1. Was ist Reka-Geld?
Reka-Geld ist ein alternatives Schweizer Zahlungsmittel. Hinter dem Konzept steht die nicht-gewinnorientierte Genossenschaft Schweizer Reisekasse (Reka). Mit über 6000 Akzeptanzstellen und rund einer halben Million aktiven Nutzerinnen und Nutzern ist das Reka-Geld eine der beliebtesten Alternativ-Währungen der Schweiz.
Es gibt drei Arten von Reka-Geld: Reka-Pay, Reka-Rail und Reka-Lunch.
2. Was ist Reka-Pay?
Reka-Pay ist eine alternative Währung der Reka. Eine Reka-Pay-Einheit ist gleich viel wert wie ein Schweizer Franken. Reka-Pay können Sie auf einem Reka-Konto halten und mit einer Reka-Karte ausgeben.
3. Was ist Reka-Rail?
Reka-Rail ist eine alternative Währung der Reka, die hauptsächlich im öffentlichen Verkehr akzeptiert wird. Sie können diese Währung virtuell auf einem Reka-Rail-Konto halten und mit einer Reka-Karte ausgeben.
4. Was sind Reka-Lunch?
Einige Arbeitgeber bieten Reka-Lunch als Lohnnebenleistung an. Bis zu einem Betrag von monatlich 180 Franken pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter fallen keine Steuern und Sozialabgaben (wie Beiträge an AHV, IV, ALV und Pensionskassen) an.
Mehr als 3’500 Akzeptanzstellen nehmen Reka-Lunch als Zahlungsmittel an. Neben Restaurants auch zahlreiche Kantinen, Bäckereien und Cafés.
5. Was ist eine Reka-Karte?
Die Reka-Karte, auch Reka-Card genannt, ist eine Debitkarte, die mit einem persönlichen Reka-Konto verknüpft ist. Die Karten funktionieren an den bargeldlosen Verkaufsstellen (POS-Terminals) der Reka-Partnerhändler.
Die Reka-Karte vereint sowohl Reka-Pay, Reka-Rail als auch Reka-Lunch. Sie können für Ihre Partnerin oder Ihren Partner sowie für Ihre Kinder Zusatzkarten beziehen. Bei den Kindern gilt eine monatliche Ausgabenlimite von 200 Franken.
Reka gibt es auch als Geschenkkarte
Reka-Geld gibt es auch als Geschenkkarte. Diese können Sie derzeit ausschliesslich über die Website der Reka kaufen. Allerdings erhalten Sie keinen Rabatt, ausserdem können Versandkosten anfallen.
Die Informationen in diesem Ratgeber-Artikel beziehen sich nicht auf die Geschenkkarte.
6. Was ist ein Reka-Konto?
Mit der Reka-Karte erhalten Sie ein persönliches Reka-Konto. Dieses ähnelt einem normalen Bankkonto, wird aber nur mit Reka-Geld geführt. Sie können Reka-Pay, Reka-Rail und Reka-Lunch in einem Konto mit jeweils einem Unterkonto führen.
Den Zugriff auf Ihr Konto erhalten Sie über das Webportal (ehemals Rekanet).
Sie können Ihr Reka-Konto via Banküberweisung, mittels QR-Rechnung oder in Coop-Supermärkten aufladen.
7. Was kostet Reka?
Wenn Sie die Reka-Card in ausgewählten Coop-Supermärkten kaufen, beträgt die jährliche Karten- und Kontogebühr 6 Franken. Nach der Online-Registration der Karte wird die Gebühr für das erste Jahr zurückerstattet.
Wenn Sie die Reka-Card über Ihren Arbeitgeber oder einen Verband beziehen, beträgt die Gebühr für die Karte und das Konto maximal 15 Franken im Jahr. Oft übernimmt der Arbeitgeber oder der Verband die Jahresgebühr vollständig oder teilweise.
Für jedes weitere Unterkonto (pro Reka-Geld-Typ) bezahlen Sie zusätzlich 2 Franken pro Jahr und für jede Zusatzkarte (Partnerkarte, Juniorkarte) 6 Franken pro Jahr.
Ausserdem fallen 2.50 Franken pro Kontoauszug an, inklusive Porto. Diese Auszüge können Sie aber deaktivieren.
Erwähnenswert ist auch, dass die Händler für die Annahme von Reka-Geld-Zahlungen relativ hohe Reka-Handelsgebühren bezahlen (1.5 Prozent für Reka-Lunch, 2.5 Prozent für Reka Rail und 3 Prozent für Reka-Pay). Die Reka rechtfertigt diese Gebühren mit ihrer Werbung bei den Reka-Benutzern für die Handelspartner.
