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Kreditkarten in Fremdwährungen: Vor- und Nachteile

Lohnen sich Schweizer Kreditkarten in Fremdwährungen? In diesem Ratgeberartikel von moneyland.ch erfahren Sie, welches die Vor- und Nachteile von Kreditkarten in Fremdwährungen sind.

Bei Transaktionen in Fremdwährungen verlangen Schweizer Kreditkartenherausgeber (Issuer) häufig happige Gebühren. Dabei fallen bei Karten in Schweizer Franken sowohl Bearbeitungsgebühren als auch in den Wechselkursen versteckte Kosten an.

Abhilfe könnten Kreditkarten und Prepaidkarten in Fremdwährungen schaffen: Diese werden von Kreditkartenanbietern oft als Möglichkeit angepriesen, um Bearbeitungsgebühren und Wechselkurskosten zu umgehen.

Dabei bieten Schweizer Kreditkarten-Herausgeber vor allem Fremdwährungskarten in Euro und US-Dollar an – andere Kartenwährungen gibt es kaum. Mit dem Währungsfilter im Kreditkartenvergleich von moneyland.ch finden Sie die entsprechenden Karten, die nicht nur in Schweizer Franken, sondern auch in Euro oder US-Dollar herausgegeben werden.

Ob sich solche Karten wirklich lohnen, erfahren Sie in der folgenden Aufstellung.

Vorteile von Kreditkarten in Fremdwährungen

1. Vorteil: Keine Bearbeitungsgebühren

Wenn Sie mit einer Kreditkarte in Schweizer Franken in einer Fremdwährung zahlen – sei es für einen Hotelaufenthalt auf Reisen oder für ein Produkt in einem ausländischen Online-Shop – werden Ihnen Bearbeitungsgebühren für Transaktionen in Fremdwährungen berechnet. Je nach Karte, die Sie einsetzen, zahlen Sie in der Regel eine Bearbeitungsgebühr zwischen 1.2% und 2.5% des jeweiligen Kaufbetrags. Diese Bearbeitungsgebühren entfallen mit einer Karte in der entsprechenden Fremdwährung.

Für Einkäufe, die in Euro berechnet und mit einer Euro-Kreditkarte bezahlt werden, oder für Einkäufe in US-Dollar, die mit einer US-Dollar-Kreditkarte bezahlt werden, fallen keine Bearbeitungsgebühren an, da Sie in der Kartenwährung zahlen.

Beispiel: Sie kaufen regelmässig bei deutschen Online-Händlern ein und geben jährlich einen Gesamtbetrag von umgerechnet 10'000 Franken aus. Ihre Kreditkarte in Schweizer Franken verlangt Bearbeitungsgebühren von 2%. Die Einkäufe kosten Sie also zusätzliche 200 Franken extra – Wechselkurskosten noch nicht mit eingerechnet. Mit einer Kreditkarte in Euro hingegen würden diese Zusatzkosten wegfallen.

2. Vorteil: Keine Wechselkurskosten

Zusätzlich zu den Bearbeitungsgebühren verdienen Schweizer Kreditkartenherausgeber an den verrechneten Wechselkursen mit. Dabei verdienen die Herausgeber am Kursaufpreis, dem so genannten Spread. Dieser Aufpreis kann sogar noch höher sein als die Bearbeitungsgebühr. Die im Wechselkurs versteckten Kosten können je nach Herausgeber, Tag und Währung durchaus mehr als 2% betragen.

Mit einer Kreditkarte in der entsprechenden Einkaufswährung entfallen diese Wechselkurskosten. Insgesamt können Sie zusammen mit der Ersparnis der Bearbeitungsgebühren rasch einmal 3% bis 4% der Einkaufssumme einsparen.

Nachteile von Kreditkarten in Fremdwährungen

1. Nachteil: Jahresgebühren

Beachten Sie, dass viele Schweizer Fremdwährungskarten eine verhältnismässig hohe Jahresgebühr verlangen. Eine Kreditkarte in einer Fremdwährung ist aber nur dann sinnvoll, wenn die jährliche Ersparnis durch das Wegfallen der Bearbeitungsgebühren und Wechselkurskosten mindestens so hoch ist wie der Aufpreis der Jahresgebühr einer Karte in Fremdwährung im Vergleich zu einer Karte in Schweizer Franken.

2. Nachteil: Umrechnungskosten

Wenn Sie kein Bankkonto in der entsprechenden Fremdwährung haben, fallen beim Begleichen der Kreditkarten-Rechnung oder beim Aufladen Ihrer Prepaid-Karte in Fremdwährung Wechselkurskosten (Umrechnungskosten) an. Diese können ähnlich hoch sein wie die Wechselkurskosten, die Sie bei einem Einkauf mit einer Karte in Schweizer Franken bezahlen müssten. Eine Kreditkarte in einer Fremdwährung lohnt sich also in der Regel nur, wenn Sie auch über ein Bankkonto (zum Beispiel ein Lohnkonto) in der entsprechenden Währung verfügen.

Fazit

Wenn Sie regelmässig in bestimmten Fremdwährungen wie Euro oder US-Dollar einkaufen, können Sie mit einer Kreditkarte oder Prepaidkarte in der entsprechenden Währung Fremdwährungskosten einsparen. Allerdings lohnen sich Fremdwährungskarten in der Regel nur, wenn Sie auch ein Bankkonto in der Kartenwährung haben.

Weitere Informationen:
Kreditkarten im interaktiven Vergleich
Kreditkarten: Fremdwährungsgebühren
Kreditkarten im Ausland: in welcher Währung bezahlen?

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