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Transport- und Rettungskosten: wie versichern?

Was zahlen Krankenkassen und Zusatzversicherungen an Transport- und Rettungskosten im In- und Ausland? Alles Wissenswerte im Überblick.

Transport-, Rettungs-, Such- und Rückführungskosten sind ein gutes Beispiel, dass Krankenkassen-Zusatzversicherungen im Ernstfall nützlich sein können. Die Grundversicherung zahlt hier nur bedingt.

Suche, Transport, Rettung: was zahlt die Grundversicherung?

  • Die obligatorische Krankenkassen-Grundversicherung entschädigt bloss 50 Prozent der Transport- und Rückführungskosten zu einem Arzt oder in ein Spital innerhalb der Schweiz bis höchstens 500 Franken pro Jahr. Dieselbe Regelung gilt auch im Ausland. Zu den Transportmitteln können auch Taxis gehören. Im Ernstfall müssen Sie trotz Grundversicherung Hunderte bis Tausende von Franken zahlen.
     
  • Die Grundversicherung beteiligt sich nur dann an den Transportkosten, wenn kein anderer Transport – zum Beispiel mit einem privaten Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln – möglich und zumutbar gewesen wäre.
     
  • Im Fall der Kosten einer Rettung aus einer lebensbedrohlichen Lage (dazu gehört zum Beispiel ein Herzinfarkt) übernimmt die Grundversicherung ebenfalls nur die Hälfte der Kosten – bis maximal 5'000 Franken pro Jahr.
     
  • Im Ausland übernimmt die Grundversicherung für Rettungen gar keine Kosten. Für eine Rückführung in die Schweiz zahlt sie nur einen Kostenbeitrag von 500 Franken. Eine Repatriierung ist aber sehr teuer und kann je nach Transportmittel und Distanz mit einigen 10'000 Franken zu Buche schlagen. Es empfiehlt sich, für dieses Szenario eine Zusatzversicherung abzuschliessen.
     
  • Die Bergung und Transporte von Toten werden von der Grundversicherung nicht gedeckt.
     
  • Unabdingbare Transporte von einem Spital in ein anderes Spital werden in der Regel von der Grundversicherung indirekt gedeckt.

 

Rettungskosten Krankenkassen

 

Suche, Transport und Rettung: was zahlt die Zusatzversicherung?

  • Gute Zusatzversicherungen im Rahmen von ambulanten Krankenpflegezusätzen übernehmen einen Grossteil der Rettungs-,  Transport- und Rückführungskosten (einer so genannten Repatriierung).
     
  • Die Leistungen der entsprechenden Zusatzversicherungen unterscheiden sich je nach Krankenkassen-Zusatzpaket markant. Ein Vergleich der Auslandsleistungen lohnt sich also.
     
  • Praktisch: Im unabhängigen Vergleich für Zusatzversicherungen können Sie die Resultate nach den Leistungskriterien «Transport & Rettung Schweiz» und «Transport & Rettung Ausland» filtern und nach Leistungsumfang sortieren.
     
  • Einige wenige Zusatzversicherungen übernehmen die Rettungs- und Transportkosten unbegrenzt. Viele Kassen zahlen einen bestimmten Prozentsatz (zum Beispiel 90 Prozent) oder nur bis zu einem jährlichen Maximalbetrag (zum Beispiel 10'000 bis 100'000 Franken pro Jahr).
     
  • Zu den besten ambulanten Zusatzversicherungen im Bereich Transport & Rettung gehören die folgenden Angebote: Helsana Completa, Helsana Top, Innova Sanvita Plus Zwei, CSS myFlex.
     
  • Anmerkung für Rega-Gönner: Die Rega berät bei medizinischen Problemen im Ausland und organisiert medizinisch notwendige Repatriierungsflüge – entweder im Rega-Ambulanzjet oder mit dem Linienflugzeug. Eine Rückführung durch die Rega wird der Versicherung in Rechnung gestellt. Die Rega erlässt ihren Gönnern diejenigen Kosten, die von der Versicherung nicht übernommen werden. Die Rega kommt jedoch nicht für die Kosten von anderen Hilfeleistungen im Ausland auf, etwa für die Kosten eines Arztbesuchs oder Spitalaufenthalts. Die Rega-Gönnerschaft ersetzt deshalb keine Reiseversicherung.
     
  • Reiseversicherungen und einige Kreditkartenversicherungen übernehmen ebenfalls Such- und Bergungskosten. Beachten Sie allerdings die maximalen Deckungsbeträge.
     
  • Anmerkung für Automobil-Club-Mitglieder und Schutzbrief-Inhaber: Auch die Reiseversicherungen von TCS und VCS decken mögliche Kosten nicht vollständig ab. So sind die maximalen Such- und Bergungskosten auf 10'000 (VCS) beziehungsweise 30'000 Franken (TCS) begrenzt. Der VCS-Schutzbrief übernimmt darüber hinaus keine Arzt- und Spitalkosten. Eine Zusatzversicherung lohnt sich also unter Umständen auch als TCS- oder VCS-Mitglied.
     
  • Damit die Versicherung im Ernstfall auch tatsächlich bezahlt, ist es wichtig, dass Sie alle entsprechenden Rettungs- und Transport-Rechnungen und Quittungen aufbewahren.

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