Schweizer Fitnesszentren: Die 11 besten Spartipps

Mehr Training für weniger Geld: Dank den folgenden Tipps erfahren Sie, wie Sie ein günstigeres Fitness-Abo erwerben können.

Rund 65 Prozent der Schweizer Bevölkerung ist mindestens einmal die Woche sportlich aktiv; sei es nun im Verein, im Fitnesszentrum oder bei anderer körperlicher Ertüchtigung. Während sich der Sport im Freien grosser Beliebtheit erfreut, bieten Fitnesszentren eine praktische Alternative für Städter und jene, die unter Aufsicht eines geschulten Trainers Sport treiben wollen. Die preislichen Unterschiede zwischen den einzelnen Fitnesszentren sind markant: Die Kosten für eine Mitgliedschaft reichen von weniger als 500 bis zu mehr als 2000 Franken pro Jahr.

Im Folgenden hat moneyland.ch elf praktische Spartipps rund um Mitgliedschaften bei Schweizer Fitnesszentrenn zusammengestellt.

1. Bedürfnisse definieren

Gehen Sie ins Fitnesszentrum, um zu trainieren oder auch neue Kontakte zu knüpfen? Sind Sauna und Whirlpool der Hauptgrund, weswegen Sie sich von der Couch auf das Laufband bequemen oder gehen Sie nach dem Training sofort nach Hause? Trainieren Sie nach einem selbsterstellen Fitnessplan oder könnten Sie etwas fachmännische Hilfe gebrauchen? Sind Sie bereit, für Ihr Training eine längere Fahrt in Kauf zu nehmen?

Diese Fragen sollten Sie sich stellen, bevor Sie nach einem geeigneten Fitnesszentrum Ausschau halten. Schliesslich macht es keinen Sinn, eine Mitgliedschaft abzuschliessen, wenn Ihnen das Fitnesszentrum nicht das bietet, was Sie wollen. Falls Sie die angebotenen Wellnesseinrichtungen sowieso nie nutzen, fahren Sie mit einem Budget-Studio deutlich günstiger.

2. Gebühren vergleichen

Sobald Sie wissen, wonach Sie suchen, sollten Sie die Preise vergleichen. Wenn Sie ohne viel Schnickschnack trainieren wollen, ist die Mitgliedschaft in einem Budget-Studio (wie beispielsweise Basefit) genau das Richtige. Legen Sie keinen Wert auf einen Fitnesstrainer, sind Selbstbedienungs-Fitnesscenter (zum Beispiel von Discountfit) sogar noch kostengünstiger.

Andere Zentren bieten mehr Luxus und sind dementsprechend teurer. Die Mitgliedschaft in einem Studio mittlerer Preisklasse (wie zum Beispiel Update Fitness, Activ Fitness und Silhouette Sports Club) kostet mehrere hundert Franken im Jahr. Dafür sind Annehmlichkeiten wie Personal Trainer, Kinderbetreuung, Saunas, Schwimmbäder und Dampfbäder im Preis inbegriffen.

Wichtig: Klären Sie vorgängig ab, ob die von Ihnen gewünschten Dienstleistungen auch im gewünschten Fitnesszentrum angeboten werden. Häufig bieten Fitnesszentrum-Ketten insgesamt ein breitgefächertes Leistungsangebot an, das aber je nach Standort stark eingeschränkt sein kann.

3. Private Fitnesszentren nicht vergessen

In der Schweiz gibt es Dutzende privater Fitnesszentren. Einige bieten Ihre Services zu unschlagbaren Preisen an. Wenn Sie also nicht ständig auf Reisen sind oder oft Ihren Wohnort wechseln, müssen Sie sich nicht unbedingt für einen namhaften Anbieter entscheiden. Unter Umständen bietet ein privates Studio in Ihrer Nähe das bessere Angebot für Ihre Bedürfnisse.

4. Krankenkassen-Deckung prüfen

Manche Schweizer Krankenkassen Zusatzversicherungen übernehmen einen Teil der Fitnessabo-Kosten. Einige ambulante Versicherungen beteiligen sich mit mehreren hundert Franken pro Jahr an den Kosten für eine jährliche Mitgliedschaft. Allein aufgrund der Fitnessabo-Kostenbeteiligung lohnt sich aber noch keine Schweizer Zusatzversicherung. Wenn Sie allerdings weitere Zusatzversicherungsdeckungen als nützlich erachten, kann sich eine ambulante Zusatzversicherung lohnen (hier erfahren Sie mehr zu Thema).

