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Uber: Die 8 besten Tipps, damit Ihre Carsharing-Karriere nicht in einem Fiasko endet

Taxifahren für Uber kann eine interessante Möglichkeit sein, Ihren Lohn aufzubessern. Allerdings bergen Mitfahrdienste wie Uber auch eine Reihe von Kostenfallen.

Wer ein Auto hat und gerne fährt, dem bieten Mitfahrdienste wie Uber oder Black City Cars eine interessante Nebenverdienstmöglichkeit. Wenn Sie eine Fahrt durch die Schweiz planen oder am Samstag Abend gerade nichts vorhaben, können Sie sich mit Mitfahrdiensten etwas dazuverdienen oder Ihre Fahrkosten refinanzieren.

So einfach wie die Apps vermuten lassen, ist es dann aber doch nicht. Bevor Sie eine Parallelkarriere als Uber-Fahrer starten, sollten Sie die folgenden 8 Punkte beachten:

1. Schweizer Gesetze

Während Uber als internationaler Konzern in vielen Ländern auf der Welt tätig ist, müssen Sie sich in der Schweiz an Schweizer Gesetze halten. Die Gesetze und Bestimmungen über Mitfahrdienste können je nach Kanton und Gemeinde unterschiedlich sein. Viele Kantone verlangen einen Führerausweis mit dem Code 121 (Personentransport) oder eine Taxilizenz von Fahrern, die mehr als einmal innert 15 Tagen Personen gegen Entgelt befördern.

UberX-Fahrer (nur lizenzierte Fahrer) und UberBlack-Chauffeure (Limousinen-Service) müssen in jedem Fall im Besitz einer Taxilizenz sein. UberPop wendet sich an Private mit einem eigenen Fahrzeug, die keine Taxi-Lizenz besitzen müssen.

In manchen Gemeinden und Kantonen ist das Fahren für UberPop verboten. Es ist wichtig, dass Sie die Bestimmungen der Kantone, in die Sie zu fahren beabsichtigen, kennen. Schliesslich müssen Sie dann die Geldbussen selbst bezahlen. Beachten Sie auch, dass die Gesetze über Mitfahrdienste gerade revidiert werden. Es lohnt sich also, die neusten Entwicklungen im Auge zu behalten, um sich Ärger mit dem Gesetz zu ersparen.

2. Sozialversicherung

Anders als bei konventionellen Taxi-Unternehmen sind Sie bei Mitfahrdiensten nicht angestellt. Das heisst, Sie müssen sicherstellen, dass Ihr Sozialversicherungsstatus und Ihre Sozialversicherungsbeiträge die geltenden Vorschriften erfüllen.

Während Schweizer Gesetzgeber und Sozialversicherungsbehörden an diesem Missstand arbeiten, können UberPop-Fahrer beim Arbeitgeber (noch) keine Sozialversicherungsbeiträge einfordern. Sollten Sie eine vollzeitige Karriere als Uber-Fahrer planen, müssen Sie sich bei Ihrem kantonalen Sozialversicherungsamt als selbstständig erwerbend registrieren lassen und Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Selbst wenn Sie nur nebenbei ganztags oder freiberuflich ein Mitfahrportal betreiben, müssen Sie Ihre Teilzeitselbstständigkeit ab einem Jahreseinkommen von 2300 Schweizerfranken melden. Wer sich bei der Sozialversicherung nicht registrieren lässt, kann sich strafbar machen.

3. Zusatz-Versicherung

Wer durch Mitfahrportale Aufträge vermittelt bekommt, wird irgendwann auch ausländische Gäste in seinem Wagen befördern. In der Schweiz ansässige Personen sind normalerweise durch die obligatorische schweizerische Unfallversicherung gedeckt. Wenn Sie aber Touristen oder andere Nichtansässige befördern möchten, kann eine Insassenversicherung die Versicherungslücke schliessen.

Empfohlen wird ausserdem eine Privat- und Verkehrsrechtsschutzversicherung. Wer fremde Personen in seinem Wagen mitführt, muss im schlimmsten Fall mit einer Klage rechnen.

4. Steuern

Durch Mitfahrdienste verdientes Geld müssen Sie als steuerbares Einkommen deklarieren. Zusätzlich sollten Sie sich erkundigen, ob Ihr Mitfahrdienst eine Mehrwertsteuer (MWSt) erhebt oder ob Sie die Mehrwertsteuer selber abrechnen müssen. Uber beispielsweise überlässt die Mehrwertsteuerabrechnung den Fahrern. Je nach Einkommen aus Ihrem Mitfahrgeschäft sind Sie mehrwertsteuerpflichtig und müssen auf Ihren Uber-Einnahmen Mehrwertsteuern zahlen.

5. Radio

Wenn Sie Ihr Auto kommerziell nutzen (zum Beispiel als Uber-Fahrer), können Ihr Autoradio oder internetfähige Geräte in die kommerzielle Radiokategorie fallen. In diesem Fall ist Ihr Autoradio nicht mehr durch Ihre Haushaltabgaben für die Billag (beziehungsweise Serafe) gedeckt. Sie benötigen also eine kommerzielle Radiolizenz.

6. Arbeitszeit

Nach Schweizer Recht ist die Arbeitszeit kommerzieller Fahrer auf 53 Stunden pro Woche und auf 13 Stunden innert eines 24-Stunden-Tages begrenzt. Zudem sind Sie gesetzlich verpflichtet, nach einer Fahrzeit von maximal 4½ Stunden eine Pause von 20 bis 60 Minuten pro Arbeitstag einzulegen. Sofern Sie nicht schon tagsüber als Chauffeur arbeiten, lange Fahrten zurücklegen oder als Mitfahrdienstleister vollzeitig tätig sind, sollte dies für Sie kein Problem sein.

7. Provisionen

Die Dienste von Mitfahr-Apps unterscheiden sich nicht gross von den Funktionen früherer Telefonbücher oder Concierge-Dienste: Sie vermitteln Fahrgäste mit Fahrern. Der Hauptunterschied liegt in den Provisionszahlungen. Uber streicht beispielsweise 25% bis 30% all Ihrer Einnahmen ein. Black City Cars kassiert je nach Bewertungen Ihrer Fahrgäste zwischen 10% und 20% ein. Andere Mitfahr-Portale berechnen ähnlich hohe Provisionen.

8. Bargeldlose Zahlungen

Während manche Mitfahrdienste Barzahlungen akzeptieren, werden Uber-Zahlungen direkt über das Handy des Fahrgastes abgewickelt. Trinkgelder sind für normale Taxifahrer wichtige Zusatzeinnahmen, die durch die bargeldlosen Uber-Zahlungen minimiert werden.

Fazit

Mitfahrdienste sind eine gute Möglichkeit, um Reisekosten zu decken oder sich nebenbei etwas dazuzuverdienen. Am Ende müssen Sie für sich entscheiden, ob Ihr Gewinn nach Abzug der Provisionen, Benzin- und Wartungskosten, Sozialversicherungsbeiträge, Versicherungsprämien und anderer Mitfahrspesen noch attraktiv genug ist.

Möchten Sie in erster Linie einen Teil der Kosten für geplante Städtefahrten sparen oder der Umwelt zuliebe Fahrgemeinschaften bilden, dann sind Fahrpools die flexiblere Variante.

Dank Smartphones ist das Organisieren von Fahrgemeinschaften einfacher denn je. Viele Fahrgemeinschaftsdienste berechnen keine Provision für das Vermitteln von Mitfahrern, die bereit sind, einen Teil der Reisekosten zu übernehmen.

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