Hotelaufenthalte sind für die meisten von uns ein Vergnügen. Wer verlässt nicht gerne einmal die eigenen vier Wände, um in eine Welt des Luxus zu entfliehen? Leider hat dieser Luxus seinen Preis.
Zum Glück gibt es verhältnismässig einfache Wege, die Übernachtungskosten zu senken und mehr Hotel für Ihr Geld zu bekommen. Lesen Sie vor Ihrer nächsten Buchung die folgenden einfachen Tipps für günstigere Hotelunterkünfte.
1. Vergleichen Sie die Preise auf verschiedenen Buchungsplattformen
Der Preis für dasselbe Hotel kann je nach Plattform um bis zu 25 Prozent höher oder niedriger ausfallen. Welche Plattform am günstigsten ist, hängt von der jeweiligen Buchung ab.
Wenn Sie ein gutes Angebot für ein Hotel gefunden haben, nehmen Sie sich deshalb die Zeit, den Preis für dasselbe Hotel auf anderen Buchungsplattformen zu überprüfen.
Dynamische Preisgestaltung
Viele Hotelbuchungsportale setzen auf dynamische Preisgestaltung. Kunden mit einer Schweizer IP-Adresse müssen oft höhere Preise zahlen als Kunden in anderen Märkten.
Früher war es möglich, diesen Preisaufschlag durch die Nutzung eines VPNs zu umgehen. Dies ist zwar in einigen Fällen immer noch möglich, doch viele Buchungsplattformen sperren den Zugang für VPN-Nutzer.
2. Direkt bei den Hotels buchen
Sobald Sie ein passendes Hotel gefunden haben, kontaktieren Sie es am besten direkt und fragen nach einer Offerte. Auf diese Weise kommen Sie eventuell zu einem besseren Deal als über einen Reiseagenten oder eine Reisewebseite.
Reisewebseiten verlangen für jede Hotelbuchung, die über sie vorgenommen wird, eine Provision. Das heisst dass der vom Hotel berechnete Preis bis zu 20 Prozent tiefer sein könnte als die Preisangabe auf den Reiseportalen.
Dies trifft jedoch nicht immer zu, da manche Reiseportale mit den Hotels einen Spezialdeal aushandeln. Bei längeren Aufenthalten können Sie mit einer kurzen E-Mail oder einem Anruf aber unter Umständen viel Geld sparen. Viele Hotels und Hotelketten bieten mittlerweile auf ihren Websites oder in ihren mobilen Apps eigene Online-Buchungssysteme an.
3. Mitgliederrabatte nutzen
Bei Hotelaufenthalten in der Schweiz können Ihnen Mitgliederrabatte einiges an Geld sparen. So gewähren einige Krankenversicherer und Banken Sonderrabatte auf Hotelunterkünfte in der Schweiz. Auch dank Auto-Club-Mitgliedschaften (zum Beispiel beim TCS und ACS) können Sie zu Rabattmöglichkeiten kommen.
Wenn Sie häufig in der Schweiz und in Süddeutschland unterwegs sind, kann die Hotelcard eine nützliche Sparmöglichkeit sein. Mit dieser Mitgliedschaft können Sie über die Buchungsplattform der Hotelcard freie Hotelzimmer in rund 500 Hotels mit Rabatten zwischen 10 und 50 Prozent buchen. Der Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft beträgt 99 Franken und ist für Mitglieder vieler Alumni-Vereine und Mitarbeiter einiger Unternehmen vergünstigt.
Auch manche Mitgliederorganisationen wie Gewerkschaften, Berufsverbände, Nachbarschaftsvereine und Interessengruppen offerieren Hotelvergünstigungen.
4. Nach Sonderangeboten suchen
Neben allfälligen Ermässigungen von Ihrer Versicherung, Bank oder von Mitgliedschaften gibt es Hunderte von Sonderangeboten. Für die Suche nach günstigen Hotelangeboten sind Online-Schnäppchendienste wie Deindeal und Realdeals sehr praktisch. Auch Reiseangebote von Discountern wie Aldi und Lidl sowie Reisebüros wie Hotelplan, Kuoni, L’Tur oder TUI sind einen Besuch wert.
5. Nach Bargeld-Deals fragen
Wenn Sie eine Hotelbuchung mit einer Kreditkarte bezahlen, wird ein Prozentsatz Ihres Gelds in Form von Gebühren für Händler eingefordert. Aus diesem Grund bieten manche Hotels einen Rabatt für Barzahlung an. Bevor Sie Ihre Unterkunft mit der Kreditkarte bezahlen, erkundigen Sie sich beim Hotel, ob es bei Barzahlung oder mit der Debitkarte einen Rabatt gibt.
6. Nur für Dienstleistungen zahlen, die Sie auch nutzen
Concierge-Service, Liftboys, Konferenzeinrichtungen, Bügelservice und Schuhpolierer mögen bei wichtigen Geschäftsreisen sinnvoll sein, aber im Urlaub werden Sie kaum Gebrauch davon machen. Wenn Sie die meiste Zeit die Hänge herunterbrausen oder das Nachtleben erkundschaften möchten, bleibt Ihnen nicht mehr viel Zeit für Wellness oder andere Verwöhnangebote. Jeder Extra-Stern an einem Hotel kostet normalerweise auch extra.
