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Wo erhalte ich am meisten Zins?

6. Juni 2024 - Benjamin Manz

In der Schweiz finden Sie unzählige verschiedene Zinsprodukte. moneyland.ch bringt Licht ins Chaos.

Es gibt verschiedene Schweizer Bankprodukte, mit denen Sie einen regelmässigen Zins erhalten. Dazu gehören Sparkonten, Privatkonten, Jugendkonten, Seniorenkonten, 3a-Sparkonten, Freizügigkeitskonten und Kassenobligationen. moneyland.ch stellt die Angebote vor und verrät, mit wie viel Zins Sie rechnen können und was Sie beachten müssen.

Sparkonto

Das Sparkonto ist das populärste Zinsinstrument in der Schweiz. Leider gab es selbst damit in den letzten Jahren aufgrund der Negativzinspolitik der Nationalbanken kaum mehr Zins zu holen. Aber sogar während der Negativzinsperiode gab es einzelne Banken, die aus der Reihe tanzten. Seither haben sich Sparkonten in der Schweiz wieder etwas erholt.

Im Durchschnitt gibt es zurzeit einen Zinssatz von 0.8 Prozent auf Schweizer Sparkonten für Erwachsene. Allerdings gibt es je nach Bank eine Bandbreite von 0 bis zu 2 Prozent. Ein Sparkonto-Vergleich lohnt sich also. Manche der grössten Schweizer Banken sind im Vergleich zu den besten Angeboten wesentlich knauseriger bei Sparkonten.

Tabelle 1: Sparkonten bei den grössten Schweizer Banken

Bank Bester Zins
UBS 0.75%
Raiffeisen 0.7%
Zürcher Kantonalbank 0.85%
Postfinance 0.8%
Waadtländer Kantonalbank 0.75%
Migros Bank 0.85%


Auch wenn die Zinssätze jeden Monat ändern können, bleiben die besten Sparkonten häufig an der Spitze. Sie müssen also nicht unbedingt jedes Jahr die Bank wechseln, um den besten Zins zu erhalten. Für Jugendliche und Personen in Ausbildung gibt es übrigens deutlich mehr Zins (mehr dazu im separaten Abschnitt unten).

Manche Sparkonten bieten zwar mehr Zins als andere. Teils gelten dafür aber besondere Bedingungen, die Sie erfüllen müssen. Zum Beispiel kann es strengere Rückzugsbedingungen geben. Oder der Zinssatz gilt nur für Neugeld oder Personen mit Stammanteilen oder weiteren Bankprodukten. Daher lohnt es sich, die Bedingungen genau anzuschauen, bevor Sie sich für ein Sparkonto entscheiden.

Wichtig ist auch zu wissen, dass die höchsten Zinssätze meistens nur bis zu einer bestimmten Limite gelten. Danach gibt es nur noch einen geringeren oder gar keinen Zins mehr. Im Sparkonto-Vergleich können Sie den gewünschten Sparbetrag angeben und diese Limiten werden entsprechend berücksichtigt.

Privatkonto

Privatkonten eignen sich weniger zum Sparen als Sparkonten, denn die Zinsen sind wesentlich niedriger. Trotzdem legt die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung einen Teil ihres Geldes auf dem Privatkonto an.

Immer noch gibt es aktuell fast keinen Zins auf Schweizer Privatkonten. Lediglich bei 14 der im Privatkontovergleich von moneyland.ch aufgeführten Anbieter erhalten Sie aktuell überhaupt Zins. Er beträgt bei diesen Angeboten 0.01 bis 1 Prozent.

Die aktuellsten Zinssätze sehen Sie jeweils im Privatkonto-Vergleich von moneyland.ch.

Auch bei Privatkonten gilt: Der Zinssatz für Jugend- und Studentenangebote ist in der Regel deutlich besser als bei regulären Angeboten. Bei der Mehrheit dieser Spezialkonten gibt es im Gegensatz zu herkömmlichen Privatkonten noch Zins (mehr dazu im separaten Abschnitt).

Wichtig: Bei Privatkonten sollten Sie viel mehr auf die Kosten als auf die Zinsen achten. Im Privatkonto-Vergleich auf moneyland.ch werden Ihnen die Kosten abzüglich Zinsen automatisch angezeigt.

