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Krankenkassen: Impfungen und Prävention

Welche Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen werden durch die Krankenkassen-Grundversicherung, welche durch Zusatzversicherungen gedeckt? Die Krankenkassen-Tipps der Moneyland-Redaktion helfen weiter.

«Vorbeugen ist besser als heilen», sagt das geflügelte Sprichwort in weiser Voraussicht. Die Schweizer Krankenkassen-Grundversicherung trägt dem Sprichwort teilweise Rechnung und übernimmt bestimmte Vorsorge-Massnahmen zur vorzeitigen Erkennung von Krankheiten und Impfungen, die den Ausbruch von problematischen Krankheiten verhindern sollen.

Längst nicht alle prophylaktischen Untersuchungen und Impfungen werden allerdings durch die Grundversicherung gedeckt. Hier kommt die Zusatzversicherung ins Spiel: Einige Krankenpflegezusätze beinhalten Kostenbeteiligungen für Untersuchungen und Impfungen, die durch die Grundversicherung nicht bezahlt werden.

Vorsorge und Impfungen: was zahlt die Grundversicherung?

  • Die Grundversicherung zahlt eine Reihe von Impfungen, zum Beispiel gegen Tetanus, Windpocken, Keuchhusten, Kinderlähmung, Diphterie, Hepatitis B, Zecken-Enzephalitis. Massgebend sind hier die Richtlinien des Schweizerischen Impfplans (zum Beispiel werden bestimmte Impfungen nur für definierte Altersgruppen übernommen), der unter bag.admin.ch aufgerufen werden kann.
     
  • Grippe-Impfungen sind gedeckt, falls Sie mindestens 65 Jahre alt sind oder zu einer Risiko-Gruppe gehören. Wenn Sie spezielle Grippe-Komplikationen zu befürchten haben, wird die Grippe-Impfung bezahlt.
     
  • Allgemein wird – wie bei der obligatorischen Krankenpflege-Versicherung üblich – eine Kostenbeteiligung mit Franchise und Selbstbehalt fällig. Ausnahmen: Gewisse Impfungen sind nicht franchisenpflichtig. Beispiel: Impfungen im Rahmen eines kantonalen Gesundheitsprogramms gegen Gebärmutterkrebs bei jungen Frauen sind bis zu einem Alter von 26 Jahren nicht franchisenpflichtig.
     
  • Bezüglich verschiedener Krebsarten zahlt die Grundversicherung prophylaktische Abklärungen dann, wenn entsprechende Krebsfälle in der Familie bereits vorgekommen sind. Beispiele: Vorabklärungen zu Haut-, Darm- und Brustkrebs.
     
  • Brustkrebs-Vorabklärungen werden unabhängig von der familiären Häufigkeit alle zwei Jahre ab einem Alter von 50 Jahren bezahlt.
     
  • Voruntersuchungen für Frauen: Allgemeine gynäkologische Voruntersuchungen werden alle drei Jahre bezahlt, sofern sich bei den ersten beiden Untersuchungen in den ersten zwei Jahren keine Verdachtsmomente ergeben. Bei Verdachtsfällen können die Untersuchungen auch regelmässiger von der Grundversicherung übernommen werden.
     
  • Fragen Sie im Zweifelsfall am besten Ihren Arzt. Er sollte Ihnen weiterhelfen können.

Vorsorge und Impfungen: was zahlt die Zusatzversicherung?

 

Ihre Moneyland-Redaktion

Weiterführende Informationen:
Krankenkassen im Vergleich
Ambulante Zusatzversicherungen im Vergleich

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