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Geld im Alltag

Fahren für Uber, Uber Eats und Co. in der Schweiz

5. Dezember 2023 - Daniel Dreier

Sie möchten für Uber, Uber Eats oder andere App-basierte Chauffeur- und Lieferdienste in der Schweiz fahren? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Geldverdienen mit Uber und Co. in der Schweiz.

Sind Sie daran interessiert, als Chauffeur oder mit den Ausliefern von Essen Geld zu verdienen? Der Ratgeber von moneyland.ch beantwortet Ihnen die wichtigsten Fragen zu Uber, Uber Eats, Just Eat und ähnlichen Anbietern in der Schweiz.

Welche Mitfahrdienste gibt es in der Schweiz?

Neben den klassischen Taxiunternehmen gibt es in der Schweiz derzeit nur zwei weit verbreitete Fahrdienst-Apps: das US-Unternehmen Uber und das Schweizer Pendant Vertt.

Wer in der Schweiz für Dienste wie Uber fahren will, muss in der Regel als selbständiger Taxifahrer tätig sein.

Mitfahrdienste in der Schweiz

Anbieter Vergütungsmodell Städte Bedingungen
Uber Die Fahrer arbeiten auf selbständiger
Basis. Uber erhebt eine variable
Servicegebühr.

In einigen Kantonen werden die
Fahrerinnen und Fahrer von
externen Mobilitätsunternehmen
auf Abruf beschäftigt.
Basel, Bern, Freiburg,
Genf, Lausanne, Sitten,
Winterthur, Zug, Zürich.
  • Mindestalter: 21 Jahre.
  • In Zürich und Basel: ein guter
    Leumund.
  • Ein Schweizer Führerausweis
    der Klasse B mit der
    Erweiterung 121 (Bewilligung
    zum berufsmässigen
    Personentransport).
  • In Genf: eine zusätzliche
    VTC-Bescheinigung.
  • Im Kanton Waadt: eine kantonale
    Bewilligung.
  • In Zürich und Basel: eine
    Taxifahrbewilligung.
  • Ein Auto.
  • Das Fahrzeug muss mit einem
    Taxameter ausgestattet und für die
    berufsmässigen Personenbeförderung
    zugelassen sein.
Vertt Die Fahrer arbeiten auf selbständiger
Basis mit eigener Einzelfirma,
GmbH oder AG. Fahrer, die bei
einem etablierten Taxiunternehmen
angestellt sind, können die
Vertt-Plattform ebenfalls nutzen.

Vertt erhebt eine Servicegebühr
in Höhe von 18% des Fahrpreises.

Der Fahrpreis umfasst eine
Grundgebühr (CHF 3-8, je nach
Fahrzeugkategorie), einen
Kilometerpreis (CHF 1.80-4.50)
und eine Gebühr pro Minute
(CHF 0.30-0.80).
Winterthur, Zürich.
  • Mindestalter: 21 Jahre.
  • Mindestens 3 Jahre Fahrerfahrung.
  • Ein Schweizer Führerausweis der
    Klasse B mit der Erweiterung 121
    (Bewilligung zum berufsmässigen
    Personentransport).
  • Ein Fahrzeug mit 4 Türen, nicht älter
    als 10 Jahre.
  • Das Fahrzeug muss mit einem
    Taxameter ausgestattet und für die
    berufsmässigen Personenbeförderung
    zugelassen sein.

 

Welche Lieferservices gibt es in der Schweiz?

Wenn Sie in der Schweiz mit Essenslieferungen Geld verdienen möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Die meisten Lieferdienste in der Schweiz arbeiten mit Stunden- oder Festanstellungsmodellen.

Essenslieferdienste in der Schweiz

Anbieter Vergütungsmodell Städte Bedingungen
Just Eat Kurier ist auf Stundenbasis bei
Eat.ch angestellt. Nutzung des
Privatfahrzeugs wird entschädigt.
Basel, Bern, Genf,
Lausanne, St. Gallen,
Winterthur, Zürich.
Mindestalter: 18 Jahre.
Kurier muss sich bewerben
und ein Vorstellungsgespräch
absolvieren.
Mosi.ch Kurier ist auf Stundenbasis bei
Mosi.ch angestellt.
Bern, Winterthur, Zug,
Zürich.
Normaler Bewerbungsprozess,
wenn eine Stelle
ausgeschrieben ist.
Smood.ch Kurier ist auf Stundenbasis bei
Smood.ch angestellt. Nutzung des
Privatfahrzeugs wird entschädigt.
Basel, Baden, Bellinzona,
Bern, Biel, Bulle, Dietikon,
Genf, Freiburg,
La Chaux-de-Fonds,
Lausanne, Le Locle, Locarno,
Lugano, Luzern, Martigny,
Mendrisio, Montreux,
Neuenburg, Nyon, Payerne,
Sion, St. Gallen, Vevey,
Winterthur, Yverdon-les-Bains,
Zug, Zürich.
Kurier muss sich bewerben
und ein Vorstellungsgespräch
absolvieren.
Uber Eats Kurier arbeitet auf selbstständiger
Basis. Uber erhebt eine variable
Servicegebühr. Grundbetrag
zuzüglich Vergütung nach
Distanz oder geschätzter Fahrzeit
zwischen Abhol- und Lieferort.
In manchen Kantonen sind die
Kuriere von einer Drittpartei auf
Stundenbasis angestellt.
Basel, Bern, Biel, Freiburg,
Genf, Interlaken, Neuenburg,
St. Gallen, Sitten, Solothurn,
Winterthur, Zug, Zürich.
Für Lieferungen per Velo:
  • Mindestalter: 18 Jahre.
  • Guter Leumund.
Für Lieferungen mit
bewilligungspflichtigen Rollern
sind zusätzlich ein gültiger
Führerausweis und ein Roller
mit Schweizer
Kontrollschildern erforderlich.
Velogourmet.ch Kurier ist bei der Beamer
AG angestellt.
Basel. Normaler
Bewerbungsprozess.

