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Mit Kreditkarten im Internet einkaufen

Was Sie bei Online-Einkäufen mit Kreditkarten beachten müssen, erfahren Sie im folgenden Ratgeber von moneyland.ch.

Kreditkarten sind für Schweizerinnen und Schweizer das zweitbeliebteste Zahlungsmittel nach Bargeld. Für Käufe im Internet sind Kreditkarten sogar das populärste Zahlungsmittel.

Kreditkarten-Zahlungen im Internet

In der Umfrage von moneyland.ch zu Schweizer Zahlungsmitteln gaben rund 25% der Befragten an, für Internet-Käufe die Kreditkarte «immer» zu verwenden, 40% verwenden sie «meistens», 21% «gelegentlich» und nur 9% «selten» und 5% «nie».

Zum Vergleich: Für Käufe in Schweizer Geschäften verwenden nur 8% der Befragten die Kreditkarte «immer», aber 20% «selten» und 17% «nie».

Was viele nicht wissen: Im Internet können Kostenfallen lauern. Das gilt vor allem für Zahlungen auf ausländischen Webseiten. Daneben gibt es weiterhin einige Schweizer Webshops, die Zusatzgebühren für Kreditkarten-Zahlungen verlangen (weitere Informationen zu Kreditkarten-Aufschlägen seitens Schweizer Händlern erfahren Sie hier).

Fremdwährungsgebühren bei Online-Zahlungen

Bei Zahlungen in Fremdwährungen auf ausländischen Webseiten wie beispielsweise Amazon fallen Fremdwährungsgebühren an. Dabei werden von den Kreditkarten-Herausgebern nicht nur die Bearbeitungsgebühren für Fremdwährungen in Rechnung gestellt. Zusätzlich zahlen Kreditkarten-Inhaber die Aufpreise in den Fremdwährungskursen. Je nach Kreditkarte fallen unterschiedlich hohe Kosten an, wie der unabhängige Kreditkarten-Vergleich auf moneyland.ch zeigt. Was es bezüglich Fremdwährungsgebühren bei Kreditkarten zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Dynamische Währungsumrechnung im Internet

Besonders achtgeben sollten Sie bei Kreditkarten-Zahlungen auf ausländischen Online-Shops in Schweizer Franken. Bei den meisten Schweizer Kreditkarten fallen nämlich seit einiger Zeit auch dann Bearbeitungsgebühren an, wenn Sie im Ausland oder auf ausländischen Webseiten in Schweizer Franken zahlen. Auf den Infoseiten der betroffenen Kreditkarten auf moneyland.ch wird jeweils auf diesen Umstand hingewiesen.

Der Grund für diesen Zuschlag gemäss Kartenherausgebern: Im Ausland würden höhere Kosten seitens Mastercard und Visa anfallen, ausserdem sei das Betrugsrisiko im Fall von Auslandtransaktionen höher.

Die Bearbeitungsgebühren für ausländische Transaktionen in Schweizer Franken sind ein Mitgrund, weshalb Sie auf die so genannte dynamische Währungsumrechnung (DCC) verzichten sollten. Im Fall der dynamischen Umrechnung werden die Preise automatisch in Schweizer Franken angezeigt. Dabei kommt jedoch häufig ein unvorteilhafter Kurs zur Anwendung. Und bei vielen Kreditkarten der erwähnte Aufschlag obendrauf. So bietet beispielsweise Amazon die Zahlungen in Schweizer Franken statt in Euro an – für Schweizer Käufer ist das jedoch meist ein Verlustgeschäft.

Bearbeitungsgebühren auf Webseiten mit Schweizer Domains

Aber auch ohne dynamische Währungsumrechnung können Kreditkarten-Bearbeitungsgebühren bei Transaktionen in Schweizer Franken anfallen. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn die Domain nicht auf .ch lautet oder die Schweizer Domain (wie amazon.ch) auf eine ausländische (wie amazon.de) umgeleitet wird.

Heimtückisch: Sogar bei Schweizer Domains (die auf .ch lauten) können diese Bearbeitungsgebühren anfallen. Nämlich dann, wenn der Geschäftssitz der Firma ausserhalb der Schweiz liegt. Gerade bei grösseren Webseiten mit Schweizer Domains und ausländischem Sitz (wie zalando.ch) zeigen sich Schweizer Kreditkartenherausgeber jedoch auf Anfrage von moneyland.ch häufig «kulant» und stellen die Zusatzgebühren nicht in Rechnung.

Trotzdem wird empfohlen, bei Käufen auf Schweizer Webseiten in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen kurz nachzuschauen, ob der Geschäftssitz in der Schweiz oder im Ausland liegt. Im Zweifelsfall sollten Sie im Voraus bei Ihrem Kreditkarten-Herausgeber nachfragen, welche Gebühren fällig werden. Ihre IP-Adresse ist hingegen nicht relevant, was bedeutet, dass Sie auf Schweizer Webseiten mit Sitz in der Schweiz auch aus dem Ausland kostenfrei in Schweizer Franken bezahlen können.

Gebühren in Schweizer Online-Shops je nach Kreditkarten-Herausgeber

Swisscard teilt auf Anfrage von moneyland.ch mit, dass Bearbeitungsgebühren auch im Fall von Käufen in Schweizer Franken auf Internetseiten mit Schweizer Domains (.ch) anfallen können. Entscheidend ist die Händler-Identifikation («Merchant ID»): Ist diese ausländisch, fallen in der Regel Gebühren an.

Auch bei Bonuscard können diese Bearbeitungsgebühren verrechnet werden. Bonuscard führt eine Ausschlussliste mit .ch-Adressen, bei welchen keine Gebühr belastet wird. Andernfalls können Gebühren anfallen. Kunden können gemäss Bonuscard aber in diesem Fall reklamieren und erhalten dann die Gebühr zurückerstattet.

Auch die UBS gibt an, dass der Firmensitz der Webseite entscheidend ist. Liegt dieser im Ausland, fallen auch bei Transaktionen in Schweizer Franken Zusatzgebühren an. «In ausgewählten Fällen» verzichtet die UBS daher aus «Kulanzgründen» auf die Verrechnung des Zuschlags.

Bei Cornèrcard können die Bearbeitungsgebühren bei Schweizer Domains ebenfalls verrechnet werden, sofern der Geschäftssitz ausserhalb der Schweiz liegt. Allerdings macht Cornèrcard einige Ausnahmen bei populären Webseiten wie zalando.ch oder sogar amazon.de, wo die Bearbeitungsgebühr erlassen wird.

Bei Viseca-Karten hängt die Erhebung der Gebühren grundsätzlich vom Sitz der Akzeptanzstelle (also in der Regel des Händlers) ab. Auch bei Viseca ist also bei Webseiten der Firmensitz entscheidend. Viseca verzichtet aber «aus Kulanzgründen» bei einigen Webshops mit Schweizer Domain auf den Zuschlag.

Die Kreditkarten von PostFinance schliesslich gehören zu den wenigen, bei denen noch keine Bearbeitungsgebühren für Transaktionen in Schweizer Franken im Ausland oder auf ausländischen Webseiten anfallen.

Weitere Informationen:
Kreditkarten-Vergleich
Kreditkarten: Händler-Zuschläge
Kreditkarten-Fremdwährungsgebühren
Dynamische Währungsumrechnung

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