5. Gemeinsam trainieren

Ein Trainingspartner motiviert Sie nicht nur, sondern spart Ihnen unter Umständen auch bares Geld. Einige Fitnesszentren bieten Preisnachlässe an, wenn zwei Mitgliedschaften auf einmal abgeschlossen werden. Andere Zentren wiederum offerieren eine «Werbeprämie» in Form eines Rabattes auf Ihre Mitgliedschaft, falls sich eine weitere Person auf Ihre Empfehlung hin anmeldet. Sind Ihre Freunde oder Familienmitglieder ebenfalls an einem Fitnessabo interessiert, können Sie von diesem Umstand profitieren.

6. Studentenrabatte nutzen

«Mens sana in corpore sano», wie es der Lateiner auf den Punkt bringt. Eine gute körperliche Verfassung ist auch für den Geist und das Denken wichtig. Es verwundert deshalb nicht, dass auch Studierende eine begehrte Zielgruppe von Fitnesszentren sind. So gewähren die Migros-Zentren Activ Fitness und Mfit beachtliche Rabatte auf Jahresmitgliedschaften.

Viele Schweizer Universitäten betreiben eigene Fitnesszentren, die in der Regel für Studierende sogar kostenlos sind. So bietet der Akademische Sportverband Zürich (ASVZ) den Studierenden der Universität Zürich und der ETH kostenlose Trainingseinrichtungen an.

7. Seniorenrabatte nutzen

Sport ist einer der besten Möglichkeiten, um ein Leben lang fit und vital zu bleiben. Viele Fitnesszentren bieten Seniorenrabatte an, darunter auch Activ Fitness und Mfit.

8. Vereinsrabatte nutzen

Als Mitglied eines Branchenverbands, Clubs oder Vereins könnten Sie möglicherweise Anspruch auf einen Rabatt haben. Manche Vereinigungen und Verbände arbeiten mit Fitness-Anbietern zusammen, um ihren Mitgliedern günstigere Angebote unterbreiten zu können.

Mitglieder des FH-Schweiz-Dachverbands für Absolventinnen und Absolventen von Schweizer Fachhochschulen erhalten zum Beispiel Rabatt bei Kieser Training. Mitglieder des Angestellten-Verbands von Roche profitieren von Vergünstigungen bei diversen Schweizer Fitnesszentren. Andere Vereinigungen und Verbände bieten ähnliche Rabatte oder Zuschüsse.

9. Langfristige Mitgliedschaft erwägen

Eine langfristige Mitgliedschaft birgt zwar ein gewisses Risiko. Schliesslich besteht die Möglichkeit, dass Sie Ihre Mitgliedschaft in Zukunft nicht richtig nutzen können. Wenn Sie jedoch sicher sind, dass Sie nicht umziehen und stets Zeit zum Trainieren finden werden, kann Ihnen eine langfristige Mitgliedschaft viel Geld sparen.

10. Keine automatische Mitgliedschaftsverlängerungen

Manche Schweizer Fitnesszentren verlängern Ihre Mitgliedschaft nach Ablauf eines gewissen Zeitraums automatisch. Ohne rechtzeitige Kündigung bleiben Sie zwangsläufig Mitglied und müssen die Abokosten weiterhin begleichen. Vergewissern Sie sich also, dass Ihre Mitgliedschaft nach Ablauf nicht ohne Ihr Einverständnis verlängert wird.

11. Fitnessabo richtig nutzen

Ganz gleich wie günstig Ihre Mitgliedschaft in einem Fitnesszentrum auch sein mag: Sie nützt Ihnen gar nichts, wenn Sie nicht wirklich trainieren. Viele Kunden nutzen Ihre Mitgliedschaft nur unregelmässig.

Für gelegentliche Trainings sind Einzeleintritte in der Regel deutlich günstiger als eine Mitgliedschaft. Viele Fitnesszentren bieten Einzeleintritte oder auch kurzfristige Mitgliedschaften an. Wenn Ihre Sport-Begeisterung schon nach einigen Wochen oder Monaten wieder nachlässt, haben Sie auf diesem Weg viel Geld gespart.

Weitere Informationen:
Fitness-Abo: was zahlen Krankenkassen?
Ambulante Zusatzversicherungen im Vergleich

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