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Abredeversicherungen unter der Lupe

Nach einem Betriebsaustritt kann sich der Abschluss einer Abredeversicherung lohnen. Der folgende Moneyland-Ratgeber hilft Ihnen bei der Entscheidungsfindung.

Im Zusammenhang mit der obligatorischen Unfallversicherung (UVG) offerieren Anbieter eine so genannte Abredeversicherung.

Der Begriff «Abrede» ist in der Alltagssprache nicht mehr gebräuchlich und meint dabei in altertümlichem Deutsch «Vereinbarung» oder «Vertrag». Im Versicherungsjargon hat das Wort überlebt und bezieht sich hier auf eine Verlängerung der Unfallversicherung.

Nach dem Beendigen Ihres Arbeitsverhältnisses sind Sie als Arbeitnehmer noch 30 Tage unfallversichert. Genauer: Die obligatorische NBU-Versicherung endet «mit dem 30. Tag nach dem Tag, an dem der Anspruch auf mindestens den halben Lohn aufhört», so das Gesetz.

Verlängerter Schutz vor Unfällen in der Freizeit

Als Arbeitnehmer können Sie die obligatorische Versicherung für Nichtberufsunfälle (NBU) mit einer Abredeversicherung bis zu 180 Tage (also 6 Monate) verlängern. Die Leistungen bleiben dieselben. Dazu gehören also auch Taggelder, Heilungskosten, Hinterlassenen- und Invalidenrenten.

Vorteile gegenüber der Grundversicherung

Wer nach einem Monat nicht wieder eine neue Stelle antritt, sollte eine Abredeversicherung in Erwägung ziehen. Eine Verlängerung kann sich lohnen, da der UVG-Versicherungsschutz gegenüber der Unfallversicherung bei der obligatorischen Krankenkasse (KVG) unter anderem auch für den Lohnausfall und eine Invalidenrente aufkommt. Ausserdem hat die UVG-Variante den Vorteil, dass keine Franchise und Selbstbehalt anfallen.

Abredeversicherung: Prämien im Vergleich

Die Abredeversicherung ist leider nicht kostenlos. Bei der Helsana kostet sie 25 Franken pro Monat, bei der AXA Winterthur und Zurich 40 Franken pro Monat. Erstaunlich teuer ist die SUVA, die stolze 45 Franken pro Monat verlangt.

Falls Sie Ihren Unfallschutz bei der Krankenkasse wieder aktivieren möchten, sollten Sie dies innerhalb eines Monats nach der Aufgabe Ihrer Arbeitsstelle tun. Wer hingegen Arbeitslosengelder bezieht, ist obligatorisch bei der SUVA versichert.

Ihre Moneyland-Redaktion

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