Es sind keine grossen Kunststücke nötig, um ein Vermögen anzusparen. Manchmal kommt es bloss auf vermeintliche Kleinigkeiten an. Dieser Ratgeber von moneyland.ch führt Ihnen einfache Routinen auf, die beim Vermögensaufbau einen grossen Unterschied machen können.
- Sie legen regelmässig und systematisch Geld auf die Seite
Regelmässig Geld zu sparen, ist die Basis des Vermögensaufbaus. Im Optimalfall legen Sie gleich nach Lohneingang einen Teil Ihres Gehalts auf die Seite – zum Beispiel automatisiert über einen Dauerauftrag. So kommen Sie gar nicht erst in Verlegenheit, potenzielle Ersparnisse einfach für Ihren täglichen Konsum zu verwenden.
Die Höhe Ihrer Ersparnisse hängt von Ihren finanziellen Möglichkeiten ab. Generell gilt: Entscheidend für Ihren Vermögensaufbau ist nicht, wie viel Geld Sie verdienen, sondern wie viel Geld Sie auf die Seite legen.
Essenziell ist vor allem ein Notgroschen, der Ihnen in finanziellen Ernstfällen schnell Liquidität liefert. Wer über kein Polster verfügt, steht im Notfall schlecht da – und muss auf teure Kredite zurückgreifen.
- Sie haben Ihre Ausgaben im Überblick
Miete, Krankenkasse, Lebensmittel, Ferien: Bei so vielen verschiedenen Ausgaben kann man schnell den Überblick verlieren. Dabei ist es wichtig, Ordnung in die eigenen Finanzen zu bringen. Wenn Ihre Ausgaben aus dem Blick geraten, riskieren Sie, mehr Geld auszugeben, als Sie einnehmen – und an Sparen ist dann ohnehin nicht zu denken. Einfache Regeln wie die 50-30-20-Regel können Ihnen bei der Organisation helfen.
Tipp: Es kann sinnvoll sein, Geld zweckgebunden auf verschiedene Sparkonten zu platzieren.
- Sie investieren Ihr Geld, anstatt es nur zu sparen
Wenn Sie ein Vermögen aufbauen möchten, müssen Sie Ihr Geld für Sie arbeiten lassen. Was nach einer abgedroschenen Floskel tönt, ist in Wahrheit der Schlüssel zum Erfolg. Denn der Zinseszinseffekt beschleunigt Ihr Vermögenswachstum erheblich.
Horten Sie Ihr Geld auf einem Sparkonto mit geringen Zinsen, wächst der nominale Wert Ihres Guthabens kaum – und real erleiden Sie unter Berücksichtigung der Inflation gar Kaufkraftverluste. Ertragreicher sind langfristig in der Regel diversifizierte Anlagen in Aktien, zum Beispiel über Exchange Traded Funds (ETF) in Welt-Indizes. Sparkonten eignen sich in der Regel nur für kurzfristige Anlagen oder für Ihren Notgroschen.
Wie kann ich Geld anlegen?
Die Ratgeber von moneyland.ch zum Thema Anlegen helfen Ihnen beim Einstieg in die Geldanlage in Aktien, Obligationen, ETF und weiteren Anlageklassen und -produkten. Die wichtigsten Anlagemöglichkeiten in der Schweiz sind im Übersichtsartikel von moneyland.ch ersichtlich. Wer genauere Informationen und Hinweise zur Wahl des richtigen ETF sucht, wird in der ETF-Checkliste fündig.
Sparpläne können für all jene sinnvoll sein, die regelmässig automatisiert Geld anlegen möchten. Der umfassende Ratgeber zum Thema Sparpläne versorgt Sie mit den wichtigsten Informationen.
- Sie kaufen nur, was Sie bezahlen können
Konsumfallen lauern an jeder Ecke, und mit Kreditkarten, Ratenzahlungen und «Buy now, pay later» (BNPL) lassen sich jederzeit teure Transaktionen tätigen – unabhängig von Ihrem aktuellen Kontostand. Doch wenn Sie zu viel auf Kredit kaufen, verbauen Sie sich Ihre finanzielle Zukunft. Sie laufen nämlich Gefahr, den Überblick über Ihre Zahlungen zu verlieren. Vor allem aber können Ihnen die anfallenden Zinsen teuer zu stehen kommen.
