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Geld im Alltag

Reka-Geld: Fragen und Antworten

21. November 2022 - Daniel Dreier

Im folgenden Beitrag beantwortet Ihnen moneyland.ch die wichtigsten Fragen rund um Schweizer Reka-Geld – Reka-Pay, Reka-Lunch und Reka-Rail.

1. Was ist Reka-Geld?

Reka-Geld ist ein alternatives Schweizer Zahlungsmittel. Hinter dem Konzept steht die nicht-gewinnorientierte Genossenschaft Schweizer Reisekasse (Reka). Mit über 8500 Akzeptanzstellen und rund einer Million aktiven Nutzerinnen und Nutzern ist das Reka-Geld eine der beliebtesten Alternativ-Währungen der Schweiz.

Es gibt drei Arten von Reka-Geld: Reka-Pay, Reka-Rail und Reka-Lunch.

2. Was ist Reka-Pay?

Reka-Pay ist eine alternative Währung der Reka. Eine Reka-Pay-Einheit ist gleich viel wert wie ein Schweizer Franken. Reka-Pay können Sie auf einem Reka-Konto halten und mit einer Reka-Karte ausgeben. Reka-Pay-Checks sind Papiergutscheine, die ähnlich wie Banknoten verwendet werden können. Es gibt 10- und 50-Franken-Checks.

3. Was ist Reka-Rail?

Reka-Rail ist eine alternative Währung der Reka, die hauptsächlich im öffentlichen Verkehr akzeptiert wird. Sie können diese Währung virtuell auf einem Reka-Rail-Konto halten und mit einer Reka-Karte ausgeben. Zudem sind Papiergutscheine, die ähnlich wie Banknoten verwendet werden können, im Wert von 10 und 50 Franken erhältlich.

4. Was sind Reka-Lunch?

Reka-Lunch wird als Zahlungsmittel nur von Arbeitgebern angeboten. Viele Gastrobetriebe nehmen die Karte als Zahlungsmittel an. Reka-Lunch gibt es aber nur als Reka-Karte und nicht in Notenform.

5. Was ist eine Reka-Karte?

Die Reka-Karte, auch Reka-Card genannt, ist eine Debitkarte, die mit einem persönlichen Reka-Konto verknüpft ist. Die Karten funktionieren an den bargeldlosen Verkaufsstellen (POS-Terminals) der Reka-Partnerhändler.

Die Reka-Karte vereint sowohl Reka-Pay, Reka-Rail als auch Reka-Lunch. Sie können für Ihre Partnerin oder Ihren Partner sowie für Ihre Kinder Zusatzkarten beziehen. Bei den Kindern gilt eine monatliche Ausgabenlimite von 200 Franken.

6. Was ist ein Reka-Konto?

Mit der Reka-Karte erhalten Sie ein persönliches Reka-Konto. Dieses ähnelt einem normalen Bankkonto, wird aber nur mit Reka-Geld geführt. Sie können Reka-Pay, Reka-Rail und Reka-Lunch in einem Konto mit jeweils einem Unterkonto führen.

Zugriff auf Ihr Konto erhalten Sie entweder über das Webportal (ehemals Rekanet), SMS oder Telefon. Sie können Ihr Reka-Konto via Banküberweisung oder mittels Einzahlungsschein aufladen. Physische Gutscheine können Sie zwar auch durch Ihr Konto abheben, es fallen dabei allerdings Gebühren an.

7. Was kostet Reka?

Wenn Sie nur physische Reka-Pay-Checks und Reka-Rail benutzen, fallen für Sie keine Kosten an.

Erst mit einer Reka-Karte werden Ihnen Gebühren verrechnet. Die Karten- und Konto-Jahresgebühr beträgt 12 Franken. Für jedes weitere Unterkonto (pro Reka-Geld-Typ) bezahlen Sie zusätzlich 2 Franken pro Jahr.

Hinweis: Wenn Sie über Ihren Arbeitgeber ein Reka-Konto erhalten, übernimmt Ihr Arbeitgeber in der Regel die Kontogebühren. Für Reka-Zusatzkarten wird eine Jahresgebühr von 6 Franken erhoben.

Ausserdem fallen 2.50 Franken pro Monatsrechnung an, inklusive Porto. Diese Auszüge können Sie aber deaktivieren. Der Bezug und Postversand von physischen Reka-Pay-Checks oder Reka-Rail kostet Sie eine Gebühr von 10 Franken. Bei einer Kontoschliessung erhalten Sie das Restgeld in Form von Reka-Geld gegen eine Gebühr von 10 Franken (für jeden Reka-Geld-Typ separat).

Erwähnenswert ist auch, dass die Händler für die Annahme von Reka-Geld-Zahlungen relativ hohe Reka-Handelsgebühren bezahlen (2.5 Prozent für Reka-Lunch und 3 Prozent für Reka-Pay und Reka-Rail). Die Reka rechtfertigt diese Gebühren mit ihrer Werbung bei den Reka-Benutzern für die Handelspartner.

