Familien-Hypotheken im Vergleich

Verschiedene Schweizer Banken und Versicherungen haben Familien-Hypotheken im Angebot. Was Sie bei solchen Familien-Bonus-Angeboten beachten sollten, erfahren Sie im folgenden Moneyland-Ratgeber-Artikel.

Wer sich in der Schweiz den Traum vom Eigenheim erfüllen will, sieht sich in begehrten Wohnregionen mit steigenden Immobilienpreisen konfrontiert. Diesem Trend der Preiserhöhung steht allerdings das niedrige Zinsniveau gegenüber, das die Aufnahme eines Kredits oder einer Hypothek attraktiver macht.

Gerade für junge Familien mit kleinen Kindern ist der Wunsch nach dem Eigenheim nicht nur persönlicher Natur, sondern auch eine wichtige Investition in die Zukunft. Als Antwort auf den Traum einer eigenen Immobilie für die Familie bieten manche Schweizer Banken spezielle Familien-Hypotheken an.

Diese bieten den Vorteil einer Zinsreduktion. Je nach Anbieter kann dieser 0.2% bis 0.5% betragen. Anbieter wie die Raiffeisen-Banken bieten für eine begrenzte Laufzeit und einen begrenzten Hypothekarbetrag Zinsreduktionen pro Kind von bis zu 0.5% an.

Beachten Sie aber die folgenden wichtigen Punkte:

  • Familien-Hypotheken richten sich meistens nur an Familien mit mindestens einem Kind unter 18, manchmal auch unter 20 Jahren. Um eine Familien-Hypothek in Anspruch nehmen zu können, muss das Kind bei den meisten Banken ausserdem im gleichen Haushalt leben. Ausnahmen sind zum Beispiel die Hypotheken von family-net, deren Zinsreduktion auch für Einzelpersonen gilt.
     
  • Beachten Sie, dass die Zinsreduktion für Familien meistens bezüglich Betrag und Laufzeit beschränkt ist. Stellen Sie also unbedingt eine längerfristige Analyse Ihrer finanziellen Situation an. Längst nicht immer sind Familien-Hypotheken die günstigste Lösung – Hypotheken ohne Familienbonus können auch für Familien die bessere Variante sein. Vergleichen Sie alle Hypotheken-Varianten und fordern Sie mehrere Offerten an, bevor Sie sich entscheiden.
     
  • Bei manchen Banken ist die Zinsreduktion auf einen Willkommensbonus beschränkt – zum Beispiel nur für die ersten drei Jahre. Danach gelten die üblichen Konditionen. Kritiker halten deshalb einige der Familien-Hypotheken auch für Lockvogel-Angebote.
     
  • Die Zinsreduktionen können in der Regel nicht mit anderen Hypo-Rabatten wie etwa Vergünstigungen für Umwelt-Hypotheken kombiniert werden.
     
  • Die Vergünstigung gilt häufig nur für erstrangige Hypotheken. Bei manchen Anbietern profitieren allerdings auch zweite Hypotheken vom Zinsbonus.
     
  • Die Zinsreduktion gilt häufig nur für einen limitierten Teil des Hypothekarbetrags – zum Beispiel für einen Hypothekarbetrag von 200'000 Franken. Manche Banken wie Valiant setzen den Maximalbetrag etwas höher bei bis zu 600'000 Franken an.
     
  • Die aufgenommene Familien-Hypothek muss häufig über eine Mindestgrösse verfügen. Üblich sind Beträge von mindestens 100'000 bis 200'000 Franken.
     
  • Häufig sind Hypotheken mit Familien-Rabatt nur für Festhypotheken erhältlich. Manche Banken haben auch variable Familien-Hypotheken oder – noch etwas seltener – Geldmarkt-Hypotheken (Libor-Hypotheken) für Familien im Angebot. Bei Festhypotheken mit Familien-Bonus offerieren die meisten Banken zudem nur eine begrenzte Auswahl an Laufzeiten. Manche Banken gewähren den Familien-Rabatt nur für eine einzige Laufzeit, am häufigsten für die fünfjährige Festhypothek.
     
  • Kantonalbanken und Regionalbanken kennen häufig die Einschränkung, dass die bewohnte Immobilie in der betreffenden Region oder im Kanton, in der die Bank ihren Sitz hat, stehen muss.
     
  • Als Immobilienobjekte für Familien-Hypotheken werden von vielen Banken nur selbstgenutzte Wohnobjekte akzeptiert. Die Familie muss also selbst in der finanzierten Immobilie wohnen. Manche Banken finanzieren neben selbstbewohntem Wohneigentum auch weitere Objekte.

Ihre Moneyland-Redaktion

Weiterführende Informationen:
Hypothek: Grosser Schweizer Vergleich
Umwelthypotheken unter der Lupe
Online-Hypotheken in der Schweiz

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