Auf dem Sparkonto können Sparerinnen und Sparer Geld sicher deponieren und erhalten dafür einen Zins von der Bank. Damit eignet sich das Sparkonto besonders gut für den Notgroschen, also für Geld, das kurzfristig verfügbar bleiben soll.
Das Sparkonto ist bei den Kundinnen und Kunden äusserst beliebt: Fast jede Person in der Schweiz verfügt über ein oder mehrere Sparkonten, auf denen insgesamt mehrere hundert Milliarden Franken liegen.
Auch auf Vorsorgekonten der dritten Säule bezahlen die Banken einen Zins. Da auf diesen Konten oft mehrere zehntausend Franken über viele Jahre – oft über Jahrzehnte – gebunden sind, spielt der Zinssatz eine wichtige Rolle. Für konservative Sparerinnen und Sparer, die nicht oder nur teilweise in Wertschriften investieren, ist das Vorsorgekonto eine risikoarme Lösung.
Egal ob Sparkonto oder Vorsorgekonto: Die Zinsen unterscheiden sich je nach Bank deutlich. Aus diesem Grund ist ein Vergleich empfehlenswert.
Welche Schweizer Bank zahlt am meisten Zins auf dem Sparkonto?
Im Durchschnitt gibt es derzeit auf Standard-Sparkonten in Schweizer Franken einen Zins von 0.12 Prozent. Grundlage dieser Berechnung sind die Daten von 142 Sparkonten für Erwachsene.
Allerdings ist die Bandbreite zwischen den einzelnen Banken gross: Je nach Bank erhalten erwachsene Kundinnen und Kunden 0 bis 1 Prozent Zins auf dem Sparkonto.
Auch wenn sich die Zinssätze häufiger ändern, bleiben die besten Sparkonten oft über längere Zeit an der Spitze. Wenn Sie also ein Sparkonto bei einer Bank mit einem guten Zins eröffnen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieses Sparkonto auch längerfristig überdurchschnittlich verzinst wird. Dies trifft allerdings häufig nicht auf zeitlich begrenzte Promotionen für Neukundinnen und -kunden oder Neugelder zu.
Wichtig: Bei manchen Sparkonten gelten für Rückzüge besonders strenge Bedingungen. Achten Sie deshalb darauf, welchen Betrag Sie ohne Kündigung vom Sparkonto beziehen können. Wird diese Limite überschritten, fällt eine Strafgebühr von 2 Prozent an – die sogenannte Nichtkündigungskommission.
Für wen gibt es höhere Zinsen auf dem Sparkonto?
Neben den normalen Sparkonten bieten viele Schweizer Banken spezielle Sparkonten für bestimmte Gruppen an.
- Junge Kundinnen und Kunden erhalten auf dem Sparkonto mehr Zins als Erwachsene. Je nach Bank gilt der Vorzugszins bis zum Alter von 20 bis 30 Jahren, teilweise auch für Lernende und Studierende. Der durchschnittliche Zins auf Jugendsparkonten beträgt 0.38 Prozent. Je nach Bank reicht die Bandbreite von 0.05 bis 1.50 Prozent.
- Einige wenige Banken bieten Seniorensparkonten an, die im Vergleich zum Sparkonto derselben Bank etwas besser verzinst sind. Die Zinssätze bewegen sich zwischen 0 und 0.5 Prozent.
- Nur bei zwei Schweizer Smartphone-Banken erhalten Kundinnen und Kunden noch einen Zins: Alpian (ab 0.01 Prozent) und Zak (0.2 Prozent). Bei Neon und Yuh gibt es inzwischen keinen Zins mehr.
Wichtiger als beworbene Vorteilszinsen sind die effektiven Zinsen. Ein normales Sparkonto kann teilweise deutlich besser verzinst sein als ein Jugendsparkonto bei einer anderen Bank. Im Sparkonto-Vergleich von moneyland.ch können Sie anhand Ihrer Angaben einen individuellen Vergleich durchführen. Dabei werden auch Sparkonten für junge Kundinnen und Kunden, Lernende und Studierende berücksichtigt.
