V Pay: Bankkarte von Visa

Neue Debitkarte in der Schweiz als Konkurrenz zu Maestro und Postcard: Alles, was Sie rund um die V-Pay-Karte von Visa wissen müssen.

Seit 2014 offerieren mit Raiffeisen Schweiz und UBS Schweiz auch zwei Schweizer Banken die V-Pay-Karte von Visa. Auch die Hypothekarbank Lenzburg hat die V-Pay-Karte im Angebot. Die Konkurrenz zu Maestro wird von vielen Schweizer Händlern begrüsst; allerdings hat sie sich in der Schweiz bislang nur begrenzt durchsetzen können.

V Pay als neue Debitkarte

Die V-Pay-Karte von Visa ist eine Debitkarte (bisweilen immer noch als EC-Karte bezeichnet). Damit ist sie als dritte relevante Schweizer Bankkarte ein Konkurrenz-Produkt zur Maestro-Karte von Mastercard sowie zur PostFinance Card (Postcard).

Zahlungen und Bargeldbezüge mit V-Pay-Karte

Sowohl Maestro-Karte, V-Pay-Karte als auch PostFinance Card eignen sich zum bargeldlosen Bezahlen in der Schweiz sowie zum Bargeld-Bezug am Bankomaten im In- und Ausland. Vor allem für Bargeldbezüge sind die Debitkarten den Kreditkarten vorzuziehen.

Mit allen Debitkarten werden Bargeldbezüge und Einkäufe im Geschäft (wie zum Beispiel Migros, Denner, Coop) direkt dem Zahlungskonto belastet. Online-Einkäufe können in der Schweiz mit der Postcard bezahlt werden, nicht jedoch mit der Maestro- und V-Pay-Karte. Sie erhalten keine Debitkarte ohne ein entsprechendes Privatkonto für den Zahlungsverkehr.

Unterschied von V Pay zu Maestro

Die beiden Bankkarten unterscheiden sich bezüglich der Anzahl Akzeptanzstellen. Die V-Pay-Karte wird fast ausschliesslich in Europa akzeptiert, während mit Maestro weltweit bezahlt und Geld abgehoben werden kann. Auch in der Schweiz kann es vorkommen, dass die V-Pay-Karte bei bestimmten Händlern nicht angenommen wird. Dafür gilt die V-Pay-Karte als sicherer.

Unterschied von V Pay zur Postcard

Mit der Postcard können Sie im Unterschied zur V-Pay-Karte nicht nur europaweit, sondern weltweit Bargeld beziehen. Allerdings ermöglicht die Postcard Einkäufe nur in der Schweiz und online. Mit der V-Pay-Karte sind Einkäufe zwar nicht weltweit, aber in weiten Teilen Europas möglich (dafür sind Online-Käufe in der Schweiz nicht möglich).

Vorteil: Hoher Sicherheits-Standard

Die V-Pay-Karte ist eine so genannte Smartcard mit integriertem Chip. Als Vorteil der V-Pay-Karte gilt die neue EMV-Chip-Technologie, die vor Skimming am Bankomaten schützt. Die relevanten Daten sind im Chip verborgen und können nicht wie bei der Maestro-Karte vom Magnetstreifen kopiert werden. Bislang ist kein Skimming-Fall mit der V-Pay-Technologie bekannt.

V-Pay-Karte bei Raiffeisen Schweiz

Erwachsene Raiffeisen-Kunden haben seit 2014 die Wahl zwischen der V-Pay-Karte und der Maestro-Karte. Die V-Pay-Karte kostet mittlerweile gleich viel wie die Maestro-Karte. Für Raiffeisen-Mitglieder (im Rahmen des Privatkonto Plus) sind sowohl die V-Pay-Karte als auch die Maestro-Karte im ersten Jahr kostenlos.

Für Jugendliche und junge Personen in Ausbildung steht die Maestro-Karte bei Raiffeisen nicht mehr zur Verfügung. Junge Bankkunden müssen mit der V-Pay-Karte Vorlieb nehmen; diese ist aber für junge Kunden kostenlos.

Bargeldbezüge an Fremdautomaten im Inland kosten im Rahmen des Raiffeisen-Privatkontos mit der Bankkarte 2 Franken pro Bezug - im Rahmen des Privatkonto Plus bei Raiffeisen sind 24 Bezüge pro Jahr kostenlos, danach schlagen sie ebenfalls mit 2 Franken pro Bezug zu Buche. Bargeldbezüge im Ausland kosten 4.50 Franken. Es lohnt sich, Bankkarte und Privatkonto individuell zu vergleichen mit einem Rechner, der alle anfallenden Kosten berücksichtigt.

V-Pay-Karte bei UBS Schweiz

Auch die UBS führt die V-Pay-Karte seit Oktober 2014 im Angebot. UBS-Kunden können anstelle der V-Pay-Karte auch eine Maestro-Karte verlangen. Die Gebührenstruktur ist bei Maestro- und V-Pay-Karten dieselbe.

Ihre Moneyland-Redaktion

Weitereführende Informationen:
Zahlungsmittel im Vergleich
Privatkonto- und Debitkarten-Vergleich
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