Viele von uns kennen dieses Gefühl. In der Hektik der Sommerferien oder der Weihnachtsfeiertage übersehen wir eine Kreditkartenabrechnung – und plötzlich werden uns 20 oder 30 Franken Mahngebühren berechnet. Eine Kreditkartenabrechnung kann leicht übersehen werden und die Kosten aufgrund einer verspäteten Zahlung sind ärgerlich.
In diesem Ratgeber listet Ihnen moneyland.ch die Mahngebühren verschiedener Schweizer Kreditkartenanbieter auf und erklärt, wie Sie diese vermeiden können.
Welche Kosten entstehen, wenn ich meine Kreditkartenrechnung nicht rechtzeitig bezahle?
Wenn Sie mit einer Kreditkarte bezahlen, erfolgt die Zahlung auf Kredit. Am Ende jedes Monats erhalten Sie vom Kreditkartenherausgeber eine Rechnung über die Summe aller im vergangenen Monat getätigten Zahlungen.
Ab dem Zeitpunkt, an dem Ihre Kreditkartenrechnung ausgestellt wird, haben Sie eine bestimmte Zahlungsfrist. Innerhalb dieser Frist müssen Sie mindestens den festgelegten Mindestbetrag bezahlen. Die Zahlungsfristen sind je nach Kartenherausgeber unterschiedlich, betragen aber in der Regel 20 oder 25 Tage.
Wenn Sie Ihre Rechnung nicht innerhalb der Zahlungsfrist begleichen, erheben Kreditkartenunternehmen zwei verschiedene Strafgebühren.
- Kreditkarten-Mahngebühren
Mahngebühren sind eine Art Strafgebühr, die Ihnen Ihr Kartenaussteller in Rechnung stellen kann, wenn Sie Ihre Rechnung nicht innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfrist begleichen.
Wenn Sie den Mindestbetrag nicht rechtzeitig bezahlen, fallen neben Mahngebühren auch Verzugszinsen an. Diese können je nach Kartenherausgeber unterschiedlich hoch ausfallen. In der Regel entsprechen die Verzugszinsen für nicht fristgerecht bezahlte Rechnungen den Sollzinsen für Teilzahlungen.
Muss ich die Rechnung vollständig bezahlen?
In der Regel können Sie wählen, ob Sie die gesamte Rechnung bezahlen oder nur einen Teil der Rechnung bezahlen und den Rest als Kreditkartenkredit behalten möchten. Sie müssen jedoch immer mindestens den erforderlichen Mindestbetrag bezahlen. Eine Übersicht über die von den einzelnen Kreditkartenherausgeber geforderten Mindestbeträge finden Sie im Ratgeber zu Teilzahlungen bei Kreditkarten.
Wenn Sie nicht mindestens den Mindestbetrag bezahlen, schickt Ihnen der Kreditkartenherausgeber eine Mahnung. Kartenherausgeber berechnen zudem Mahn- oder Bearbeitungsgebühren. Einige Kreditkartenherausgeber berechnen diese Gebühr bereits ab der ersten Mahnung. Andere erheben dagegen erst ab der zweiten Mahnung eine Gebühr.
Tipp: Wenn Ihnen Mahngebühren in Rechnung gestellt werden, kann es sich lohnen, den Kundendienst zu kontaktieren. Im besten Fall wird die Gebühr aus Kulanzgründen erlassen.
Wie kann ich Mahngebühren und Verzugszinsen vermeiden?
Verzugszinsen und Mahngebühren fallen nicht an, wenn Sie die Kreditkarten-Rechnungen immer rechtzeitig bezahlen. Allerdings können Rechnungen manchmal vergessen gehen. Um das zu verhindern, gibt es folgende Möglichkeiten:
- Einrichtung eines Lastschriftverfahrens: Bei einem Lastschriftverfahren wird der Gesamtbetrag Ihrer Kreditkartenrechnung automatisch von Ihrem Privatkonto abgebucht.
- Verwenden Sie eBill mit Dauerfreigabe: Wenn Sie Online-Banking und eBill nutzen, können Sie eine Dauerfreigabe für die eBill Ihres Kreditkartenherausgebers einrichten. Ihre Bank bezahlt die Rechnung dann automatisch von Ihrem Privatkonto.
- Geld im Voraus auf das Kreditkartenkonto einzahlen: Sie nutzen Ihre Kreditkarte wie eine Prepaidkarte und überweisen im Voraus ein Guthaben auf Ihr Kreditkartenkonto.
- Einmalig einen Dauerauftrag einrichten: Richten Sie bei Ihrer Bank einen Dauerauftrag ein, um jeden Monat etwa zum Zeitpunkt des Eingangs Ihrer Kreditkartenabrechnung einen festen Betrag auf Ihr Kreditkartenkonto zu überweisen. So stellen Sie sicher, dass mindestens die erforderliche Mindestzahlung geleistet wird.
Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre Kreditkartenrechnungen vollständig und pünktlich zu bezahlen, sollten Sie erwägen, Ihre Kreditkarten zu kündigen und nur noch Debit- oder Prepaid-Karten zu verwenden.
Bei Prepaid-Karten fallen keine Verzugszinsen an, da Sie den Betrag als Guthaben bereits im Voraus überweisen müssen. Auch bei Debitkarten besteht diese Gefahr nicht, da die Kaufbeträge direkt Ihrem Privatkonto belastet werden.
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