Kreditkarten: Anträge unter der Lupe

Welche Angaben müssen Sie für Schweizer Kreditkarten-Anträge ausfüllen? Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die notwendigen persönlichen Daten der Antragsformulare.

In der Schweiz sind mehr als 6 Millionen Kreditkarten im Umlauf. Nicht wenige Nutzer haben dabei mehr als eine Kreditkarte im Portemonnaie. Dabei würde es sich für viele Schweizerinnen und Schweizer lohnen, einen unabhängigen Kreditkarten-Vergleich durchzuführen, um Kosten zu sparen.

Ausweiskopie obligatorisch

Nicht wenige scheuen einen Kreditkarten-Vergleich, weil sie die Kostenersparnis unterschätzen und den Aufwand überschätzen. Ein Vergleich ist einfach durchzuführen. Auch das Ausfüllen eines Kreditkartenantrags ist nicht schwierig – bedingt aber die Angabe einiger persönlicher Daten sowie die Zustellung einer Ausweiskopie (Pass, Identitätskarte oder Fahrausweis).

Angaben zur Bonitätsprüfung

Die persönlichen Angaben sind nicht zuletzt notwendig, da Kreditkarten dem Konsumkreditgesetz unterstehen und deshalb eine Bonitätsprüfung bedingen. Eine Kreditvergabe ist gesetzlich verboten, wenn diese zu einer Überschuldung führen würde. Zusätzlich können die Kreditkartenherausgeber weitere Informationen einholen – etwa bei der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) – um die Zahlungsfähigkeit der Gesuchsteller zu überprüfen.

Es gibt allerdings je nach Kreditkartenanbieter einige Unterschiede, was die Angabe der persönlichen Daten anbelangt. Die folgende Auflistung gibt Ihnen einen Überblick über die erfragten Personendaten.

Kreditkarten: Persönliche Angaben

Für einen Kreditkartenantrag müssen Sie folgende persönlichen Daten preisgeben:

  • Anrede, Name, Vorname, Geburtsdatum: sind bei allen Anträgen obligatorisch. An Personen unter 18 Jahren werden keine Kreditkarten, sondern nur Prepaid-Karten vergeben.
     
  • Zivilstand: ist bei den meisten Anträgen obligatorisch.
     
  • Telefon und E-Mail-Adresse: Die Telefonnummer (Festnetz. oder Mobile-Nummer) ist meistens obligatorisch, die Angabe der E-Mail-Adresse ist oft auch freiwillig.
     
  • Wohnadresse: ist bei allen Anbietern obligatorisch. Seit wann Sie an der Adresse wohnen, wird in einigen Kreditkarten-Anträgen ebenfalls erfragt.
     
  • Heimatsort oder Geburtsort: wird nur bei wenigen Anbietern wie Viseca oder Cornèrcard verlangt.
     
  • Nationalität: bei allen Anbietern obligatorisch.
     
  • Aufenthaltsbewilligung bzw. Ausländerausweis: ist eine notwendige Angabe, falls Sie keine Schweizer Staatsbürgerschaft besitzen. Bei manchen Kreditkartenfirmen wird zudem erfragt, seit wann Sie die betreffende Aufenthaltsbewilligung haben.
     
  • Kinder: Bei einigen Herausgebern wie Cornèrcard, Cembra Money Bank, Swisscard und BonusCard ist die Angabe der Anzahl minderjähriger Kinder notwendig. Der genaue Jahrgang der Kinder wird nur selten verlangt.
     
  • Arbeitgeber: Die Angabe von Name und Adresse des Arbeitgebers ist bei allen Schweizer Kreditkartenfirmen obligatorisch. Bei den meisten Anträgen muss auch angegeben werden, seit wann man beim Arbeitgeber beschäftigt ist. Die Angabe der Telefonnummer des Arbeitgebers ist hingegen nur bei wenigen Kreditkarten-Herausgebern nötig. Allerdings lässt sich die Telefonnummer mit Name und Adresse des Arbeitgebers so oder so einfach beschaffen.
     
  • Beruf und Position: Angabe ist immer obligatorisch.
     
  • Einkommenssituation oder Anstellungsverhältnis: bei den meisten Anbietern ist die Angabe nach der Art der Anstellung (angestellt, selbständig, in Ausbildung) notwendig.
     
  • Einkommen: die Angabe ist immer obligatorisch. Meistens in Form des jährlichen Bruttoeinkommens. Manchmal wird stattdessen auch die Angabe des Nettoeinkommens verlangt. Bei PostFinance-Kreditkarten ist keine exakte Zahl notwendig, es genügt die Angabe des Lohnbereichs, zum Beispiel zwischen 30'000 und 75'000 Franken.
     
  • Vermögen: die Höhe des Vermögens wird im Unterschied zum Einkommen in aller Regel nicht erfragt. Die Cembra Money Bank verlangt eine Vermögensangabe, falls man nicht beruflich tätig ist.
     
  • Wohnform: Die Angabe, ob Sie in Miete leben oder ein Eigenheim besitzen, ist in der Regel notwendig. Die Wohnform muss nicht angegeben werden bei Kreditkarten von UBS, PostFinance und BonusCard.
     
  • Wohnkosten: Die Miete muss in der Regel angegeben werden, ausser bei Kreditkarten von UBS, PostFinance und BonusCard.

Weiterführende Informationen:
Kreditkarten im unabhängigen Vergleich
Schweizer Prepaid-Karten
Kredit- oder Debitkarte?
Kreditkarten: Fremdwährungsgebühren

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