Viele Menschen konzentrieren sich beim Vermögensaufbau vor allem auf das Sparen. Oft lohnt es sich jedoch, auch das Einkommen in den Blick zu nehmen. Denn während Ihr Sparpotenzial per se begrenzt ist, unterliegt Ihr Einkommen keiner Höchstgrenze – zumindest theoretisch.
In diesem Ratgeber listet Ihnen moneyland.ch verschiedene Methoden auf, wie Sie Ihr Einkommen steigern können.
Lohn verhandeln
Haben Sie das Gefühl, zu wenig zu verdienen? Wenn sich Ihren Lohn jahrelang nicht erhöht hat, stehen die Chancen zumindest nicht schlecht. Denn Gehaltserhöhungen erhalten Sie in vielen Fällen nicht automatisch – Sie müssen oft selbst aktiv werden.
Um vorbereitet in Lohnverhandlungen zu treten, sollten Sie vorab recherchieren, welches Salär für Ihren Job und Ihre Qualifikationen angemessen ist. Der Bund sowie verschiedene weitere Anbieter stellen Lohnrechner zur Verfügung, mit denen Sie Ihr Gehalt mit dem Durchschnitt für Ihre Branche und Position vergleichen können.
Treten Sie selbstbewusst auf und legen Sie dar, weshalb Ihnen aus Ihrer Sicht ein erhöhter Lohn zusteht. Führen Sie Ihrem Vorgesetzten gegenüber Ihre Erfolge und Ihre Bedeutung im Unternehmen auf. Ihr Anliegen sollte allerdings gut begründet sein. Unrealistische Forderungen sind eher kontraproduktiv.
Pensum erhöhen
Wenn Sie nur ein Teilzeitpensum verrichten, Ihnen aber grundsätzlich mehr Arbeit möglich ist, sollten Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber erkundigen, ob Sie Ihr Pensum erhöhen können. Der Grund ist einleuchtend: Wenn Sie mehr arbeiten, erhalten Sie auch mehr Lohn. Dies wirkt sich ferner positiv auf Ihr Pensionskassenguthaben aus. Beachten sollten Sie indes die gesetzlich vorgeschriebenen maximalen Arbeitszeiten.
Arbeitgeber wechseln
Den Arbeitgeber zu wechseln, kann nicht nur zu Ihrer persönlichen Weiterentwicklung beitragen und Ihnen neue Perspektiven eröffnen. Er zahlt sich auch finanziell oft aus. In vielen Fällen erhalten Sie nach einem Wechsel zu einem anderen Unternehmen einen höheren Lohn. Denn während Ihre Lohnentwicklung nach vielen Jahren in der gleichen Firma oft stagniert, muss sich Ihr neuer Arbeitgeber an Ihren Marktwert anpassen – was häufig eine deutliche Verbesserung nach sich zieht.
Aber Achtung: Ob eine Lohnerhöhung durch einen Jobwechsel möglich ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Sind Sie infolge einer Entlassung auf Stellensuche, ist Ihre Verhandlungsposition möglicherweise schlechter als bei einer Initiativbewerbung.
Die Nachfrage nach den Fähigkeiten, die Sie anbieten können, spielt ebenfalls eine Rolle. Je mehr Arbeitgeber zu diesem Zeitpunkt nach Menschen mit Ihren Qualifikationen suchen, desto mehr Verhandlungsspielraum haben Sie. Besteht hingegen ein Überangebot an Arbeitskräften mit Ihren Fähigkeiten, stehen die Chancen auf ein Lohnplus eher schlecht.
Weitere Einflussfaktoren für Ihre Lohnentwicklung sind Ihr Alter, Ihre Branche und Ihre Region.
