2 GB oder mehr Datenvolumen.

Drittens erstaunt auch, dass Quickline stark auf den Festnetz-Anschluss setzt. Kunden mit einer Mobilfunk-Flatrate erhalten auch eine Flatrate im Festnetz. Viele Kunden brauchen heutzutage allerdings kein Festnetz mehr – entsprechend dürfte ein solches Angebot für viele nicht interessant sein.

Weitere Informationen:
Handy-Abos
Internet-Abos
TV-Abos
Festnetz-Abos

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