8. Wo bekomme ich Reka-Geld?
Sie können Reka-Geld direkt bei der Reka kaufen und erhalten einen Rabatt von 2 Prozent auf deren Wert in Franken. Wer eine Supercard von Coop besitzt, kann Reka-Pay mit einem Rabatt von 3 Prozent beim Kundendienst in Coop-Geschäften kaufen.
Etwa 5000 Schweizer Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Reka-Pay zu vergünstigten Konditionen an. Solche Rabatte durch den Arbeitgeber betragen bis zu 20 Prozent des Nennwerts. Die Arbeitgeber laden die Reka-Konten der Mitarbeitenden entweder direkt auf oder geben den Mitarbeitenden die Möglichkeit, vergünstigtes Reka-Geld zu beziehen.
Auf Reka-Vergünstigungen von bis zu 600 Franken pro Jahr müssen Sie keine Einkommenssteuer und keine Sozialbeiträge zahlen. Beispiel: Wenn Sie bei Ihrem Arbeitgeber 1000 Franken Reka Pay mit einem Rabatt von 20 Prozent kaufen, gelten die 200 Franken, die Sie so gespart haben, nicht als Einkommen. Denn der Betrag ist kleiner als 600 Franken.
Einige Branchenverbände und Gewerkschaften bieten vergünstigtes Reka-Pay als Mitgliederleistung an.
Bei manchen Arbeitgebern erhalten Angestellte Reka Pay als Bonus. Solche Vergütungen müssen Sie nicht als Einkommen versteuern, solange ihr Wert weniger als 500 Franken beträgt.
9. Wo kann ich mit Reka-Geld bezahlen?
An über 6000 Standorten in der Schweiz können Sie mit Reka-Pay bezahlen. Dazu gehören alle Billett-Automaten der SBB und alle Verkaufsstellen des öffentlichen Verkehrs. Sie können mit Reka-Pay an den Tankstellen von BP, Avia und Coop Pronto bezahlen.
Viele Schweizer Reisebüros, Hotels und Freizeiteinrichtungen akzeptieren Reka-Pay – ebenso wie eine Reihe von Restaurants und Take-Aways. Reka-Lunch wird in über 3500 Restaurants, Bäckereien und Imbissbetrieben akzeptiert.
Reka-Rail wird an über 1300 Orten als Zahlungsmittel angenommen – vor allem von Anbietern des öffentlichen Verkehrs. Wichtig: Nahezu alle Akzeptanzstellen von Reka-Rail akzeptieren auch Reka-Pay. Bei der SBB und der BLS können Sie mit der Reka-Karte auch online bezahlen. Eine Übersicht ihrer Akzeptanzstellen bietet die Reka auf ihrer Homepage an.
10. Wie sicher ist das Reka-Geld?
Reka-Kontoguthaben sind bis zu einem Höchstbetrag von 3000 Franken pro Person und 36.5 Millionen Franken für alle Kontoinhaber zusammen garantiert. Die Garantie wird derzeit von der UBS übernommen.
11. Welche Vorteile bietet Reka-Geld?
Der grösste Vorteil von Reka-Geld liegt in seinem Sparpotenzial. Sie können Reka-Geld aufgrund der Rabatte zu einem tieferen Nennwert kaufen. Selbst der Basisrabatt von 2 Prozent bei Direktkäufen bei der Reka ist mehr als doppelt so hoch wie der Cashback von vielen Schweizer Kreditkarten.
12. Welche Nachteile gibt es?
- Reka-Geld können Sie nur in der Schweiz verwenden – und selbst hier ist die Anzahl der Akzeptanzstellen beschränkt.
- Reka selbst tauscht Reka-Geld auch nicht wieder in Schweizer Franken um.
13. Fazit: Lohnt sich Reka-Geld?
Mit Reka-Geld können Sie ganz einfach mindestens 2 Prozent beim öffentlichen Verkehr und bei einigen Reise- und Verpflegungskosten sparen.
Trotzdem sollten Sie die Preise immer vergleichen. Es ist gut möglich, dass eine Firma, die kein Reka-Geld annimmt, tiefere Preise anbietet als ein Reka-Partnerhändler. In diesen Fällen sparen Sie unter Umständen mehr, wenn Sie ohne Reka-Geld zahlen (zum Beispiel mit einer Cashback-Kreditkarte).
Keine klassischen Reka-Checks mehr
Seit Januar 2026 sind keine Reka-Checks auf Papier mehr erhältlich. Seit 1966 gab es die gedruckten Reka-Checks.
Die Reka betont jedoch, dass vorhandene Reka-Checks unbeschränkt gültig bleiben und weiterhin als Zahlungsmittel genutzt werden können.
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