Trading-Analyse 2026
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Ob Aktien, Obligationen oder ETF: Zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer legen ihr Geld in Wertschriften an. Je nach Anbieter kann das Investieren ein teures Vergnügen werden, wie die Analyse von moneyland.ch zeigt. Wer einen günstigen Broker wählt, kann viel Geld sparen.
Eine wachsende Zahl von Schweizerinnen und Schweizer legt ihr Geld auf dem Aktienmarkt an. Kein Wunder: Die Rendite von breit gestreuten Investitionen in Aktien hat jene von konservativeren Anlagemöglichkeiten wie Sparkonten in der Vergangenheit langfristig stets übertroffen, wenngleich dafür keine Garantie besteht und Verluste stets möglich sind. Doch aufgepasst – hohe Gebühren beim Anlegen können die Erträge erheblich schmälern.
Der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch hat die Gebühren der wichtigsten traditionellen Banken und Online-Broker in der Schweiz untersucht. Wie die Analyse zeigt, sind die Kostenunterschiede zwischen den Anbietern beträchtlich. Die Untersuchung erfolgte auf Basis dreier Profile: passives Portfolio, Gelegenheitstrader und Vieltrader. Die detaillierten Profilbeschriebe finden sich in der Methodik.
«Wichtig: Je nach individueller Nutzung können die effektiven Gebühren deutlich von den hier dargestellten Profilen abweichen», bemerkt Dan Urner, Redaktor bei moneyland.ch. Es lohnt sich deshalb, die Trading-Anbieter auf Basis der persönlichen Nutzung auf moneyland.ch zu vergleichen.
Diese Gebühren der Anbieter fallen ins Gewicht
Die meisten Kosten beim Anlegen hängen vom gewählten Trading-Anbieter ab. Ins Gewicht fallen vor allem Transaktionsgebühren (Courtagen) beim Kauf und Verkauf von Titeln sowie regelmässige Depot- und Grundgebühren. Hinzu kommen Wechselkursgebühren. Einige Broker verrechnen separate Börsengebühren, die sich aber eher nur geringfügig bemerkbar machen. Unabhängig vom Anbieter fallen bei jeder Transaktion Stempelabgaben an.
Diese Analyse berücksichtigt allfällige Depot- und Grundgebühren sowie Courtagen und Stempelabgaben für ein Jahr. Dabei werden ein bestimmter Depotwert sowie allfällige Transaktionen an verschiedenen Börsenplätzen angenommen (siehe Methodik). Produktkosten von Fonds und ETF werden nicht berücksichtigt. Die Untersuchung geht von der Nutzung von E-Banking aus, allfällige Aufpreise für Telefonaufträge finden daher keine Berücksichtigung.
Profil 1: Diese Anbieter sind am günstigsten für ein passives Portfolio
Nicht alle Anlegerinnen und Anleger kaufen und verkaufen aktiv Wertschriften. Vielen geht es nur darum, ihre Wertschriften zu deponieren. Für das Profil «passives Portfolio» geht moneyland.ch von einer solchen Person aus: Sie nimmt keine Transaktionen vor und verwahrt ihre bestehenden Titel lediglich auf einem Wertschriftendepot. Das Depot ist mit Titeln im Gesamtwert von etwa 45’000 Franken bestückt.
Den Kostenvergleich gewinnt jener Anbieter, der keinerlei Depot- oder Grundgebühren verrechnet: die Saxo Bank. Für das Profil entstehen hier folglich gar keine Kosten, mit Ausnahme allfälliger produktabhängiger Gebühren (siehe oben). Auf den Rängen zwei und drei folgen Trade Direct (48.60 Franken) und Postfinance (72 Franken).
Profil 2: Diese Anbieter sind am günstigsten für Gelegenheitstrader
Für das Profil des Gelegenheitstraders geht moneyland.ch von einem Depotwert von rund 45’000 Franken und insgesamt zwölf Transaktionen pro Jahr aus.
Den ersten Platz im Kostenvergleich belegt auch hier mit recht deutlichem Abstand die Saxo Bank, bei der insgesamt 68.30 Franken an Gebühren und Abgaben anfallen. Cornèrtrader (245.35 Franken) und Postfinance (345.45 Franken) komplettieren das Spitzentrio.
Profil 3: Diese Anbieter sind am günstigsten für Vieltrader
Für das Profil des Vieltraders nimmt moneyland.ch einen Depotwert von etwa 75’000 Franken und 70 Transaktionen pro Jahr an.
Auch hier schwingt die Saxo Bank deutlich obenaus. Bei ihr werden Kosten von insgesamt 748.20 Franken fällig. Dahinter folgt Cornèrtader mit 1275.10 Franken. Swissquote belegt mit 2433.50 Franken den dritten Rang.