8. Wo bekomme ich Reka-Geld?

Sie können Reka-Geld direkt bei der Reka kaufen und erhalten einen Rabatt von 2 Prozent auf deren Wert in Franken. Wer eine Supercard von Coop besitzt, kann Reka-Pay mit einem Rabatt von 3 Prozent beim Kundendienst in Coop-Geschäften kaufen.

Viele Schweizer Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Reka-Pay zu vergünstigten Konditionen an. Solche Rabatte durch den Arbeitgeber betragen bis zu 20 Prozent des Nennwerts. Die Arbeitgeber laden die Reka-Konten der Mitarbeitenden entweder direkt auf oder geben den Mitarbeitenden die Möglichkeit, vergünstigtes Reka-Geld zu beziehen. Auf Reka-Vergünstigungen von bis zu 600 Franken pro Jahr müssen Sie keine Einkommenssteuer und keine Sozialbeiträge zahlen. Beispiel: Wenn Sie bei Ihrem Arbeitgeber 1000 Franken Reka Pay mit einem Rabatt von 20 Prozent kaufen, gelten die 200 Franken, die Sie so gespart haben, nicht als Einkommen. Denn der Betrag ist kleiner als 600 Franken.

Einige Branchenverbände und Gewerkschaften bieten vergünstigtes Reka-Pay als Mitgliederleistung an. Manchmal werden vergünstigte Reka-Pay-Checks auch auf Online-Auktions- und Kleinanzeigen-Portalen angeboten.

Bei manchen Arbeitgebern erhalten Angestellte Reka Pay als Bonus. Solche Vergütungen müssen Sie nicht als Einkommen versteuern, solange ihr Wert weniger als 500 Franken beträgt.

9. Wo kann ich mit Reka-Geld bezahlen?

An über 7370 Standorten in der Schweiz können Sie mit Reka-Pay bezahlen. Dazu gehören alle Billett-Automaten der SBB und alle Verkaufsstellen des öffentlichen Verkehrs. Sie können mit Reka-Pay an den Tankstellen von BP, Avia und Coop Pronto bezahlen.

Viele Schweizer Reisebüros, Hotels und Freizeiteinrichtungen akzeptieren Reka-Pay – ebenso wie eine Reihe von Restaurants und Take-Aways. Reka-Lunch wird in über 2100 Restaurants, Bäckereien und Imbissbetrieben akzeptiert.

Reka-Rail wird an fast 800 Orten als Zahlungsmittel angenommen – vor allem von Anbietern des öffentlichen Verkehrs. Wichtig: Nahezu alle Akzeptanzstellen von Reka-Rail akzeptieren auch Reka-Pay. Bei der SBB und der BLS können Sie mit der Reka-Karte auch online bezahlen. Eine Übersicht ihrer Akzeptanzstellen bietet die Reka auf ihrer Homepage an.

Hinweis: Nicht wenige Privatpersonen akzeptieren Reka-Pay-Checks als Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen (zum Beispiel Gebrauchtwaren). Eine Anfrage könnte sich also lohnen.

10. Wie sicher ist das Reka-Geld?

Die physischen Noten von Reka sind bis zu einem Höchstbetrag von 3000 Franken pro Person und 22 Millionen Franken für sämtliche Reka-Nutzerinnern und -Nutzer gegen einen allfälligen Konkurs der Reka «versichert». Reka-Kontoguthaben sind bis zu einem Höchstbetrag von 3000 Franken pro Person und 17 Millionen Franken für alle Kontoinhaber zusammen garantiert. Die Garantie wird derzeit von der Credit Suisse übernommen.

11. Welche Vorteile bietet Reka-Geld?

Der grösste Vorteil von Reka-Geld liegt in seinem Sparpotenzial. Sie können Reka-Geld aufgrund der Rabatte zu einem tieferen Nennwert kaufen. Selbst der Basisrabatt von 2 Prozent bei Direktkäufen bei der Reka ist mehr als doppelt so hoch wie der Cashback von vielen Schweizer Kreditkarten.

12. Welche Nachteile gibt es?

Reka-Geld können Sie nur in der Schweiz verwenden – und selbst hier ist die Anzahl der Akzeptanzstellen beschränkt. Reka selbst tauscht Reka-Geld auch nicht wieder in Schweizer Franken um.

Einen weiteren Nachteil gibt es bei den Noten von Reka-Pay und Reka-Rail: Einige Reka-Partnerhändler geben kein Wechselgeld für Reka-Pay-Checks oder Reka-Rail in Schweizer Franken heraus. Dieses Problem lässt sich zumindest mit den Reka-Karten beheben.

13. Fazit: Lohnt sich Reka-Geld?

Mit Reka-Geld können Sie ganz einfach mindestens 2 Prozent beim öffentlichen Verkehr und bei einigen Reise- und Verpflegungskosten sparen.

Trotzdem sollten Sie die Preise immer vergleichen. Es ist gut möglich, dass eine Firma, die kein Reka-Geld annimmt, tiefere Preise anbietet als ein Reka-Partnerhändler. In diesen Fällen sparen Sie unter Umständen mehr, wenn Sie ohne Reka-Geld zahlen (zum Beispiel mit einer Cashback-Kreditkarte).

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Redaktor Daniel Dreier
Daniel Dreier ist Redaktor und Experte für Geldthemen bei moneyland.ch.
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