Weiterbildung abschliessen
Wer denkt, mit der Berufslehre oder dem Studium ist das Lernen vorbei, irrt: Lernen können und sollten Sie lebenslang. Wer Weiterbildungen abschliesst, kann häufig von einem Karriereschub profitieren. Dank einer Weiterbildung können Sie zum Beispiel innerhalb Ihres Unternehmens oder Ihrer Branche aufsteigen, oder aber Ihnen stehen ganz neue Wege offen – zum Beispiel ein Quereinstieg in einen anderen Beruf. Und eine höhere Qualifikation schlägt sich in der Regel auch in Ihrem Lohn nieder.
Weiterbildungskurse werden offline und online von verschiedenen Unternehmen und Bildungseinrichtungen angeboten. Zwar kosten Weiterbildungen meist Geld, doch viele Arbeitgeber beteiligen sich an den Kosten – oder bieten selbst Kurse an. Es ist ratsam, sich bei Ihrem Arbeitgeber über die Weiterbildungsmöglichkeiten zu erkundigen.
Nicht jede Weiterbildung ist mit Kosten verbunden. Denn es gibt auch Ausnahmen: Bei sogenannten «Massive Open Online Courses» (MOOCs) fällt beispielsweise in der Regel lediglich eine Gebühr für das Zertifikat an. Detaillierte Informationen erhalten Sie im Ratgeber zum Thema MOOCs.
Nebenjob beginnen
Über Nebentätigkeiten lässt sich in vielen Fällen relativ einfach zusätzliches Geld verdienen. Es gibt viele Nebenjobs, die Sie abends oder am Samstag ausüben können. Möglich sind auch selbstständige Tätigkeiten: Wenn Sie sich zum Beispiel im IT-Bereich gut auskennen, können Sie nebenbei Aufträge als Programmierer annehmen. Zudem stehen Ihnen viele Nebentätigkeiten auch ohne besondere Vorkenntnisse und Qualifikationen offen. Der Ratgeber von moneyland.ch listet Ihnen verschiedene Möglichkeiten auf, wie Sie nebenbei Geld verdienen können.
Wichtig: Sie sollten Nebenjobs nur beginnen, sofern diese nicht in Konflikt mit ihrem Haupterwerb stehen.
Passives Einkommen aufbauen
Nebenbei ein Einkommen erzielen, ohne dafür arbeiten zu müssen – was wie ein Traum klingt, ist für all jene Realität, die sich ein passives Einkommen aufgebaut haben. Damit sind Einkommensströme gemeint, die Sie unabhängig von Ihrer Erwerbssituation erhalten. Beispiele dafür sind Zinsen, Dividenden auf Aktien oder Mieteinnahmen von Immobilien.
Zur Wahrheit gehört allerdings, dass ein auskömmliches passives Einkommen ein sehr hohes Vermögen erfordert. Für ein jährliches Einkommen von 80’000 Franken müssten Sie – bei einer angenommenen Dividendenrendite von 3 Prozent – über ein Aktienportfolio im Wert von 2.4 Millionen Franken verfügen. Und eine Investition in Immobilien setzt in jedem Fall einen immensen Kapitaleinsatz voraus.
Sie sollten sich davon freilich nicht entmutigen lassen. Es kann sinnvoll sein, sich zumindest ein kleines passives Einkommen aufzubauen. Dies bringt Ihnen zusätzliche Liquidität und macht Sie schrittweise unabhängiger von Ihrem Lohn. Wichtig: Wenn Sie in erster Linie Ihr Vermögen mehren möchten, sind Sie in der Regel besser beraten, Erträge direkt zu reinvestieren.
Ungenutzte Gegenstände verkaufen
Verfügen Sie über Objekte, die Sie nicht mehr benötigen? In diesem Fall lohnt es sich, die Gegenstände zu Geld zu machen. Sie können sie über verschiedene Online-Plattformen wie Ricardo und Tutti oder über Flohmärkte verkaufen. Dies kann Ihnen relativ einfach zusätzliche liquide Mittel bescheren – mit dem positiven Nebeneffekt, dass Sie Platz in Ihrer Wohnung schaffen.
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