Fragen Sie sich, welche Dienstleistungen Ihren Hotelaufenthalt angenehmer machen und suchen Sie nach passenden Angeboten. In vielen Fällen können Sie einen Stern abziehen, ohne auf die gewünschten Dienstleistungen verzichten zu müssen.
7. Ausländische Buchungswebseiten absuchen
Reisewebseiten, die auf Schweizer Kunden abzielen, berechnen gerne höhere Preise als auf weniger kaufkräftigen Märkten. Wenn Sie Ihre Hotelaufenthalte online buchen und ohnehin mit Kreditkarte zahlen, so ergibt es wenig Sinn, sich auf Schweizer Reisewebseiten zu beschränken. Es gibt etliche ausländische Reisewebseiten, die Schweizer Kunden akzeptieren.
8. Achtung vor Fremdwährungsgebühren
Online-Buchungen mit einer Kreditkarte mögen praktisch sein. Doch wenn Sie Ihr Hotel nicht über ein Schweizer Reisebüro oder Reiseportal buchen, müssen Sie mit Fremdwährungsgebühren rechnen. Gleiches gilt, wenn Sie in Hotels ausserhalb der Schweiz mit Kreditkarte zahlen. Hier erfahren Sie mehr über Kreditkarten-Fremdwährungsgebühren.
9. Flugmeilen einfordern
Wenn Sie Mitglied eines Vielfliegerprogramms sind, vergewissern Sie sich, dass bei einem Aufenthalt in den entsprechenden Hotels die Ihnen zustehenden Meilen gutgeschrieben werden. Viele Vielfliegerprogramme verfügen über Hotelpartnerschaften. Ihre Sammelmeilen werden Ihre Unterkunftskosten zwar nicht decken, aber Sie können die Meilen für Flüge oder zukünftige Hotelübernachtungen einlösen. Im Ratgeber über Flugmeilen erfahren Sie mehr.
10. Angebote ohne Rückerstattungsmöglichkeit berücksichtigen
Der von Hotels offerierte Standardpreis enthält oftmals einen Zuschlag, mit dem das Risiko einer Stornierung und Rückforderung gedeckt wird. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie die Buchung vornehmen möchten, so fragen Sie beim Hotel nach, ob sie im Fall von nicht-erstattbaren Buchungen einen günstigeren Preis offerieren. Auch manche Hotelbuchungsseiten bieten einen günstigeren Preis für Angebote ohne Rückerstattungsmöglichkeit an.
11. Treueprogramme berücksichtigen
Wenn Sie regelmässig bei den gleichen Hotelketten unterkommen, könnten Hotel-Treueprogramme eine Überlegung wert sein. Hotels der Accor-Gruppe (Ibis, Mercure, Mövenpick, Novotel, Swissôtel, 25hours Hotels) beispielsweise sind in der Schweiz und auf der ganzen Welt verbreitet. Mitglieder von ALL-Treueprogrammen können von Rabatten bis zu 10 Prozent profitieren.
Zur Freude der Wintersportfans kommt die Schweizer Hotelkette Sunstar den Mitgliedern von Treueprogrammen je nach Mitgliedschaft um 5 bis 20 Prozent entgegen.
Manche Hoteltreueprogramme haben weitere Vorteile zu bieten wie ein kostenloses Frühstück, Zimmer-Upgrades oder kostenlosen Internetzugang. Zu den führenden Hotel-Treueprogrammen gehören neben ALL auch Best Western Rewards, Hilton Honors, IHG One Rewards (Holiday Inn), Kempinski Discovery, Marriott Bonvoy Benefits, und Radisson Rewards.
12. Auf Zusatzkosten achten
Manche Hotels geben auf den Buchungsplattformen sehr günstige Preise an, um im Ranking ganz oben zu stehen, verlangen dann aber beim Check-in zusätzliche Gebühren. In einigen Fällen können diese zusätzlichen Gebühren sehr hoch sein.
Es gibt zwar einige Gebühren (vor allem Kurtaxen), die erst beim Check-in zu entrichten sind, aber die grossen Buchungsplattformen verlangen in der Regel, dass die Hotels vor der Buchung alle möglichen Kosten auf der Plattform anzeigen. Zusätzliche Kosten sollten auch in den Bestätigungs-E-Mails deutlich angegeben werden. Wenn Sie im Hotel einchecken, sollten Sie darauf bestehen, dass Sie nur die Kosten bezahlen, die Ihnen in der Buchungsbestätigung genannt wurden.
13. Eigene Getränke mitbringen
Minibars mögen praktisch sein, aber die Preise, die viele Hotels für Getränke und Snacks verlangen, sind oft sehr hoch. Wenn Sie die Getränke und Snacks, die Sie brauchen, in einem Supermarkt kaufen, können Sie bis zu drei Viertel der Kosten sparen.
Weitere Infos:
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