Smartphone-Banken als Alternative
Wer in Aktien und ETF investieren möchte, kann alternativ auch auf Smartphone-Banken (Neobanken) setzen. Diese warten vor allem für Kleinanlegerinnen und Kleinanleger mit attraktiven Konditionen auf. «Für grössere Beträge können spezialisierte Online-Broker günstiger sein. Zu beachten ist auch, dass das Wertschriften- und Dienstleistungsangebot im Vergleich zu klassischen Brokern eher limitiert ist», erklärt Dan Urner.
Wer seine Anlagen ausserdem lieber am Computer als auf dem Handy tätigt, ist bei Smartphone-Banken eher schlecht aufgehoben: Denn hier besteht lediglich Zugang zu einer App. Weitere Informationen zum Anlegen mit Smartphone-Banken hat moneyland.ch in einem spezialisierten Ratgeber zusammengestellt. Erhalten Sie die ausführlichen Tabellen zur Trading-Analyse 2026 bequem und kostenlos per E-Mail. Trading-Analyse 2026
Methodik
moneyland.ch hat die Gebühren für den Kauf und Verkauf von Aktien und ETF bei führenden Schweizer Banken sowie deren Depotgebühren verglichen. Berücksichtigt wurden auch allfällige Kontogebühren sowie staatliche Umsatzabgaben. Es wurden nur Gebühren für Online-Transaktionen im Rahmen des Online-Tradings berücksichtigt. Allfällige zusätzliche Börsengebühren wurden nicht berücksichtigt, diese sind aber in der Regel gering. Es wurde von folgenden Börsen ausgegangen: für amerikanische Wertpapiere: gehandelt in US-Dollar an der Nasdaq, NYSE oder AMEX. Für Schweizer Wertschriften: gehandelt in CHF an der SIX. Für europäische Wertpapiere: gehandelt in EUR an der Xextra. Währungsumrechnungskosten konnten aufgrund der fehlenden Datenlage nicht berechnet werden. Spezialaktionen und ausländische Banken wurden nicht berücksichtigt.
Folgende Anbieter waren Gegenstand der Analyse: Aargauische Kantonalbank, Bank Cler, Basler Kantonalbank, Berner Kantonalbank, Cash – Banking by Bank Zweiplus, Cornèrtrader, Migros Bank, Postfinance, Raiffeisen, St. Galler Kantonalbank, Swissquote, Trade Direct (BCV), UBS, VZ Ticket Fee Online (Vermögenszentrum), Zürcher Kantonalbank. Es wurden nur Produkte ohne Beratung («Execution only») berücksichtigt.
Für die Berechnungen wurden drei Profile definiert: passives Portfolio, Gelegenheitstrader und Vieltrader. Sie basieren auf einem Musterdepot, das sich aus Schweizer Aktien, Schweizer ETF, europäischen Aktien und amerikanischen Aktien zusammensetzt.
Profil passives Portfolio: Das Depot besteht aus Schweizer Aktien im Wert von 15’000 Franken, aus Schweizer ETF im Wert von 7500 Franken, aus europäischen Aktien im Wert von 12’500 Euro und aus amerikanischen Aktien im Wert von 14’000 US-Dollar. Es finden keine Transaktionen statt.
Profil Gelegenheitstrader: Das Depot besteht aus Schweizer Aktien im Wert von 15’000 Franken, aus Schweizer ETF im Wert von 7500 Franken, aus europäischen Aktien im Wert von 12’500 Euro und aus amerikanischen Aktien im Wert von 14’000 US-Dollar. In einem Jahr finden folgende Transaktionen (das heisst Käufe und Verkäufe) statt: vier Transaktionen à 3000 Franken mit Schweizer Aktien, zwei Transaktionen à 3000 Franken mit Schweizer ETF, drei Transaktionen à 3000 Euro mit europäischen Aktien und drei Transaktionen à 3000 US-Dollar mit amerikanischen Aktien.
Profil Vieltrader: Das Depot besteht aus Schweizer Aktien im Wert von 25’000 Franken, aus Schweizer ETF im Wert von 12’500 Franken, aus europäischen Aktien im Wert von 21’000 Euro und aus amerikanischen Aktien im Wert von 23’500 US-Dollar. In einem Jahr finden folgende Transaktionen (das heisst Käufe und Verkäufe) statt: 20 Transaktionen à 6000 Franken mit Schweizer Aktien, zehn Transaktionen à 6000 Franken mit Schweizer ETF, 20 Transaktionen à 6000 Euro mit europäischen Aktien und 20 Transaktionen à 6000 US-Dollar mit amerikanischen Aktien.
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