Roaming

Telekom

Der Begriff «Roaming» umschreibt die Benutzung eines anderen Mobilfunknetzes als dasjenige des eigenen Mobilfunkanbieters. Das kann streng genommen auch ein Fremdnetz im eigenen Wohnland sein (so genanntes National Roaming).

Meistens wird der Begriff «Roaming» aber für die Benutzung von ausländischen Mobilfunknetzen verwendet. Man spricht auch von «International Roaming». Roaming findet immer dann statt, wenn Kunden ihr Smartphone, Tablet oder ihren Laptop im Ausland über ein ausländisches Mobilfunknetz benutzen.

Das ist typischerweise in den Ferien beziehungsweise auf Reisen im Ausland der Fall (das englische Verb «to roam» bedeutet wörtlich übersetzt «herumwandern»). Die Nutzung von Smartphones und anderen Geräten über ein WLAN-Netz gilt hingegen nicht als Roaming.

Dank Roaming können Kunden mit ihrer gewohnten Telefonnummer im Ausland Gespräche führen und annehmen (Sprach-Roaming), SMS verschicken und empfangen sowie im Internet surfen und über Apps Daten übertragen (Daten-Roaming). Dabei bleibt die SIM-Karte im Handy.

Telekom-Anbieter verlangen für Roaming-Dienstleistungen häufig deutlich höhere Preise als für die Mobilfunk-Nutzung im Inland. Je nach Land und Anbieter können die Roaming-Tarife sehr hoch sein. Kunden bezahlen die genutzten Roaming-Services über ihre Handy-Rechnungen oder über eine Belastung ihrer Prepaid-Karten.

Neben Smartphones können Kunden auch alle anderen Geräte im Ausland nutzen, die via Mobilfunknetz funktionieren. Neben Tablets und Laptops sind das zum Beispiel auch Computer, Smartwatches, Hotspots und bestimmte E-Book-Reader.

Roaming von Schweizer Anbietern

In der EU sind die Roaming-Gebühren abgeschafft worden. In der Regel bezahlen also Kunden aus einem EU-Land, die in einem anderen EU-Land unterwegs sind, keine Roaming-Gebühren mehr. Da die Schweiz nicht Mitglied der EU ist, gilt dies nicht für Kunden von Schweizer Anbietern. Ein spezieller Fall stellt Liechtenstein dar: Dort können Kunden von Swisscom und Salt in Liechtenstein das Mobilfunknetz nutzen, ohne dafür Roaming-Gebühren bezahlen zu müssen.

Schweizer Mobilfunk-Anbieter bieten ihren Kunden Roaming in praktisch allen Ländern der Welt an. Da der Kunde beim Roaming ausländische Mobilfunknetze benutzt, ist die Netzabdeckung eine entscheidende Frage. Insbesondere in dünn besiedelten Regionen im Ausland ist es häufiger der Fall, dass kein Netz zur Verfügung steht. Da Schweizer Anbieter den Zugang zu mehreren ausländischen Netzen pro Land ermöglichen, können Kunden das Netz nutzen, das am Ort die beste Abdeckung hat.

Ausländische Mobilfunknetze nutzen teilweise andere Frequenzen als Schweizer Anbieter. Viele Smartphones – insbesondere günstigere Geräte – unterstützen aber nur die wichtigsten Frequenzen. Deshalb kann es vorkommen, dass Sie im Ausland ein Netz nicht nutzen können, weil das Smartphone das Netz nicht unterstützt.

Roaming kann teuer werden, insbesondere mit dem Standardtarif. Schweizer Mobilfunk-Anbieter offerieren Roaming-Optionen, Daten-Roaming-Pakete sowie Handy-Abos mit Inklusiv-Roaming. Mit diesen Angeboten können Kunden die Roaming-Kosten in der Regel markant reduzieren.

Für viele Länder bleibt Roaming allerdings auch mit Spezialangeboten teuer. Ein Vergleich lohnt sich, denn nicht immer rechnen sich diese Angebote für den Kunden. Mit dem Roaming-Rechner von moneyland.ch finden Sie die genauen Roaming-Kosten je nach Angebot heraus. Auch im Mobilfunk-Vergleich werden die Roaming-Preise berücksichtigt.

Weitere Informationen:
Roaming-Rechner
Mobilfunk-Abos im Vergleich

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