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Daten-Roaming: Die besten Tipps fürs mobile Surfen

Beim Surfen mit ihrem Handy im Ausland können exorbitante Gebühren fürs Daten-Roaming anfallen. Bevor Sie in die Ferien verreisen, sollten Sie deshalb die folgenden wichtigsten Tipps für das mobile Surfen im Ausland lesen.

Im Folgenden erfahren Sie die 10 wichtigsten Daten-Roaming-Tipps. Die besten Sprach-Roaming-Tipps fürs Telefonieren im Ausland finden Sie hier.

Tipp 1: Nicht zum Standardtarif surfen

Surfen Sie im Ausland nicht mit Ihrem Smartphone aufs Geratewohl herum. Wenn Sie nämlich kein Abo mit Inklusiv-Daten-Roaming oder kein zusätzliches Datenpaket gekauft haben, rechnen die Mobilfunk-Anbieter häufig nach dem teuren Standardtarif ab. Je nach Nutzung können so Rechnungen in der Höhe von Hunderten oder gar von Tausenden von Franken resultieren. Informieren Sie sich also unbedingt im Voraus über die günstigsten Roaming-Angebote.

Tipp 2: Datenpakete kaufen

Surfen Sie im Ausland nur mit einem Daten-Roaming-Paket oder mit Inklusiv-Roaming.

Für das mobile Surfen in europäischen Ländern können Sie kleine Daten-Roaming-Pakete mit 100 bis 200 MB für unter 10 Franken kaufen. Für Pakete in der Grösse von 1 GB müssen Sie mit Kosten zwischen rund 30 und 60 Franken rechnen. Zum Vergleich: Mit dem Standardtarif – also ohne zusätzliches Datenpaket – kostet Daten-Roaming für 1 GB nach der offiziellen Preisliste bei vielen Anbietern mehr als 1000 Franken, bei Salt sogar 2950 Franken.

Je nach Anbieter gibt es auch für den Internet-Zugang in aussereuropäischen Ländern bezahlbare Datenpakete. So gibt es Anbieter, die für bestimmte aussereuropäische Länder 1 GB Daten-Roaming für unter 50 Franken offerieren. Einige Anbieter wie Sunrise haben allerdings für viele aussereuropäische Länder gar keine Datenpakete im Angebot. In diesem Fall kommt der teure Standardtarif zur Anwendung: Bei Sunrise beispielsweise würde ein Gigabyte für viele exotische Länder gemäss Preisliste 15'000 Franken kosten.

Der Roaming-Vergleich von moneyland.ch informiert Sie über die aktuellen Konditionen.

Tipp 3: Nicht zu grosse Datenpakete kaufen

Datenpakete sind zwar praktisch, haben allerdings eine kundenunfreundliche Eigenschaft: Sie verfallen schnell. Die meisten in der Schweiz verkauften Daten-Roaming-Pakete sind nur einen Monat gültig. Noch kundenunfreundlicher ist die Regelung von Salt und CoopMobile: Die Option gilt jeweils bis zum folgenden neunten Tag des laufenden Monats oder Folgemonats. Wer also am 8. Juni ein Datenpaket kauft, muss dieses innerhalb von zwei Tagen aufbrauchen.

Kaufen Sie daher nicht zu grosse Datenpakete. Denn sonst verfällt das nicht aufgebrauchte Datenvolumen und Sie haben mehr bezahlt, als wenn Sie ein kleineres Paket gekauft hätten. Übrigens: Die Swisscom-Marke SimplyMobile ist in diesem Punkt kundenfreundlicher und bietet nur Datenpakete ohne Verfallsdatum an.

Tipp 4: Gratis-WLAN nutzen

Nutzen Sie kostenloses WLAN. An vielen Plätzen, in vielen Restaurants, Cafés und Hotels, selbst in Supermärkten, Bussen und Zügen gibt es entsprechende Netze. Im Ausland können Sie mit der Nutzung von kostenlosen WLANs teure Roaming-Gebühren umgehen.

Tipp 5: Lokale SIM-Karten und Pocket WiFi nutzen

Lokale Prepaid-SIM-Karten sind in vielen Ländern eine sinnvolle Alternative zum Roaming. Dies gilt insbesondere, wenn Sie in exotischen Ländern unterwegs sind, in welchen Roaming für Schweizer Kunden teuer ist.

