Es kann sich lohnen, den Steuerbetrag bereits im Voraus zu zahlen. Manche Kantone offerieren Vorauszahlungszinsen, welche die Zinssätze auf banküblichen Sparkonten übertreffen.

Die Steuerschuld kann üblicherweise auf einmal oder in mehreren Raten bis zur vom Steueramt definierten Deadline beglichen werden. Sie sollten es sich aber gut überlegen, ob Sie den erwarteten Steuerbetrag nicht schon frühzeitig als Vorauszahlung überweisen möchten.

Steuern frühzeitig zahlen

Grund: Viele kantonale Steuerbehörden bieten Ihnen einen besseren Zinssatz bei Vorauszahlung, als er Ihnen von herkömmlichen Sparkonten gewährt wird. Zumindest die Spitzenreiter unter den Kantonen entsprechen zurzeit den üblichen Verzinsungen von Jugendkonten.

Allerdings wurden die kantonalen Vorzugszinssätze im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduziert. Wurden 2015 noch bis zu 2% entschädigt, waren es ab 2016 nur noch maximal 1% pro Jahr. Gemäss dem Online-Portal cash.ch, welches diese Zinsen seit Jahren regelmässig erhebt, sind die Zinssätze regelrecht «kollabiert». Eine aktuelle Liste mit allen Vorauszahlungs- und Verzugs-Zinssätzen pro Kanton können Sie sich in der untenstehenden Box kostenlos zustellen lassen.

Zinsen variieren je nach Kanton

2018 offerieren nur noch die Kantone Appenzell Innerrhoden und Glarus einen Zinssatz von 1% bei Steuer-Vorauszahlung, die Kantone Zürich, Uri, Schwyz und Appenzell Ausserrhoden noch 0.5%. Sieben Kantone offerieren 2018 gar keinen Zins mehr.

Es kann sich also noch rechnen, etwas mehr als den voraussichtlich fälligen Steuerbetrag einzuzahlen – zumindest in gewissen Kantonen wie im Kanton Zürich.

In Zürich wird auch der im Voraus bezahlte Betrag verzinst, welcher über der tatsächlichen Steuerschuld liegt, sofern sich die Summe in einem realistischen Rahmen bewegt. Offensichtlich zu grosse Summen werden ohne Verzinsung zurückgezahlt.

Eine Vorauszahlung der Steuerrechnung kann also je nach Kanton und Vorauszahlungszins attraktiv sein. Vorausgesetzt natürlich, dass Sie den Betrag zur freien Verfügung haben. Die vom Steueramt gewährten Zinsen sind nicht verrechnungssteuerpflichtig.

Hohe Verzugszinsen

Auf keinen Fall sollten Sie die Steuern zu spät einzahlen. Hier drohen Verzugszinsen, die ähnlich hoch wie Privatkredit-Zinsen sein können. So verlangen die Kantone Luzern und Basel-Landschaft beispielsweise Verzugzinsen in der Höhe von 6%.

Möchten Sie eine tabellarische Übersicht über die Verzugs- und Ausgleichszinsen der kantonalen Steuerämter? Dann lassen Sie sich diese hier kostenlos als PDF zustellen!

Stand: 2018

Weitere Informationen:
Steuern sparen mit der 3. Säule

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