 

Darf ich in der Schweiz Fahrgäste gegen Bezahlung befördern?

Um in der Schweiz Fahrgäste gegen Bezahlung befördern zu dürfen, müssen Sie zunächst eine zusätzliche Fahrausbildung absolvieren, nach deren Abschluss der Code 121 in Ihren Führerausweis eingetragen wird (Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport). Zudem müssen Sie Ihr Fahrzeug beim kantonalen Strassenverkehrsamt für den berufsmässigen Personentransport zulassen. Ihr Fahrzeug muss mit einem Fahrtenschreiber ausgerüstet sein.

Neben den Verkehrsvorschriften müssen Sie auch die Sozialversicherungsvorschriften einhalten (mehr dazu weiter unten). Selbstverständlich müssen Sie Schweizer Staatsbürger sein oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, die Sie zur Arbeit in der Schweiz berechtigt.

Darf ich in der Schweiz gegen Bezahlung Essen ausliefern?

Wenn Sie bei einem Essenslieferdienst angestellt sind, muss Ihr Arbeitgeber sicherstellen, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind.

Auf selbständiger Basis zu arbeiten, ist nur dann legal, wenn Ihre Tätigkeit den Anforderungen der Sozialversicherung für Selbstständige entspricht (mehr dazu weiter unten). Um in der Schweiz als Kurier arbeiten zu können, müssen Sie Schweizer Staatsbürger sein oder über eine entsprechende Aufenthaltsbewilligung verfügen.

Muss ich Steuern und Sozialabgaben zahlen?

Sie müssen alle Einkünfte, einschliesslich der Einkünfte aus einem Nebenjob, in Ihrer Steuererklärung deklarieren. Wenn Sie selbstständig erwerbstätig sind, müssen Sie unter Umständen auch die Schweizer Mehrwertsteuer (MWST) bezahlen.

Weniger eindeutig ist die Situation bei den Sozialversicherungsbeiträgen. In der Regel müssen Sie für Ihr Einkommen, das Sie von einem Arbeitgeber beziehen, keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlen, sofern Ihr Bruttoeinkommen 2300 Franken pro Jahr nicht übersteigt. Dasselbe gilt für Einkünfte aus selbstständiger Erwerbstätigkeit, allerdings nur, wenn Sie zusätzlich auch angestellt sind.

Um aus Sicht der Sozialversicherungen als Selbstständigerwerbender zu gelten, müssen Sie ausschliesslich für sich selbst arbeiten, eigenes Kapital in Ihr Geschäft investieren und mehrere Kundinnen und Kunden haben. Die Ausgleichskasse entscheidet von Fall zu Fall, ob Sie als Selbständigerwerbender gelten oder ob Sie tatsächlich Angestellter der Unternehmen sind, für die Sie Dienstleistungen erbringen.

Aufgrund der Komplexität des Schweizer Sozialversicherungssystems gehen Fahrdienste und Essenslieferdienste zunehmend zu Angestelltenmodellen über.

Welche Versicherung muss ich abschliessen, wenn ich als Chauffeur oder Kurier tätig sein möchte?

Die normale Schweizer Motorfahrzeugversicherung für Privatpersonen deckt Ihr Fahrzeug nicht ab, wenn es für gewerbliche Tätigkeiten eingesetzt wird. Gewerbliche Tätigkeiten sind der entgeltliche Personentransport und der entgeltliche Warentransport. Bevor Sie also mit Ihrem Auto Fahrgäste befördern oder Speisen ausliefern, müssen Sie Ihre private Autoversicherung in eine gewerbliche Autoversicherung umwandeln.

Unabhängig davon, ob Sie ein Auto benutzen oder nur mit einem Fahrrad oder Motorroller ausliefern, sollten Sie eine Privathaftpflichtversicherung abschliessen, die Ihre Haftung für Schäden an anderen Personen und deren Eigentum abdeckt.

Wenn Sie selbstständig tätig sind, sind Ihre Einkünfte nicht durch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Verdienstausfallentschädigung aus der Unfallversicherung oder Invaliditäts- und Hinterbliebenenrenten aus einer Pensionskasse oder Unfallversicherung gedeckt. Wenn Sie Ihr Einkommen aus dem Fahr- oder Zustelldienst versichern möchten, müssen Sie dies über ein privates Versicherungsunternehmen tun.

Lohnen sich die Dienstleistungen finanziell?

Mitfahrdienste und Lieferdienste zahlen relativ geringe Aufwandsentschädigungen. Als Uber- oder Uber-Eats-Fahrer können Sie also nicht reich werden. Viele Fahrerinnen und Fahrer nutzen die Dienste auch nur nebenberuflich. Zudem werden immer wieder die Arbeitsbedingungen kritisiert.

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Redaktor Daniel Dreier
Daniel Dreier ist Redaktor und Experte für Geldthemen bei moneyland.ch.
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