Wenn Sie sich mit finanzieller Disziplin schwertun und zu unvernünftigen Ausgaben neigen, kann es sinnvoll sein, auf Kreditkarten und Käufe auf Rechnung zu verzichten.
Tipp: Kaufen Sie Dinge nur, wenn Sie es sich leisten können, gleich alles auf einmal zu bezahlen. Ausnahmen umfassen riesige Anschaffungen, etwa den Kauf einer Immobilie.
- Sie erliegen keiner «Lifestyle-Inflation»
Sie erhalten eine saftige Lohnerhöhung – und haben nun die Chance, Ihren monatlichen Sparbetrag deutlich zu erhöhen. Wenn sich aber Ihr Lebensstil an das erhöhte Salär anpasst, erliegen Sie der sogenannten Lifestyle-Inflation. Zwar wächst Ihr Einkommen, aber auch Ihre Ausgaben: Was den Aufbau Ihres Vermögens betrifft, machen Sie so keine Fortschritte.
Sinnvoll ist es hingegen, in erster Linie den Sparbetrag an den erhöhten Lohn anzupassen. In einem zweiten Schritt können Sie übriges Geld für Konsumausgaben verwenden – wenn dies überhaupt nötig ist: Am besten ist es, wenn Sie sich mit einem bescheidenen Lebensstil zufriedengeben können.
- Sie vermeiden Impulskäufe
Ganz egal, wie gut Ihre Finanzplanung grundsätzlich auch sein mag: Impulskäufe können ein Loch ins Portemonnaie reissen, vor allem wenn sie häufig vorkommen und es sich um hochpreisige Waren handelt. Spontane Einkäufe sind umso schlimmer, als dass sie häufig Produkte betreffen, die Sie – wie sich herausstellt – gar nicht gebraucht hätten.
Vor allem bei teuren Käufen ist es ratsam, sich eine ausreichende Bedenkzeit einzuräumen. Spar-Methoden wie die 30-30-Regel können Ihnen helfen, Impulskäufe zu vermeiden.
- Sie sparen sich unnötige Ausgaben
Ob das ungenutzte Fitness-Abo oder die viel zu teure Krankenkasse: Im Alltag findet sich reichlich Sparpotenzial. Unter Umständen können Sie Geld sparen, ohne im Gegenzug Einschränkungen oder Beeinträchtigungen der Lebensqualität zu verspüren.
Schauen Sie beispielsweise nach, ob Sie zu viel Geld für Ihre Krankenkasse, Ihre Versicherungen, Ihr Handy-Abo oder Ihre Bankprodukte zahlen. Auch vermeintliche kleine Einsparungen können auf Dauer erheblich ins Gewicht fallen.
Tipp: Die Vergleiche von moneyland.ch helfen Ihnen, den günstigsten Anbieter zu finden – bei Anlageprodukten, Bankkonten, Telekom und Versicherungen.
- Sie schauen auf Qualität – nicht nur auf den Preis
Es mag paradox anmuten, doch wenn Sie beim Einkauf sparen möchten, sollten Sie nicht allein auf den Preis schauen. Wichtig ist vor allem, wertig zu kaufen. Beispiel: Kaufen Sie Laufschuhe, deren Lebensdauer bereits nach wenigen Monaten abgelaufen ist, hilft Ihnen der geringe Preis auch nicht mehr weiter. Die finanziell bessere Entscheidung wäre gewesen, ein teureres Produkt mit höherer Qualität zu kaufen, das Sie nicht nach kurzer Zeit wieder ersetzen müssen.
Sie kaufen häufiger gebraucht und bringen Ihren Kaffee selbst mit: Im Alltag lässt sich an vielen Stellen Geld sparen, ohne auf Dinge verzichten zu müssen. Das betrifft auch Ihre Hobbys, denn viele Aktivitäten sind nur mit geringen oder keinen Kosten verbunden. Wenn Sie für Natur zu begeistern sind, finden Sie in der Umgebung womöglich schöne Wanderwege, Badeseen oder Aussichtspunkte – zum Nulltarif.
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