 

Jugend- oder Ausbildungskonto

Jugendliche und Personen in Ausbildung profitieren bei Spar- und Privatkonten oft von besonders guten Zinssätzen. Diese Angebote gelten nur bis zu einem gewissen Alter. Danach werden sie in reguläre Konten der jeweiligen Bank umgewandelt. Im Sparkonto- und Privatkonto-Vergleich von moneyland.ch können Sie Ihr Alter angeben und ob Sie sich in Ausbildung befinden – bei den Resultaten werden diese speziellen Jugend- und Ausbildungskonten dann berücksichtigt.

Auch bei diesen Angeboten gilt: Der Zins ist bei Sparkonten besser als bei Privatkonten. Der Zinssatz von Sparkonten für Jugendliche und Auszubildende reicht von 0.75 bis 2 Prozent. Im Schnitt sind es 1.15 Prozent. Mehrere grosse Schweizer Banken bieten bei Sparkonten für Jugendliche und Auszubildende überdurchschnittlich hohe Zinsen (Tabelle 2).

Tabelle 2: Jugendsparkonten bei den grössten Schweizer Banken

Bank Bester Zins
UBS 1%
Raiffeisen 1.4%
Zürcher Kantonalbank 1%
Postfinance 1.1%
Waadtländer Kantonalbank 1%
Migros Bank 1.25%


Zum Vergleich: Bei Privatkonten für Jugendliche und Personen in Ausbildung reicht die Spannbreite der Zinsen von 0 bis 1.3 Prozent. Über alle Privatkonto-Angebote für Jugendliche sind es im Schnitt 0.55 Prozent. Auch hier sind die grössten Schweizer Banken mit höchstens 0.75 Prozent wesentlich weniger grosszügig (Tabelle 3).

Tabelle 3: Jugend-Privatkonten bei den grössten Schweizer Banken

Bank Bester Zins
UBS 0.1%
Raiffeisen 0.75%
Zürcher Kantonalbank 0.25%
Postfinance 0.25%
Migros Bank 0.5%


Bei Jugend- und Ausbildungskonten sind die Maximalbeträge, für die der Vorzugszins gilt, oft sehr niedrig. Im Schnitt beträgt die Limite bei Jugendprivatkonten circa 35’000 Franken, teils sind es aber auch nur 5000 Franken. Bei Jugendsparkonten beträgt die Limite im Schnitt um die 32’000 Franken. Eltern können also in der Regel keine riesigen Beträge auf dem Jugendkonto Ihres Kindes parkieren und so auf satte Zinsgewinne hoffen.

Seniorenkonto

Ähnlich wie für junge Menschen gibt es auch einige Seniorenkonten für Personen ab 60 Jahre. Diese lohnen sich bezüglich Zinsen allerdings selten mehr als herkömmliche Angebote.

Bei Seniorensparkonten gibt es Zinsen von 0.1 bis 1 Prozent. Der höchste Zinssatz für Seniorensparkonten ist also niedriger als derjenige bei herkömmlichen Sparkonten.

Es gibt auch einige wenige Privatkonten speziell für Senioren. Der Zinssatz ist bei diesen Angeboten jedoch gleich wie bei den herkömmlichen Privatkonten: Unabhängig vom Alter gibt es bei praktisch keiner Bank Zins.

3a-Sparkonto

Ähnlich wie bei regulären Sparkonten hat die Negativzinspolitik der Nationalbanken auch die Zinsen bei Sparkonten der Säule 3a nach unten gedrückt. Diese Säule-3a-Sparkonten werden nun wieder besser verzinst. Die aktuellen Zinssätze der einzelnen Angebote sehen Sie im 3a-Konto-Vergleich von moneyland.ch.

Aktuell beträgt der durchschnittliche Zins auf 3a-Sparkonten in der Schweiz rund 0.98 Prozent. Das ist etwas mehr als der Schnitt bei regulären Sparkonten. Die Spannbreite reicht von 0.25 bis 1.6 Prozent. 

Tabelle 4: 3a-Sparkonten bei den grössten Schweizer Banken

Bank Bester Zins
UBS 0.9%
Raiffeisen 1.1%
Zürcher Kantonalbank 0.8%
Postfinance 1.0%
Waadtländer Kantonalbank 0.8%
Migros Bank 1.1%


Bei manchen Anbietern erhalten Sie auf ein 3a-Konto etwas mehr Zins als auf ein herkömmliches Sparkonto. Der Nachteil gegenüber dem regulären Sparkonto ist jedoch, dass Sie das eingezahlte und angesparte Geld normalerweise erst kurz vor Erreichen des Pensionsalters beziehen können.