Eine interessante Ergänzung ist der Kauf eines Pocket WiFis. Das Gerät stellt eine Verbindung zum Mobilfunknetz her und generiert einen eigenen WiFi-Hotspot. Im Elektrohandel sind Pocket WiFis bereits ab unter 100 Franken erhältlich. Vorteil: Sie sind Sie weiterhin unter Ihrer Handynummer erreichbar und profitieren beim Surfen von den Tarifen der lokalen SIM-Karte.

Tipp 6: Geister-Roaming verhindern

Wenn Sie im Ausland kein Daten-Roaming nutzen möchten, sollten Sie mobile Daten auf Ihrem Smartphone komplett ausschalten. Ausserdem sollten Sie das 4G-Netz (LTE) komplett deaktivieren. Via WLAN können Sie das Internet weiterhin nutzen.

Mit der Deaktivierung der mobilen Daten verhindern Sie, dass Ihnen Ihr Telekom-Anbieter Daten-Roaming verrechnet, obwohl Sie das Internet gar nicht über das Mobilfunknetz benutzt haben. Dieses so genannte Geister-Roaming kommt durch einen Konstruktionsfehler im 4G/LTE-Standard zustande. Viele Anbieter verrechnen das Geister-Roaming zwar nicht, aber einige Anbieter wie Salt haben diesen Fehler bisher noch nicht behoben.

Tipp 7: Status überprüfen

Behalten Sie den Überblick, wie viele Daten Sie im Ausland bereits übertragen haben. Dies ist bei den meisten Telekom-Anbietern über eine App möglich. Einige Schweizer Telekom-Anbieter wie Swisscom und Sunrise bieten auch ein so genanntes Cockpit an, auf das Sie über eine Webseite zugreifen können.

Tipp 8: Vorsicht bei Videos und Musik

Wenn Sie sich Videos anschauen, zum Beispiel auf YouTube oder Netflix, übertragen Sie grosse Datenmengen. Auch das Streamen von Musik (zum Beispiel über Streaming-Dienste wie Spotify) oder Radioprogrammen braucht viel Datenvolumen. Im Ausland sollten Sie daher Videos, Musik oder Radioprogramme nur via Gratis-WLAN-Netze streamen. Ansonsten ist Ihr Datenpaket schnell aufgebraucht.

Tipp 9: Vorsicht bei Abos mit Inklusiv-Roaming

Viele Abos beinhalten Inklusiv-Roaming, sind aber häufig verhältnismässig teuer. Ausserdem gibt es wichtige Einschränkungen: So ist das im Abo enthaltene Datenvolumen häufig begrenzt, bei Swisscom zum Beispiel können Kunden nur ein begrenztes Jahreskontingent ohne Aufpreis nutzen.

Bei manchen günstigeren Abos ist das beinhaltete Daten-Volumen nur während einer bestimmten Anzahl Tage nutzbar. Bei anderen Telekom-Anbietern wiederum steht Kunden ein limitiertes Datenvolumen pro Monat zur Verfügung. Kunden bezahlen in diesem Fall mit dem Abo-Preis das Roaming auch in jenen Monaten, in denen sie gar nicht im Ausland sind.

In vielen Fällen ist es deshalb günstiger, wenn Sie sich für ein preiswertes Abo ohne Inklusiv-Roaming in Kombination mit optionalen Roaming-Paketen für Ihre Auslandreisen entscheiden.

Tipp 10: Handy-Abos vergleichen

Einige Abos und Prepaid-Angebote sind zwar für die Nutzung im Inland günstig, allerdings aufgrund der hohen Roaming-Preise (selbst mit zusätzlichen Datenpaketen) nicht für die Ausland-Nutzung zu empfehlen. So bezahlen Swisscom-Kunden für 200 MB Daten-Roaming in Vietnam nicht ganz 20 Franken. Kunden mit einem Wingo-Abo hingegen – einem Billig-Abo von Swisscom – bezahlen für dieselbe Roaming-Leistung stolze 139 Franken. Ein umfassender Handy-Abo-Vergleich lohnt sich also.

Weitere Informationen:
Sprach-Roaming: Telefonieren im Ausland
Roaming-Tarife im Vergleich
Handy-Abos im Vergleich

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