Welche Alternativen zum Sparkonto gibt es?
Das Sparkonto ist die beliebteste Möglichkeit, um Geld sicher anzulegen. Es gibt jedoch weitere Alternativen mit Zinsgutschriften für Sparerinnen und Sparer, die nicht oder nur begrenzt in Wertschriften (zum Beispiel Aktien, Fonds und ETF) investieren wollen.
- Kassenobligationen: Viele Schweizer Banken bieten Kassenobligationen an. Dabei leihen Sie der Bank Geld für eine feste Laufzeit – typischerweise zwischen einem und zehn Jahren – und vereinbaren einen gleichbleibenden Zinssatz für die gesamte Vertragsdauer. Das Geld ist während der Laufzeit gebunden. Sie können es daher nicht flexibel beziehen. Da beim Abschluss nicht absehbar ist, wie sich das Zinsniveau künftig entwickelt, sind Kassenobligationen immer auch eine Wette auf die Zinsentwicklung. Im Vergleich von moneyland.ch finden Sie die passende Kassenobligation mit Berücksichtigung von Zins, Anlagebetrag, Laufzeit und Gebühren.
- Online-Broker: Beim Produkt «Save Easy» verzinst Swissquote Guthaben mit 0.1 Prozent. Andere Online-Broker haben früher ebenfalls Zinsen bezahlt.
Wo erhalte ich am meisten Zins auf meinem Vorsorgekonto?
Auf einem Vorsorgekonto im Rahmen der Säule 3a liegen schnell mehrere tausend oder sogar mehrere zehntausend Franken. Für Sparerinnen und Sparer, die ihr Vorsorgegeld nicht in Wertschriften über Vorsorgefonds oder Vorsorge-Apps investieren, ist ein guter Zins auf dem Säule-3a-Konto aufgrund des Zinseszinseffekts besonders wichtig.
Viele Sparerinnen und Sparer unterschätzen den Zinseszinseffekt. Ein konkretes Beispiel macht die Unterschiede deutlich: Wer 50’000 Franken während zehn Jahren auf einem Vorsorgekonto liegen hat, erhält in diesen zehn Jahren 503 Franken Zinsen (bei 0.1 Prozent) oder 5231 Franken Zinsen (bei 1 Prozent).
Derzeit beträgt der durchschnittliche Zins auf einem 3a-Sparkonto in der Schweiz rund 0.27 Prozent. Die Bandbreite reicht von 0 bis 1.25 Prozent.
Zum Parkieren von Pensionskassen-Guthaben bieten Banken Freizügigkeitskonten an. Die Zinsen auf Freizügigkeitskonten sind deutlich niedriger als auf Säule-3a-Konten. Da das Geld in der Regel nur während einer kurzen beruflichen Auszeit oder während einer Arbeitslosigkeit auf dem Freizügigkeitskonto liegt, ist ein solches Konto trotz der niedrigen Zinsen sinnvoll. Denn die wertschriftenbasierten Alternativen sind viel zu risikoreich. Im Vergleich von moneyland.ch sehen Sie, bei welchem Anbieter Sie am meisten Zins auf dem Freizügigkeitskonto erhalten.
Wie viel Zins erhalte ich auf meinem Privatkonto?
Das Privatkonto ist ein Konto für den Zahlungsverkehr, nicht aber für das Sparen. Die meisten Schweizer Banken bezahlen auf dem Privatkonto keinen Zins. Eine Ausnahme ist das Privatkonto der Smartphone-Bank Zak, auf dem Sie einen Zins erhalten.
Eine weitere Ausnahme gibt es bei Jugend- und Ausbildungskonten: Bei vielen Schweizer Banken erhalten junge Kundinnen und Kunden auf dem Privatkonto einen Zins.
Weitere Informationen:
Vergleich von Schweizer Sparkonten
Die 10 besten Sparkonto-Tipps
Vergleich von Vorsorgekonten
Die acht besten Tipps für Säule 3a-Konten
Vergleich von Schweizer Kassenobligationen
Die besten Tipps zu Kassenobligationen