Freizügigkeitskonten

Freizügigkeitskonten werden in der Schweiz nicht besonders gut verzinst. Der Durchschnitt beträgt 0.55 Prozent. Je nach Angebot sind es 0 bis 1.75 Prozent. 

Tabelle 5: Freizügigkeitskonten bei den grössten Schweizer Banken

Bank Bester Zins
UBS 0.4%
Raiffeisen 0.8%
Zürcher Kantonalbank 0.4%
Postfinance 0.4%
Waadtländer Kantonalbank 0.3%
Migros Bank 0.4%


Falls Sie ein Freizügigkeitskonto benötigen, finden Sie im Vergleich von moneyland.ch das passende Angebot.

Kassenobligationen

Bei Kassenobligationen gilt die Faustregel: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz. Die effektiven Zinssätze ändern sich jedoch sehr schnell – teils jeden Monat. Darum sollten Sie unbedingt immer einen aktuellen Vergleich machen, bevor Sie sich für ein Angebot entscheiden.

Bei Kassenobligationen mit ein- bis zweijähriger Laufzeit erhalten Sie in der Schweiz im Schnitt circa 1.13 Prozent Zins. Bei langfristigen Kassenobligationen über zehn Jahre gibt es durchschnittlich 1.31 Prozent. Somit werden Kassenobligationen mit langer Laufzeit im Schnitt besser verzinst als klassische Sparkonten. Der Nachteil: Sie können das Geld nicht jederzeit beziehen, sondern müssen die Laufzeit abwarten.

Zudem sollten Sie bedenken: Bei Kassenobligationen ist der Zinssatz fix. Das heisst, selbst wenn Sie eine Obligation mit dem bestmöglichen Zins über mehrere Jahre abschliessen, kann es sein, dass die Zinsen danach weiter steigen und die Kassenobligation über deren gesamte Laufzeit dann gar nicht mehr so vorteilhaft ist. Denn Sie hätten dann später Obligationen zu einem noch besseren Zinssatz abschliessen können.

Obwohl sich die Zinssätze sehr häufig ändern, finden Sie die besten Angebote oft bei den gleichen Banken.

Trading und Vermögensverwaltung

Einige Online-Trading-Anbieter bieten nicht nur Depotkonten für den Wertschriftenhandel an, sondern offerieren auch einen Cash-Zinssatz. Es gibt bei diesen Brokern also auch für das Geld einen Zins, das nicht zum Traden gebraucht wird. Zu den Trading-Plattformen, die eine Cash-Verzinsung anbieten, gehören Cornèrtrader, Saxo Bank und Swissquote. Unter den digitalen Vermögensverwaltern (Robo Advisor) offeriert Alpian eine Cash-Verzinsung für das Geld, das nicht zum Investieren verwendet wird.

Tabelle 6: Zinsangebote von digitalen Brokern und Vermögensverwaltern

Anbieter Zins
Alpian CHF: 1% bis CHF 50'000, danach 1.5% bis CHF 1'000’000
Cornèrtrader CHF: 0.6%
EUR: 0.75%
USD: 1%
Saxo Bank Der Zinssatz hängt vom Betrag sowie der Kontostufe ab.
Swissquote Trading 0.10% bis CHF 200'000, 0.25% bis CHF 500'000, danach 0.5%
0.10% bis EUR 200'000, 0.2% bis EUR 500'000, danach 0.3%
0.20% bis USD 200'000, 0.3% bis USD 500'000, danach 0.4%
Swissquote Invest Easy 1% bis CHF 50'000, 0.5% bis CHF 100'000, danach 0.1%
1.5% bis EUR 50'000, 0.75% bis EUR 100'000, danach 0.3%
1.75% bis USD 50'000, 1% bis USD 100'000, danach 0.5%

 

Neobanken

Auch einzelne Neobanken haben Zinsangebote, die mit klassischen Sparkonten vergleichbar sind.

Tabelle 7: Zinsangebote von Neobanken

Anbieter Zins
Neon 0.75% bis CHF 25'000, danach 0.5% (Guthaben im Spaces-Bereich, nicht auf Hauptkonto)
Yuh CHF: 1% EUR/USD: 0.75%
Zak 1% bis CHF 25’000, auf dem Zak Sparen-Konto 1.3% bis CHF 100’000

 

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Benjamin Manz ist Geschäftsführer von moneyland.ch und unabhängiger Experte für Banken- und Finanzthemen.
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